Bundesregierung plant klimaneutrale Luftfahrt

| Politik Politik

Die Koordinatorin der Bundesregierung für die deutsche Luft- und Raumfahrt, Dr. Anna Christmann MdB, und der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Verkehr, Oliver Luksic MdB, haben die Maßnahmen der Bundesregierung im Bereich Klimaneutralität in der Luftfahrt vorgestellt. Dazu wurde ein in den letzten Wochen erarbeitetes Papier der Bundesregierung präsentiert, das die gemeinsamen Aktivitäten und Ansatzpunkte für die kommenden vier Jahre umreißt.

Dr. Christmann: „Die Zukunftstechnologien der Luftfahrt zur Einsparung von Klimagasen sind der Schlüssel für einen erfolgreichen Standort und die Erreichung der Pariser Klimaziele. Noch vor der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA, die morgen hier in Berlin beginnt, machen wir deutlich, dass die Bundesregierung die Transformation zur Klimaneutralität in der Luftfahrt entschlossen angeht – und das im engen Schulterschluss über alle beteiligten Ressorts. Die Entwicklungszyklen in der Luftfahrt sind lang, sodass wir jetzt die Schalter umlegen müssen. Wir werden den Hochlauf für grüne Kraftstoffe beschleunigen mit Projekten wie unserem PtX-Lab in der Lausitz, einem neuen Förderkonzept für die Erzeugung von strombasierten Kraftstoffen und der Vertankung in der Bundesflotte. Das Luftfahrtforschungsprogramm richten wir stärker auf des Ziel des klimaneutralen Fliegens aus. Eine gemeinsame Kraftanstrengung ist nötig, um das Ziel einer klimaneutralen Luftfahrt möglichst schnell und umfassend zu erreichen.“

Staatssekretär Luksic: „Die Menschen wollen reisen und fliegen. Das muss sicher und nachhaltig möglich sein. Deshalb setzen wir auf Innovation bei neuen Flugzeugen sowie auf synthetisches Kerosin. Wichtig dabei: Die Zukunft des klimaneutralen Fliegens wird in Deutschland gemacht. Mit unserer vierstufigen Förderung decken wir den kompletten Entwicklungszyklus ab: von der Grundlagenforschung zu klimaneutralen Kraftstoffen bis hin zur Antriebs- und Anlagenförderung. Im Schulterschluss mit einer leistungsfähigen Luftfahrtindustrie am Standort Deutschland schaffen wir die technischen Grundlagen für marktfähige Lösungen des CO2-neutralen Fliegens von morgen.“

Ausgehend von den Verabredungen des Koalitionsvertrages identifiziert das Gemeinsame Papier die Handlungsfelder, die für eine schnelle Umsetzung der Klimaneutralität in der Luftfahrt von hervorgehobener Bedeutung sind. Diese reichen von wirkungsvollen Instrumenten auf europäischer und internationaler Ebene zur CO2-Bepreisung über Maßnahmen zur Technologieförderung im Bereich disruptiver Antriebe bis hin zu einer Förderung des Markhochlauf von erneuerbarem Kerosin (PtL: Power to Liquid).

Die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen will die Bundesregierung zudem im Rahmen eines regelmäßigen Dialogs mit den Stakeholdern der Branche nachhalten.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Schweizer Nationalrat hat eine Verlängerung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes für Beherbergungsleistungen bis Ende 2035 abgelehnt. HotellerieSuisse kritisiert die Entscheidung. Nach der Entscheidung des Nationalrates wird sich nun der Ständerat mit der Vorlage befassen.

Marmelade kehrt zurück, Honig wird transparent: Die reformierten EU-Frühstücksrichtlinien bringen ab Juni 2026 neue Kennzeichnungspflichten auf das Buffet. Warum die strengeren Herkunftsangaben beim Honig den Einkauf verändern und neue Chancen für regionale Frühstückskonzepte bieten.

Der Deutsche Tourismusverband fordert anlässlich einer Bundestagsanhörung eine langfristige Absicherung der Finanzierung für die touristische Infrastruktur: Nur mit verlässlichen Förderinstrumenten könnten die Ziele der Nationalen Tourismusstrategie realisiert werden.

Die EU-Kommission hat erstmals Strategien für Inseln und Küstenregionen vorgestellt. Im Fokus stehen touristisch geprägte Gebiete, die mit Klimawandel, Wohnraummangel, saisonalen Arbeitsmärkten und einer hohen Abhängigkeit vom Tourismus konfrontiert sind.

Der Hotelverband Deutschland fordert eine Klarstellung der EU-Kommission zur Auslegung der Verpackungsverordnung PPWR. Nach Ansicht des Verbands könnten Hotels und Gastronomiebetriebe sonst fälschlicherweise als Hersteller von Verpackungen eingestuft werden.

Die Europäische Kommission hat wegen der Registrierungspflicht für Reisende ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Spanien eingeleitet. Die spanischen Hotelverbände FEHM und CEHAT begrüßen den Schritt und fordern die sofortige Aufhebung der Regelung.

Ein Bündnis aus 14 Wirtschaftsverbänden fordert die Bundesregierung zur Modernisierung des Arbeitszeitrechts auf. Im Zentrum steht die Forderung nach einer Umstellung auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit.

Der Deutsche Tourismusverband fordert angesichts steigender kommunaler Kosten eine breitere Finanzierungsbasis für touristische Infrastrukturen. Dabei werden insbesondere Gästebeiträge und Tourismusabgaben als Mittel zur Sicherung der regionalen Attraktivität hervorgehoben.

Wie schon 2015 scheitert Hamburg mit seinen Olympia-Plänen am Willen der Bevölkerung. Das ist auch eine Niederlage für den Senat und seinen Bürgermeister Peter Tschentscher. Wirtschaftsverbände bedauerten das Nein zu Olympia.

Urlaub in Deutschland könnte für viele angesichts der angespannten Weltlage eine realistische Option werden. Profitieren dürften nach Ansicht des Tourismus-Koordinators vor allem küstennahe Regionen.