DEHOGA Bayern fordert schnellere Impfung für Mitarbeiter in Hotels und Gaststätten

| Politik Politik

Nachdem es sich abzeichnet, dass besonders empfindliche Personengruppen durchgeimpft und mehr Impfstoffkapazitäten vorhanden sind, fordert der DEHOGA Bayern Erwerbstätigen im Gastgewerbe eine höhere Priorisierung hinsichtlich der Impfreihenfolge einzuräumen.

„Die Gesundheit unserer Mitarbeiter und Gäste steht bei uns immer an erster Stelle“, betont Präsidentin Angela Inselkammer, „auch wenn wir in unserer Branche höchste Schutz- und Hygienekonzepte anwenden, die nachweislich sichere Aufenthalte ermöglichen, sind wir eine Branche mit hoher Kontaktfrequenz. Dies muss bei der Impfreihenfolge entsprechend berücksichtigt werden.“

Für Inselkammer kommt aber noch ein zweites Argument zum Tragen: „Nachdem das Gastgewerbe als „Sonderopfer“ schließen musste, um Bewegungsmöglichkeiten im Land einzuschränken und dadurch anderen Wirtschaftsbereichen ein Weiterarbeiten zu ermöglichen, darf die Branche jetzt, wo eine Öffnung in Aussicht gestellt wurde, beim Impfen nicht vergessen werden."

"Nach knapp fünf Monaten Dauerlockdown ist der Hauptleistungsträger von Bayerns Leitökonomie Tourismus existenziell bedroht. Wollen wir nicht Insolvenzen von Betrieben in allen Regionen riskieren, die landauf, landab 477.000 Menschen einen Vollerwerb sichern, müssen wir sie jetzt auch beim Impfen entsprechend ihrer Kontakthäufigkeit vorrangig behandeln. Die Branche will sich aus eigener Kraft retten, hierzu bedarf es aber der Möglichkeit endlich wieder arbeiten zu dürfen und auch beim Impfen vorne dran zu sein.“ (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft warnt vor wirtschaftlichen Folgen zentraler AfD-Positionen. Im Mittelpunkt stehen Zuwanderung, offene Grenzen und eine mögliche Abkehr vom Euro.

Der Schweizer Ständerat hat einer Verlängerung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes für Beherbergungen um acht Jahre zugestimmt. HotellerieSuisse fordert nun den Nationalrat zum Mitziehen auf.

Eine Preisstudie im Auftrag der NGG zeigt nach der Mehrwertsteuersenkung zum Jahresbeginn kaum günstigere Restaurantgerichte. Die Gewerkschaft sieht die Entlastung der Gäste als ausgeblieben an. Der DEHOGA widerspricht: Die Steuersenkung sei kein Preissenkungsprogramm, sondern sichere Betriebe und stabilisiere Preise.

Das Schweizer Parlament will freiwillige Trinkgelder von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen ausnehmen – auch bei elektronischer Zahlung. Der Bundesrat lehnt eine generelle Ausnahme ab und warnt vor möglichen Folgen für die soziale Absicherung.

Die Bundesregierung plant neue Vorgaben für das Bezahlen in Deutschland. Geschäfte, Restaurants und Dienstleister sollen ab 2027 neben Bargeld mindestens eine digitale Bezahlmöglichkeit anbieten. Welche Verfahren akzeptiert werden müssen und welche Ausnahmen vorgesehen sind.

Die britische Regierung will Regionalbürgermeistern in England künftig die Möglichkeit geben, eine Abgabe auf Übernachtungen zu erheben. Entsprechende Pläne für die sogenannte Touristensteuer stellte nun Wohnungsbauministerin Angela Rayner vor.

Ein politischer Appell des DEHOGA Sachsen-Anhalt, im Nachgang der Landtagswahlen, sorgt für heftigen Streit: Rund 1.700 Kommentare haben sich unter dem Facebook-Beitrag gesammelt. Während einige Nutzer ankündigen, das Bundesland als Reiseziel zu meiden, werfen andere dem Verband vor, Hotellerie und Tourismus zu schaden.

Ferienwohnungen für Touristen, steigende Mieten für Einheimische: In vielen europäischen Städten wächst der Druck auf den Wohnungsmarkt. Die Europäische Kommission will Kommunen und Behörden deshalb einen rechtssicheren Rahmen an die Hand geben, um Kurzzeitvermietungen über Plattformen wie Airbnb und Booking stärker zu begrenzen. 

Klare Ansage der Potsdamer Wirtschaft: 85 Prozent der 110 teilnehmenden Unternehmen lehnen die Einführung der kommunalen Verpackungssteuer ab. Das ist das zentrale Ergebnis einer gemeinsamen Mitgliederbefragung verschiedener Verbände.

Hürden für einen gelungenen Einstieg ins Berufsleben müssen abgebaut werden, sagt der Gewerkschaftsbund. Auch auf hohe Lebenshaltungskosten müsse reagiert werden. Wie sich der DGB das vorstellt.