DEHOGA plant Gütesiegel für Ausbildung in Hotels und Restaurants

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Die Ausbildung im Gastgewerbe soll moderner und qualitativ besser werden. Das kündigte der Präsident des DEHOGA Bundesverbands, Guido Zöllick, im Interview mit der AHGZ Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung (dfv Mediengruppe) an.

Zunächst plant der Verband ein bundesweites Gütesiegel für hochwertige Ausbildung. Derzeit gibt es viele unterschiedliche Zertifikate in diesem Bereich. Der Grundstein für das deutschlandweite Qualitätssiegel soll Mitte November bei der Delegiertenversammlung des DEHOGA gelegt werden. "Nach meiner Überzeugung wird das der Ausbildungsqualität im Gastgewerbe in Deutschland einen Schub verleihen", betonte Zöllick.

Darüber hinaus ist eine umfassende inhaltliche Modernisierung der Ausbildung geplant. "Die letzte Reform der Ausbildungsberufe und -inhalte fand 1998 statt", sagte der DEHOGA-Präsident. "Seit 2014 arbeiten wir intensiv und im Dialog mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und gemeinsam mit Experten aus der Branche und den Industrie- und Handelskammern an diesem Mammutprojekt." Die Neuordnung sei nun beim Bundeswirtschaftsministerium beantragt und soll innerhalb der nächsten zwei Jahre umgesetzt werden.

Diese Maßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund sinkender Ausbildungszahlen. Derzeit gibt es noch 53.000 Azubis im Gastgewerbe. In der Hochphase von 2005 bis 2008 waren es einmal mehr als 100.000 Lehrlinge. Für den Rückgang sieht Zöllick vor allem gesellschaftliche Gründe. "Der Hauptgrund ist, dass wegen des demographischen Wandels insgesamt weniger junge Menschen zur Verfügung stehen als vor zehn oder 20 Jahren." Auch andere Branchen hätten einen Bewerberrückgang. "Der Wettbewerb wird größer."

Als weiteren Grund nennt Zöllick, dass über viele Jahre hinweg propagiert worden sei, dass betriebliche Ausbildung nicht den gleichen Stellenwert hat wie ein Studium. "Wir müssen den Menschen begreiflich machen, dass die berufliche Bildung hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten für junge Menschen bietet", betonte der Präsident. An der Bezahlung liegt es nach Überzeugung Zöllicks jedoch nicht: "Unsere Ausbildungsvergütungen sind sehr gut vergleichbar mit anderen Branchen. Wir liegen hier im guten Mittelfeld." Im DEHOGA sind mehr als 60.000 Betriebe des Gastgewerbes organisiert. Die Branche setzt in Deutschland rund 90 Milliarden Euro im Jahr um und beschäftigt in den mehr als 220.000 Unternehmen rund 2,4 Millionen Menschen, davon sind mehr als 1,1 Millionen sozialversicherungspflichtige Jobs.


 

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