Bamberg verschärft Regeln für neue Ferienwohnungen in weiten Teilen der Stadt

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Die Stadt Bamberg will die Umwandlung von Wohnraum in Ferienwohnungen künftig in weiten Teilen des Stadtgebiets unterbinden. Wie die Stadt mitteilt, hat der Bau-, Konversions- und Werksenat neue Bebauungspläne sowie Veränderungssperren auf den Weg gebracht. Ziel sei es, dringend benötigten Wohnraum langfristig für die Bevölkerung zu sichern. Die Maßnahmen wurden nach Angaben der Stadt am 13. Juli 2026 beschlossen.

Neue Bebauungspläne sollen Wohnraum dauerhaft vor Umwandlung schützen

Nach Angaben der Stadt erfassen die neuen Regelungen große Teile der Bergstadt, Inselstadt und Gärtnerstadt sowie weitere innenstadtnahe Wohn- und Mischgebiete. Der Geltungsbereich umfasse rund 516 Hektar einschließlich des UNESCO-Welterbebereichs. In diesem Gebiet sollen künftig grundsätzlich keine neuen Ferienwohnungen mehr eingerichtet werden, damit Wohnraum nicht dauerhaft dem regulären Wohnungsmarkt entzogen werde.

Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier wird von der Stadt mit den Worten zitiert: „Wohnraum ist zu wertvoll, um ihn dauerhaft dem Wohnungsmarkt zu entziehen. Deshalb schaffen wir jetzt ein weiteres umfangreiches und rechtssicheres Instrument, um der Umwandlung von Wohnungen in Ferienunterkünfte entgegenzutreten.“

Bestehende Ferienwohnungen bleiben von den neuen Vorgaben ausgenommen

Bereits genehmigte Ferienwohnungen genießen den Angaben zufolge Bestandsschutz und dürfen weiterhin betrieben werden. Von den neuen Regelungen nicht betroffen seien außerdem Hotels, Pensionen und andere klassische Beherbergungsbetriebe. Die Stadt verfolge nach eigenen Angaben bewusst einen großflächigen Ansatz, damit sich Ferienwohnungen nicht lediglich in benachbarte Stadtviertel verlagerten.

Darüber hinaus sollen künftig auch weitere Nutzungen städtebaulich einheitlich geregelt werden. Dazu zählten unter anderem Spielhallen, Wettbüros sowie bestimmte gewerbliche Nutzungen mit sexuellem Charakter. Mehrere ältere Bebauungspläne sollen durch ein neues, einheitliches Regelwerk ersetzt werden.

Veränderungssperren sichern laufende Planungen gegen neue Vorhaben ab

Um während des Planungsverfahrens Vorhaben zu verhindern, die den neuen Zielen widersprechen könnten, habe der Senat zusätzlich Veränderungssperren beschlossen, berichtet die Stadt. Baureferentin Annegret Michler erklärt dazu: „Wohnraum ist in Bamberg ein knappes Gut. Mit den Bebauungsplänen schaffen wir klare und rechtssichere Rahmenbedingungen und verhindern, dass weiterer Wohnraum schrittweise dem Markt entzogen wird.“

Die Maßnahmen sollen sich zudem nicht auf die Innenstadt beschränken. Nach Angaben der Stadt wurde auch für das Wohngebiet an der Eichendorffstraße eine Veränderungssperre beschlossen, um dort künftig Ferienwohnungen und kleinere Beherbergungsbetriebe auszuschließen. Auch die Bebauungspläne für den Lagarde-Campus seien entsprechend angepasst worden. Dort sollen Ferienwohnungen und vergleichbare Kurzzeitvermietungen künftig ebenfalls ausgeschlossen werden, damit sich das Quartier dauerhaft als Wohn- und Arbeitsstandort entwickeln könne.

Nach Angaben der Stadt ergänzen die neuen Bebauungspläne bereits bestehende Instrumente zum Schutz des Wohnungsmarktes. Ferienwohnungen seien in einzelnen Baugebieten bereits zuvor ausgeschlossen oder über Sanierungsgebiete und Erhaltungssatzungen reguliert worden.

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