Reise- und Tourismus-Marketing: Weg von “Picture perfect”

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Die Reisebranche befindet sich im Wandel, auch im Marketing. Spontane, natürliche Motive bestimmen die visuellen Trends, weniger perfekt inszenierte Reisefotos. Diese Verschiebung wird vor allem durch Social Media und die Beliebtheit von „Foto-Dumps“ vorangetrieben - unbearbeitete, ungestellte Reisefotos, die mit wenig Aufwand die Authentizität von Reiseerlebnissen einfangen.

Eine aktuelle VisualGPS-Studie von Getty Images zeigt, worauf jüngere Generationen achten und mit welchen Strategien Reisemarken und -vermarkter ihr Interesse wecken können.

Vorbei sind die Zeiten von "Picture perfect!" - die Generation Z bevorzugt Authentizität, zugängliche Inhalte und Emotionen. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse der VisualGPS-Studie von Getty Images:

75 Prozent der europäischen Verbraucher bevorzugen Bilder von entspannten und erschwinglichen Reisen gegenüber luxuriösen Reisen

6 von 10 europäischen Verbrauchern bevorzugen Reisebilder, die realistisch aussehen und den Fotos ähneln, die sie oder ihre Freunde/Familie machen würden

58 Prozent der Deutschen suchen nicht nach inspirierenden Reisebildern, sondern bevorzugen Bilder und Videos von Reisezielen, mit denen sie sich identifizieren können. Verbraucher interessieren sich eher für Visuals, die Familie, Freunde und soziale Interaktionen zeigen

Fast jeder Dritte der GenZ gibt an, dass Social-Media-Beiträge seiner Kontakte und Angehörigen Einfluss auf seine Reisewünsche und Entscheidungen haben

Auch Bildmanipulation und Deep Fakes sind ein Thema: 68 Prozent der Deutschen geben an, dass es für sie schwierig ist, zu erkennen, ob ein Bild echt ist. Marken sollten berücksichtigen, wie sich das auf die Verbraucherstimmung und vor allem das Markenvertrauen auswirkt.

Auf die Frage, welche Art von Storytelling ihnen helfen würde, Vertrauen zu Marken aufzubauen, stimmen 97 Prozent der Deutschen zu, dass „authentische“ visuelle Elemente von entscheidender Bedeutung sind. Sie definieren authentisch als „echt/das Echte“, gefolgt von „wahr/wahrhaftig“

In Deutschland werden in zwanglosen Reisebildern meist Kamera-Selfies gezeigt, wodurch eine informeller und freundschaftlichere Verbindung zum Betrachter entsteht.

Befragte gaben außerdem an, dass wenn ein KI-generiertes Video eine reale Szene oder ein reales Objekt genau wiedergibt, es als authentisch wahrgenommen wird.

Im Reise- und Tourismusmarketing sollte dieser Wandel von Verbraucherpräferenzen bei der Entwicklung ihrer Kommunikationsstrategien berücksichtigt werden, um ihre und/oder neue Zielgruppen effektiv anzusprechen.


 

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