Dehoga Brandenburg entsetzt über 2G-Regel für Gastronomie und Hotels

| Politik Politik

Der Brandenburger Dehoga hat entsetzt auf die neue Corona-Eindämmungsverordnung des Landes reagiert. Demnach dürfen nur Geimpfte oder Genesene Gaststätten und Hotels besuchen, ein negativer Corona-Test reicht nicht mehr aus.

«Die neue Verordnung ist der verzweifelte Versuch, die Versäumnisse der Politik auf den letzten Metern zu lösen - mal wieder auf dem Rücken der Branche, die bisher schon die Hauptlast der Krise zu tragen hatte», sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführer Olaf Lücke am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Seit der Verkündung der Verordnung am Donnerstag gingen bei den Unternehmen Stornierungen von Betriebsfeiern und Übernachtungen «in Größenordnungen» ein.

«Ich verstehe nicht, dass man unsere Branche wieder zum Sündenbock macht, ohne dass es einen Beleg dafür gibt, dass Gastronomie und Hotels nennenswert zu Infektionen beitragen», kritisierte Lücke. Die Branche sei kein Pandemietreiber, betonte er.

Die Politik hätte viel frühzeitiger mit einer besseren Impf- und Teststrategie der erwarteten vierten Welle entgegensteuern müssen, meinte Lücke. Auch in den Schulen und Pflege-Einrichtungen hätte es bessere Schutzkonzepte geben müssen. Stattdessen würden in diesem Winter erneut massive Umsatzeinbrüche im Hotel- und Gaststättengewerbe riskiert, klagte der Hauptgeschäftsführer. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Berlin führt eine Ausbildungsplatzumlage für Unternehmen ein. Wirtschaftsverbände kritisieren die Abgabe und sprechen von zusätzlichen Belastungen für Betriebe.

Mit gezielten Hilfen für den Tourismussektor hat die Regierung der EU-Inselrepublik Zypern ein Maßnahmenpaket zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen des Nahostkonflikts geschnürt.

Die Gewerkschaft NGG und der DEHOGA Niedersachsen haben sich auf einen neuen Entgelttarifvertrag geeinigt, der Lohnsteigerungen in zwei Stufen vorsieht. Auch die Vergütungen für Auszubildende werden bis 2028 schrittweise angehoben.

In der Schweiz wird im Juni 2026 über eine Begrenzung der Bevölkerungszahl abgestimmt. Ein Zusammenschluss der Tourismuswirtschaft stellt sich dagegen und sieht laut Mitteilung mögliche Auswirkungen auf Arbeitsmarkt, internationale Abkommen und den Tourismussektor.

Der Bayerische Landtag hat eine Reform des Zweckentfremdungsgesetzes beschlossen. Künftig können Kommunen eine Registrierungspflicht für Kurzzeitvermietungen einführen und auf Vermietungsdaten zugreifen.

Der Stadtrat der Stadt Zürich hat eine Volksinitiative zur Regulierung von Kurzzeitvermietungen für gültig erklärt und unterstützt deren Ziele. Gleichzeitig ist ein Gegenvorschlag im Zusammenhang mit einer Bauordnungsrevision geplant.

Die Tarifgespräche im Gastgewerbe von Rheinland-Pfalz sind ohne Einigung beendet. Der DEHOGA erklärt die Verhandlungen mit der NGG für gescheitert und empfiehlt den Betrieben eine freiwillige Lohnerhöhung von 3,5 Prozent.

Potsdam plant eine Verpackungssteuer gegen Müllberge noch in diesem Jahr. Andere Städte in Brandenburg zweifeln an der Abgabe: zu hoher Aufwand, zu wenig Wirkung.

Das Europäische Parlament hat neue Regeln für Pauschalreisen beschlossen. Während der Deutsche Reiseverband die Sachlage im Vorfeld überwiegend positiv bewertet, sieht die Hotellerie noch offene Fragen bei einzelnen Vorgaben der Richtlinie.

Weniger Bürokratie, längere Öffnungszeiten: Ein neues Gesetz soll Berlins Gastronomie entlasten und den Service für Gäste verbessern. Was sich für Betreiber und Besucher ändern könnte.