Bayern ändert Gesetz: Ungeimpfter Fußballer Kimmich darf jetzt im Hotel übernachten

| Politik Politik

Eigentlich gilt in Hotels in Bayern die 2G-Regel. Doch das entsprechende Gesetz wurde jetzt in einer nächtlichen Sitzung geändert. Nicht geimpfte und nicht genesene Gäste können nun für zwingend erforderliche und unaufschiebbare nichttouristische Beherbergungsaufenthalte Zugang erhalten. Sprich: Kimmich kann jetzt in Augsburg im Hotel übernachten.

Geschlafen wird im Augsburger Hotel "Maximilian´s", in dem mittlerweile die eigentlich 2G-Regel gilt. Und so hieß es bis vor wenigen Tagen, dass Joshua Kimmich, Serge Gnabry, Jamal Musiala und Eric Maxim Choupo-Moting, die, Berichten zufolge, bisher nicht geimpft sind, sich einen anderen Schlafplatz hätten suchen müssen. So bestätigte ein Hotel-Mitarbeiter der Bild, dass es auch für Fußballstars keine Ausnahme gebe.

Kimmich reist beruflich nach Augsburg

Laut dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) wurde die Verordnung zur Änderung der vierzehnten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in dieser Woche angepasst. Demnach gilt nun statt der bisherigen 2G-Regelung eine Ausnahmeregelung für beruflich Reisende. Darin heißt es:

"Nicht geimpfte und nicht genesene Gäste können nun für zwingend erforderliche und unaufschiebbare nichttouristische Beherbergungsaufenthalte Zugang erhalten. Diese Gäste müssen bei der Ankunft und dann alle 72 Stunden einen PCR-Testnachweis vorlegen". Zitat aus der neuen Verordnung

Die Regelung betrifft laut DEHOGA damit nicht nur beruflich Reisende, sondern auch Teilnehmer einer Beerdigung, von Prüfungen und mehrtägigen Fortbildungen.

Nach dem positiven Corona-Test von Nationalspieler Niklas Süle mussten auch die drei ebenfalls zur Nationalelf gereisten Bayern-Profis Kimmich, Jamal Musiala und Serge Gnabry zunächst in Quarantäne. Gleiches galt für Süles Bayern-Kollegen Eric Maxim Choupo-Moting. 

Kimmich hatte zuvor für Aufsehen gesorgt, als er einräumte, nicht gegen das Coronavirus geimpft zu sein, weil er Langzeitfolgen fürchtet. Süle war im Kreis der Nationalmannschaft trotz vollständiger Impfung positiv getestet worden.

Für die meisten Nicht-Geimpften soll es bei Verdienstausfällen, die wegen einer angeordneten Quarantäne entstehen, seit dem 1. November an keine Entschädigung mehr geben. Greifen soll dies für alle, für die es eine Impfempfehlung gegen das Coronavirus gibt und die sich auch impfen lassen können. (mit dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ein Pariser Gericht hat eine Immobiliengesellschaft zu einer Geldstrafe von 585.000 Euro verurteilt, weil ein Gebäude im 9. Arrondissement ohne Genehmigung in Touristenunterkünfte umgewandelt wurde. Wie die Stadt Paris laut Mitteilung erklärte, handelt es sich um die bislang höchste verhängte Strafe in einem solchen Fall.

Die Bundesregierung plant die Einführung einer «Zuckerabgabe». Zur Konsolidierung des Haushalts ist daneben eine Erhöhung der Alkohol- und Tabaksteuer sowie der Abbau von Finanzhilfen geplant, wie es aus Kreisen des Finanzministeriums hieß. 

Mehr Transparenz auf der Speisekarte – oder mehr Bürokratie in der Küche? Die geplante Tierhaltungskennzeichnung spaltet die Branche. Zwischen politischem Anspruch und betrieblicher Realität geht es um mehr als nur ein Label. Ein Kommentar von Marc Schnerr.

Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Rheinland-Pfalz ist gegen die Einführung einer Bettensteuer. Der Verband plädiert dagegen für einen zweckgebundenen Gästebeitrag.

Die Europäische Union hat sich vorläufig auf eine Reform der Koordinierung der Sozialversicherungssysteme verständigt. Wie aus einer Mitteilung des Geschäftsreiseverbades BT4Europe hervorgeht, betrifft die Einigung insbesondere die Abschaffung der A1-Bescheinigung für kurzfristige grenzüberschreitende Geschäftsreisen.

Caroline von Kretschmann äußert sich zur Entlastungsprämie und nennt eine Beispielrechnung: Für die Auszahlung an alle Mitarbeiter wären 3,3 Millionen Euro zusätzlicher Umsatz erforderlich. Auch der DEHOGA Hessen kritisiert das Maßnahmenpaket der Bundesregierung.

Als Reaktion auf gestiegene Kosten durch den Iran-Krieg ermöglicht die Koalition eine steuerfreie Krisenprämie für Arbeitnehmer. Die Wirtschaft hat aber schon verhalten reagiert.

Der Kanzler hat mit einer Äußerung zur gesetzlichen Rente für Empörung gesorgt. Auf dem CDA-Kongress versucht er, die Gemüter zu beruhigen. Und er hat eine Botschaft für den Koalitionspartner.

Sollten Steueraufschläge für Cola und Limo kommen, um Anreize für gesündere Ernährung zu setzen? Die Gesundheitsministerin ist dafür. Doch das letzte Wort in der Regierung ist noch nicht gesprochen.

Ein Verbändebündnis warnt vor einer Ausweitung der Kennzeichnung der Tierhaltung auf verarbeitete Lebensmittel und die Gastronomie. Die Verbände befürchten steigende Preise für Verbraucher und einen bürokratischen Mehraufwand für die Betriebe.