Aiwanger: Novemberhilfen hoffentlich noch im Januar

| Politik Politik

Die Auszahlung der Novemberhilfen für Unternehmen verzögert sich weiter. «Der Bund kann den Ländern die dafür notwendige Software noch nicht zur Verfügung stellen», teilte das bayerische Wirtschaftsministerium am Dienstag mit. Die Länder bräuchten sie schnellstens - «nicht erst irgendwann, sondern hoffentlich noch im Januar», sagte Minister Hubert Aiwanger (Freie Wähler).

«Auch in Bayern warten viele Unternehmen händeringend auf die Novemberhilfen», sagte Aiwanger. Die bisherigen Abschlagszahlungen reichten vor allem für größere Betriebe nicht, um die Fixkosten zu decken. Deshalb fordere er von der Bundesregierung «bei größeren Betrieben mindestens bis zu 100 000 Euro schnell aufs Konto und zeitnahe Endabrechnung». Die Bundesregierung plant, die Abschlagszahlungen von bisher maximal 10 000 auf maximal 50 000 Euro erhöhen.

Die größten bayerischen Wirtschafts- und Bankenverbände arbeiten inzwischen an einer eigenen Überbrückungsfinanzierung für die vom Teil-Lockdown betroffenen Betriebe im Freistaat. Die Bearbeitung der Anträge für die Novemberhilfe sei nach derzeitigem Stand erst ab Mitte Januar möglich - nicht nur wegen der IT-Umsetzung durch den Bund, sondern auch wegen offener Abwicklungsdetails und EU-rechtlicher Genehmigungen, erklärten der Bayerische Industrie- und Handelskammertag, der Bayerische Handwerkstag, die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, der Bayerische Bankenverband, der Sparkassenverband Bayern, der Genossenschaftsverband Bayern und die Steuerberaterkammern München und Nürnberg. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Mit gezielten Hilfen für den Tourismussektor hat die Regierung der EU-Inselrepublik Zypern ein Maßnahmenpaket zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen des Nahostkonflikts geschnürt.

Die Gewerkschaft NGG und der DEHOGA Niedersachsen haben sich auf einen neuen Entgelttarifvertrag geeinigt, der Lohnsteigerungen in zwei Stufen vorsieht. Auch die Vergütungen für Auszubildende werden bis 2028 schrittweise angehoben.

In der Schweiz wird im Juni 2026 über eine Begrenzung der Bevölkerungszahl abgestimmt. Ein Zusammenschluss der Tourismuswirtschaft stellt sich dagegen und sieht laut Mitteilung mögliche Auswirkungen auf Arbeitsmarkt, internationale Abkommen und den Tourismussektor.

Der Bayerische Landtag hat eine Reform des Zweckentfremdungsgesetzes beschlossen. Künftig können Kommunen eine Registrierungspflicht für Kurzzeitvermietungen einführen und auf Vermietungsdaten zugreifen.

Der Stadtrat der Stadt Zürich hat eine Volksinitiative zur Regulierung von Kurzzeitvermietungen für gültig erklärt und unterstützt deren Ziele. Gleichzeitig ist ein Gegenvorschlag im Zusammenhang mit einer Bauordnungsrevision geplant.

Die Tarifgespräche im Gastgewerbe von Rheinland-Pfalz sind ohne Einigung beendet. Der DEHOGA erklärt die Verhandlungen mit der NGG für gescheitert und empfiehlt den Betrieben eine freiwillige Lohnerhöhung von 3,5 Prozent.

Potsdam plant eine Verpackungssteuer gegen Müllberge noch in diesem Jahr. Andere Städte in Brandenburg zweifeln an der Abgabe: zu hoher Aufwand, zu wenig Wirkung.

Das Europäische Parlament hat neue Regeln für Pauschalreisen beschlossen. Während der Deutsche Reiseverband die Sachlage im Vorfeld überwiegend positiv bewertet, sieht die Hotellerie noch offene Fragen bei einzelnen Vorgaben der Richtlinie.

Weniger Bürokratie, längere Öffnungszeiten: Ein neues Gesetz soll Berlins Gastronomie entlasten und den Service für Gäste verbessern. Was sich für Betreiber und Besucher ändern könnte.

Berliner Restaurants, Cafés und Kneipen sollen ihre Gäste in Zukunft länger auch vor der Türe bedienen dürfen. Das steht im Entwurf eines Gaststättengesetzes, den der Senat auf den Weg brachte.