Dehoga Rheinland-Pfalz kritisiert 2G plus für Restaurants

| Politik Politik

Das Hotel- und Gastgewerbe in Rheinland-Pfalz hat die ab Samstag geltende Regelung kritisiert, dass Geimpfte und Genesene für einen Restaurantbesuch einen negativen Testnachweis brauchen. «Wir halten dieses zusätzliche Testerfordernis für völlig unverhältnismäßig und nicht notwendig», sagte der Präsident des Dehoga-Landesverbands, Gereon Haumann, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

In den letzten 20 Monaten sei von Hotels und Restaurants kein signifikantes Infektionsgeschehen ausgegangen, sagte Haumann. Gleichwohl gebe es bisher schon mit 2G, also dem Zugang nur für Geimpfte und Genesene, einen «richtigen Schlossriegel». Dieser werde jetzt mit 2G plus, Maskenpflicht beim Bewegen im Raum und einem Mindestabstand der Tische von 1,50 Metern weiter verstärkt. «Das sind enorme Erschwernisse und Beschränkungen für Gäste.»

Der Verband empfahl den Betrieben, Testmöglichkeiten am Eingang von Restaurants und Hotels bereitzustellen. Die Kosten dafür müssten Bund und Land übernehmen, forderte Haumann. Das zusätzliche Testerfordernis wird eingeführt, weil die Infektionszahlen hoch sind und inzwischen klar ist, dass auch Geimpfte und Genesene das Virus übertragen können.

In den vergangenen sieben Tagen habe es in der Branche bereits «eine Stornowelle sondergleichen» gegeben, sagte Haumann. Firmen und Familien hätten ihre Weihnachtsfeiern abgesagt. Er rief dazu auf, nicht auf geplante Restaurantbesuche über Weihnachten und den Jahreswechsel zu verzichten. Die Betriebe seien sicher. Auch rief er die Landesregierung auf, die jetzt eingeführten Regeln mindestens bis zum 3. Januar beizubehalten, damit es Planungssicherheit gebe. Haumann zeigte sich besorgt, dass bei einem Lockdown für das Gastgewerbe weitere Mitarbeiter in den Online-Handel abwandern könnten, wo es zusätzlichen Personalbedarf gebe. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die beiden größten freien Interessenverbände der österreichischen Tourismuswirtschaft rücken räumlich und strategisch enger zusammen. Ab Februar verlegt der Österreichische ReiseVerband (ÖRV) seinen Sitz in die Räumlichkeiten der Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV) in Wien.

Berlin verschärft die Regeln gegen die Zweckentfremdung von Wohnraum. Mit der neuen Verordnung steigen die Ausgleichszahlungen bei Abriss oder Umwidmung auf 4.600 Euro pro Quadratmeter, um den Schutz des Mietmarktes zu verstärken.

Nach verlorenen Prozessen lenkt das Wirtschaftsministerium in Stuttgart ein: Betriebe, die Corona-Soforthilfen der ersten Phase erhalten oder bereits zurückgezahlt haben, sollen entschädigt werden. Die Neuregelung schafft Klarheit für Anträge bis zum 7. April 2020.

Wegen des hohen Krankenstands in Deutschland nimmt Bundeskanzler Friedrich Merz erneut die telefonische Krankschreibung ins Visier. Darüber müsse man mit dem Koalitionspartner SPD sprechen, so der CDU-Chef.

Unternehmen, die in Baden-Württemberg Corona-Hilfen zurückzahlen mussten, können jetzt auf eine Erstattung hoffen. Was das für 62.200 Betriebe und 437 Millionen Euro bedeutet – und warum das Finanzministerium jetzt am Zug ist.

Die Österreichische Hotelvereinigung weist die Forderungen des Bauernbundes nach einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung zurück. ÖHV-Präsident Walter Veit fordert stattdessen einen stärkeren Fokus auf Qualität und Tierwohl in der landwirtschaftlichen Produktion.

Andere Länder haben mit einer Zuckersteuer bereits gute Erfahrungen gemacht. Experten der Akademie der Wissenschaften ermuntern zur Einführung auch in Deutschland.

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger fordert die Bundesregierung zu umfassenden Reformen auf. Wenn die Koalition ihre Mehrheit im Bundestag nicht nutze, sei dies schon «hart an der Grenze zur Verantwortungslosigkeit».

Werden Arbeitnehmer in Deutschland zu oft krankgeschrieben? Ja, befand Kanzler Merz schon am Wochenende. Er bekam dafür auch Kritik zu hören. Doch er bleibt bei seiner Position.

Wegen des hohen Krankenstands in Deutschland nimmt Bundeskanzler Friedrich Merz erneut die telefonische Krankschreibung ins Visier. Darüber müsse man mit dem Koalitionspartner SPD sprechen, sagte der CDU-Chef.