Nach 37 Jahren: Traube Tonbach verabschiedet Küchendirektor Jürgen Reidt

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Nach 37 Jahren Betriebszugehörigkeit verabschiedet die Traube Tonbach ihren langjährigen Küchendirektor Jürgen Reidt in den Ruhestand. Der 66-Jährige prägte seit 1988 die kulinarische Ausrichtung des Schwarzwälder Traditionshauses und fungierte über Jahrzehnte als zentraler Verantwortlicher für die Nachwuchsförderung. Trotz seines offiziellen Ausscheidens zum Jahresende bleibt Reidt dem Hotel in beratender Funktion erhalten.

Werdegang und Verantwortungsbereiche in Baiersbronn

Reidts Laufbahn in der Traube Tonbach begann 1988 als Sous-Chef der Köhlerstube, nachdem er zuvor Erfahrungen in der Spitzengastronomie gesammelt hatte, unter anderem im damaligen Drei-Sterne-Restaurant Goldener Flug in Köln. Im Jahr 1999 übernahm er die Position des Küchendirektors. In dieser Funktion koordinierte er den gesamten kulinarischen Betrieb, der das Hotelrestaurant Silberberg, den Veranstaltungs- und Cateringbereich sowie die hauseigene Kochschule umfasst. Insgesamt unterstanden ihm in diesem Bereich über 80 Mitarbeiter.

Zusätzlich begleitete er den Aufbau der Betriebskantinen und verantwortete Großveranstaltungen außerhalb des Hotels. Zu seinen Projekten gehörten unter anderem die Umsetzung eines Menüs für 1800 Gäste in einem Industrieunternehmen sowie das Catering für das Land Baden-Württemberg während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006.

Fokus auf die Nachwuchsförderung

Ein wesentlicher Schwerpunkt seiner Tätigkeit lag auf der Ausbildung junger Talente. Unter Reidts Leitung festigte das Fünf-Sterne-Superior-Hotel seinen Ruf als Kaderschmiede für die Gastronomie. Viele der von ihm betreuten Auszubildenden erzielten Spitzenplatzierungen bei IHK-Prüfungen und Branchenwettbewerben auf Landes- und Bundesebene. Für sein Engagement wurde Reidt in der Vergangenheit mit dem Leaders Award als Ausbilder des Jahres ausgezeichnet.

Der scheidende Küchendirektor betont die Bedeutung der Leistungsentwicklung: „Ich wollte bei unseren Auszubildenden die Leidenschaft für diesen schönen Beruf wecken – die Liebe zu guten Zutaten und den Ehrgeiz, sich durch Leistung weiterzuentwickeln“, so Reidt. Sein Nachfolger im Amt stammt ebenfalls aus den Reihen der im Haus ausgebildeten Fachkräfte.

Kontinuität trotz Zäsur

Inhaber Heiner Finkbeiner würdigte Reidt als tragende Säule des Hauses, die durch Konstanz und Loyalität überzeugt habe. Auch in Krisenzeiten, wie dem Brand des Stammhauses im Januar 2020, war Reidt eine zentrale Figur im Teamgefüge. Der künftige Ruhestand markiert für das Hotel eine Zäsur, die jedoch durch die angekündigte beratende Tätigkeit Reidts abgemildert wird. Er wird dem Küchenteam weiterhin mit seiner Expertise zur Seite stehen, während er gleichzeitig die Verantwortung an die nächste Generation übergibt.


 

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