DEHOGA Hessen: Überbrückungshilfen wirklichkeitsfremd

| Politik Politik

Hessens Hotel- und Gastronomieverband Dehoga fordert nachdrücklich weitere Hilfen für die Branche im Kampf gegen die enormen Einbußen durch die Corona-Pandemie. «Die Überbrückungshilfen des Bundes kommen bei der Breite der Unternehmen des Gastgewerbes überhaupt nicht an», sagte Präsident Gerald Kink der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. «Hier wurde ein Programm an der Wirklichkeit der Bedürfnisse und der Strukturen vieler Hotels und Gastronomiebetriebe vorbei kreiert.»

Wenn es einen ernstzunehmenden politischen Willen zur Rettung der Unternehmen in Hotellerie und Gastronomie gebe, dann müssten die Überbrückungshilfen auf Bundesebene grundlegend neu gefasst werden, mahnte Kink. Auch das Land Hessen sollte sich in den Herbst- und Wintermonaten finanziell engagieren. Mit den umfassenden Absagen sämtlicher Veranstaltungen von der Messe über Tagungen bis zu Weihnachtsmärkten und Karnevalsveranstaltungen sowie der fortdauernden Komplettschließung von Clubs und Diskotheken blicke die Branche «in den nahenden Abgrund eines wirtschaftlichen Totalausfalls».

Nach Angaben des Branchenverbands sind die coronabedingten Ausfälle in Hessen größer als im Bundesdurchschnitt. Das betreffe sowohl die Umsatzeinbußen von März bis August als auch nur die beiden Sommermonate Juli und August. Auch bei der Prognose für das Gesamtjahr sind die hessischen Betriebe pessimistischer: Während die gesamte Branche nach einer Umfrage des Verbands von Umsatzverlusten in Höhe von 50 Prozent für das gesamte Jahr ausgehen, liege dieser Wert in Hessen bei 54 Prozent. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Schweizer Nationalrat hat eine Verlängerung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes für Beherbergungsleistungen bis Ende 2035 abgelehnt. HotellerieSuisse kritisiert die Entscheidung. Nach der Entscheidung des Nationalrates wird sich nun der Ständerat mit der Vorlage befassen.

Marmelade kehrt zurück, Honig wird transparent: Die reformierten EU-Frühstücksrichtlinien bringen ab Juni 2026 neue Kennzeichnungspflichten auf das Buffet. Warum die strengeren Herkunftsangaben beim Honig den Einkauf verändern und neue Chancen für regionale Frühstückskonzepte bieten.

Der Deutsche Tourismusverband fordert anlässlich einer Bundestagsanhörung eine langfristige Absicherung der Finanzierung für die touristische Infrastruktur: Nur mit verlässlichen Förderinstrumenten könnten die Ziele der Nationalen Tourismusstrategie realisiert werden.

Die EU-Kommission hat erstmals Strategien für Inseln und Küstenregionen vorgestellt. Im Fokus stehen touristisch geprägte Gebiete, die mit Klimawandel, Wohnraummangel, saisonalen Arbeitsmärkten und einer hohen Abhängigkeit vom Tourismus konfrontiert sind.

Der Hotelverband Deutschland fordert eine Klarstellung der EU-Kommission zur Auslegung der Verpackungsverordnung PPWR. Nach Ansicht des Verbands könnten Hotels und Gastronomiebetriebe sonst fälschlicherweise als Hersteller von Verpackungen eingestuft werden.

Die Europäische Kommission hat wegen der Registrierungspflicht für Reisende ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Spanien eingeleitet. Die spanischen Hotelverbände FEHM und CEHAT begrüßen den Schritt und fordern die sofortige Aufhebung der Regelung.

Ein Bündnis aus 14 Wirtschaftsverbänden fordert die Bundesregierung zur Modernisierung des Arbeitszeitrechts auf. Im Zentrum steht die Forderung nach einer Umstellung auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit.

Der Deutsche Tourismusverband fordert angesichts steigender kommunaler Kosten eine breitere Finanzierungsbasis für touristische Infrastrukturen. Dabei werden insbesondere Gästebeiträge und Tourismusabgaben als Mittel zur Sicherung der regionalen Attraktivität hervorgehoben.

Wie schon 2015 scheitert Hamburg mit seinen Olympia-Plänen am Willen der Bevölkerung. Das ist auch eine Niederlage für den Senat und seinen Bürgermeister Peter Tschentscher. Wirtschaftsverbände bedauerten das Nein zu Olympia.

Urlaub in Deutschland könnte für viele angesichts der angespannten Weltlage eine realistische Option werden. Profitieren dürften nach Ansicht des Tourismus-Koordinators vor allem küstennahe Regionen.