Zeitreise mittels Spezialbrille bei «Essen 1887» - Nelson Müller präsentiert Currywurst im Glas

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Drei Monate nach dem Start am 1. April hat sich die preisgekrönte Mixed-Reality-Stadtführung «Essen 1887» zu einer touristischen Attraktion entwickelt. Rund 5000 Mal sei die virtuelle Zeitreise mittels Spezialbrille in der Ruhrgebietsmetropole bereits verkauft und ausprobiert worden. Auch der Sternekoch Nelson Müller ist mit dabei.

Bis Ende September stünden vor allem von Freitag bis Sonntag kaum noch Tickets und Termine zur Verfügung, sagte ein Sprecher von Essen Marketing der Deutschen Presse-Agentur.

Die innovative Idee hat bei den Hamburger «World Media Festivals» in der Kategorie Tourismus den 1. Preis gewonnen. Die Fachjury würdigte insbesondere die herausragende Kreativität, die Effektivität und die zielgruppenorientierte Ansprache der Mixed-Reality-Tour.

«Dass eine internationale Fachjury unsere Tour mit Gold auszeichnet, macht uns unfassbar stolz», sagte Essens Marketing-Chef Richard Röhrhoff. Andere Städte und Tourismus-Organisationen aus dem In- und Ausland hätten sich schon für die Weltneuheit interessiert.

In «Essen 1887» gehört auch TV- und Starkoch Nelson Müller (43, «Die Küchenschlacht») neben bekannten Schauspielern wie Henning Baum («Der letzte Bulle») oder Tatjana Clasing («Alles was zählt») zu den Protagonisten, die in einem aufwendigen Verfahren in einem Spezial-Filmstudio in den Niederlanden ihren Part einspielten. Wenn man als Besucher nun mit der Spezialbrille GPS-gesteuert durch Essens Innenstadt läuft, tauchen Müller und Co. als Hologramme an bestimmten digitalen Punkten auf.

Müller, der an der Rüttenscheider Straße in Essen eine Brasserie und sein Gourmet-Restaurant «Schote» betreibt, erscheint bei der Reise ins Jahr 1887 als Koch hinter einem Marktstand, der die Küche revolutionieren will. «Es war sehr interessant, das im Studio aufzunehmen. Ich bin ja kein Schauspieler, so haben wir einige Versuche gebraucht», sagte der 43-Jährige.

Ob dem Sternekoch die kulinarische Revolution mit seiner neuen Kreation gelingt, bleibt abzuwarten. Immerhin modifizierte der Schwabe passend für «Essen 1887» zwei seiner Leibgerichte, Kartoffelsalat und Currywurst. Und stopfte sie als Leckereien in ein Glas - für daheim und unterwegs. Kartoffel- und Currywurstsalat gibt es jeweils auch als vegane Variante.

Zusammen mit einem Fläschchen Bier der Essener Privatbrauerei Stauder können Interessierte alles in einem «kulinarischen Picknickbeutel» mit dem Branding von «Essen 1887» erwerben. «Die Currywurst ist ganz typisch für das Ruhrgebiet, während der Kartoffelsalat meine schwäbische Heimat verkörpert», sagte der in Ghana geborene und in Stuttgart aufgewachsene TV-Koch Müller. «Das beißt sich nicht, denn Heimat schwingt in beidem mit.» (dpa)


 

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