Die neue Nationale Tourismusstrategie ist beschlossen. Mit dem Ziel, den Tourismusstandort Deutschland nachhaltig zu stärken, setzt die Bundesregierung auf eine Kombination aus Bürokratieabbau, steuerlichen Erleichterungen und einer Flexibilisierung des Arbeitsmarktes.
Eine breite Allianz von Wirtschaftsverbänden fordert in einem Brandbrief den Stopp der Potsdamer Verpackungssteuer. Sie warnen vor Preissteigerungen von bis zu 50 Prozent und bezweifeln den ökologischen Nutzen der Abgabe.
Der Landtag von Baden-Württemberg hat den Weg für die Rückerstattung von Corona-Soforthilfen frei gemacht. Wer vor dem 8. April 2020 Anträge stellte und bereits Geld zurückgezahlt hat, erhält dieses nun inklusive Zinsen zurück – allerdings erst nach einem noch einzurichtenden Antragsverfahren.
Mit Anwälten und Abmahnungen kämpfen die Oktoberfestwirte gegen den illegalen Weiterverkauf von Tischreservierungen. Nachdem erste Urteile gegen horrende Preise gefallen sind, warnen Stadt und Wirte nun gemeinsam: Gültig sind nur Original-Reservierungen.
Mitten in den Koalitionsverhandlungen melden sich auch die führenden deutschen Wirtschaftsforscher zu Wort: Die Reformen der Agenda 2010 dürften nicht zurückgenommen oder verwässert werden. Beim Mindestlohn waren sich die Wirtschaftsweisen da schon nicht mehr so einig. Die Mehrheit der Sachverständigen sieht keinen sozialpolitischen Bedarf, einen so hohen flächendeckenden Mindestlohn einzuführen. Peter Bofinger hingegen nannte eine Untergrenze von 8,50 Euro vertretbar.
Nachdem Sigmar Gabriel beim Gewerkschaftstag der NGG auf den Mindestlohn pochte, wollte natürlich auch Alexander Dobrindt die Lieblingsforderung seiner Partei erneut unterstreichen: Die Maut werde kommen, stellte der CSU-Generalsekretär gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung klar. Die SPD hatte zuvor die Beratungen in der Arbeitsgruppe Verkehr abgebrochen, da es bei Fragen zur PKW-Maut zum Streit gekommen war.
Der Dehoga Baden-Württemberg hat mit seinem „Ausbildungsversprechen“ eine Initiative ins Leben gerufen, die die Qualität der Ausbildung in Hotellerie und Gastronomie verbessern soll. Diese freiwillige Selbstverpflichtung kritisiert jetzt die Hoteldirektorenvereinigung (HDV). Das Ausbilderversprechen enthalte lediglich Punkte, die selbstverständlich sein sollten, oftmals aber missachtet würden. In der Hotellerie brauche es Kontrollmechanismen, die gewährleisten würden, dass gesetzliche Vorgaben tatsächlich eingehalten würden, so der HDV mit Verweis auf sein eigenes Ausbildungssiegel.
Ganze 22 Jahre war der NGG-Dauervorsitzende Franz-Josef Möllenberg am Drücker – doch damit ist nun Schluss. Möllenberg geht in Rente. Seit gestern wird Deutschlands älteste Arbeitnehmerorganisation nun von einer Frau geführt: Michaela Rosenberger. Die 53-jährige Hotelfachfrau ist staatlich geprüfte Betriebswirtin und arbeitete bereits als Geschäftsführerin eines Hamburger Hotels sowie als Dozentin für Arbeitsrecht an der Hotelfachschule Hamburg.
Die Koalitionsverhandlungen haben bei den strittigen Themen noch immer kein Ergebnis gebracht. Nun meldete sich SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel zu Wort und bekräftigte, dass es zumindest beim Mindestlohn keine Abstriche geben werde. Es gebe keine große Koalition mit der Zustimmung der SPD ohne einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn und ohne eine Verbesserung der Allgemeinverbindlichkeit für Tarifverträge, so Gabriel auf dem Gewerkschaftstag der NGG.
Die Sieger der 34. Deutschen Jugendmeisterschaften in den gastgewerblichen Ausbildungsberufen stehen fest. Janina Deutelmoser vom Romantik Hotel Waldhorn in Ravensburg setzte sich bei den Hotelfachleuten durch. Yvonne Klumpp vom Brenner´s Park-Hotel & Spa Baden-Baden überzeugte als beste Restaurantfachfrau. Angelika Ziegler vom Forsters Posthotel in Donaustauf holte die Goldmedaille bei den Köchen. Auf den ersten Platz in der Mannschaftswertung schaffte es das Team aus Baden-Württemberg.
Die traditionell hohe Winterarbeitslosigkeit im Gastgewerbe ist nicht notwendig – zumindest, wenn es nach Margit Haupt-Koopmann von der Bundesagentur für Arbeit geht. So werde noch zu wenig Gebrauch von Arbeitszeitkonten oder branchenübergreifenden Projekten gemacht. Besonders Modelle wie auf Rügen seien gut vorstellbar, wo Callcenter sowie Hotels und Gaststätten gemeinsam für eine ganzjährige Beschäftigung der Mitarbeiter sorgen.
Wer in Thüringen ein kühles Bier am Tresen trinken möchte, sollte sich auf die Großstädte konzentrieren. Nach Angaben des örtlichen Dehoga mussten in den vergangenen Jahren 500 Kneipen schließen – und besonders dramatisch sei es auf den Dörfern. Ursachen gibt es dafür offenbar mehrere: vom Bevölkerungsrückgang in ländlichen Regionen bis hin zu Veränderungen in Arbeitswelt und Freizeitverhalten.