Ampel will mit mehr Einwanderung Mangel an Fachkräften entgegenwirken

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Die Ampel-Koalition will dem Mangel an Fachkräften in Deutschland entgegenwirken. Deutschland brauche mehr Arbeitskräfteeinwanderung, heißt es in dem am Mittwoch von SPD, Grünen und FDP vorgelegten Koalitionsvertrag. Das Einwanderungsrecht solle weiterentwickelt werden. Neben dem bestehenden Recht solle mit der Einführung einer «Chancenkarte» auf Basis eines Punktesystems eine zweite Säule etabliert werden, um Arbeitskräften zur Jobsuche den gesteuerten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

«Die Blue Card werden wir im nationalen Recht auf nicht-akademische Berufe ausweiten», heißt es. Voraussetzung werde ein konkretes Jobangebot zu marktüblichen Konditionen sein. Zugleich sollten Hürden bei der Anerkennung von Bildungs- und Berufsabschlüssen aus dem Ausland abgesenkt werden.

Der Mangel an qualifizierten Fachkräften in vielen Branchen könne eines der größten Hindernisse für Wirtschaftswachstum und für die Sicherung von Wohlstand sein, heißt es im Koalitionsvertrag. Die neue Bundesregierung wolle daher die Fachkräftestrategie und die Weiterbildungsstrategie weiterentwickeln. Zu wesentlichen Bausteinen zählen demnach neben mehr Einwanderung höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen. Für berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildung brauche es einen neuen Schub.

Personalengpässe in Unternehmen nehmen aus Sicht der deutschen Wirtschaft zu. Es werde für Firmen immer mühsamer, sich dagegen zu stemmen, hatte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Achim Dercks, am Montag gesagt. Der DIHK spricht in einem Report von gravierenden Folgen. Mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz seien zwar Möglichkeiten geschaffen worden, um die Zuwanderung aus Nicht-EU-Staaten zu erleichtern. Das Gesetz müsse aber noch seinen Praxistest bestehen, so Dercks. (dpa)


 

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