Lidl nutzt Gastronomie als Bühne für vegane Eigenmarken

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Der Lebensmitteleinzelhändler Lidl setzt im Rahmen des diesjährigen Veganuary auf ein neues Marketingformat in der Gastronomie. In vier deutschen Großstädten übernimmt das Unternehmen zeitweise bestehende Restaurants, um die Anwendungsmöglichkeiten seines pflanzlichen Sortiments in der Praxis zu demonstrieren. Dabei werden überwiegend Produkte der Eigenmarke Vemondo verarbeitet, die Kunden regulär in den bundesweiten Filialen erwerben können.

Vier Stationen zwischen Streetfood und gehobener Küche

Die Veranstaltungsreihe erstreckt sich über den gesamten Januar und deckt unterschiedliche gastronomische Konzepte ab. Den Auftakt bildet am 9. und 10. Januar die Double 00 Pizzeria in Köln, bei der vegane Käsealternativen im Fokus stehen. Es folgt am 16. und 17. Januar das Restaurant Kasa in Hamburg, das unter anderem pflanzliche Varianten von Gnocchi und Shepherd’s Pie präsentiert.

In der zweiten Monatshälfte gastiert die Tour am 23. und 24. Januar im Berliner Studio Schmaus. Den Abschluss bildet am 30. Januar der Botanista Coffee Club in München, der sich auf Brunch und Abendessen konzentriert. Die Teilnahme an diesen Veranstaltungen ist nicht frei verkäuflich, sondern wird über die sozialen Netzwerke des Unternehmens verlost. Für die Gäste ist die Verpflegung vor Ort kostenfrei.

Strategische Preisgestaltung bei Ersatzprodukten

Hinter der Aktion steht die Absicht des Unternehmens, Barrieren gegenüber einer rein pflanzlichen Ernährung abzubauen. Laut Alexander Lafery, Leiter Marketing der Lidl Dienstleistung GmbH und Co. KG, zielt die Kampagne darauf ab, die Vielseitigkeit und Preiswürdigkeit des veganen Angebots hervorzuheben. Das Unternehmen verfolgt seit Oktober 2023 eine Preisstrategie, bei der die Mehrheit der veganen Eigenmarkenprodukte preislich an vergleichbare Erzeugnisse tierischen Ursprungs angeglichen wurde.

Eine Untersuchung der Ernährungsorganisation ProVeg belegt, dass das Unternehmen in bestimmten Warengruppen wie Aufschnitt, Käse und Pizza preislich unter den tierischen Vergleichsprodukten liegt. Der ermittelte Preisvorteil betrug in diesen Segmenten 18 Prozent. Während des Aktionsmonats gewährt der Einzelhändler Nutzern seiner App einen zusätzlichen Preisnachlass von zehn Prozent auf alle Artikel der Marke Vemondo.

Anerkennung durch Branchenpreise

Die Qualität des pflanzlichen Sortiments wurde jüngst erneut extern bestätigt. Die Organisation ProVeg verlieh dem Unternehmen zum fünften Mal den V-Label Award. Besonders in den Kategorien für Fleisch- und Molkereialternativen sowie bei Brotaufstrichen konnten sich spezifische Produkte wie die vegane Leberwurst oder pflanzliche Joghurtalternativen durchsetzen. Die Restaurant-Tour fungiert somit als operative Ergänzung zu einer langfristig angelegten Sortimentsstrategie im Bereich der pflanzenbasierten Lebensmittel.


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Teaser: Lidl weitet seine Aktivitäten im Veganuary aus und besetzt temporär Gastronomiebetriebe in Köln, Hamburg, Berlin und München. Durch die Restaurant-Übernahmen demonstriert der Einzelhändler die Anwendung seiner veganen Eigenmarken in der Profiküche und flankiert damit seine aktuelle Preisstrategie bei pflanzlichen Alternativprodukten.

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