Deutsche Ryanair-Piloten stimmen für Streik

| Politik Politik

Ryanair droht der Arbeitskampf in Deutschland. Wie die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) mitteilte, stimmten die in Deutschland beschäftigten Piloten mit überwältigender Mehrheit für Streiks. Aus Rücksichtnahme auf die Passagiere würden diese mindestens 24 Stunden vorab angekündigt. 

„Wir geben Ryanair eine allerletzte Frist bis zum 6. August 2018, um doch noch ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Leider ist dies bislang nicht erfolgt, und auch die Gespräche am vergangenen Freitag blieben ohne den erhofften Fortschritt“, sagte Ingolf Schumacher, Vorsitzender Tarifpolitik bei der Vereinigung Cockpit (VC). Ryanair habe seit Januar dieses Jahres auf Zeit gespielt. Werde nun das Signal der Urabstimmung nicht ernst genommen, seien Streiks unvermeidlich. 

Wie die Gewerkschaft weiter mitteilte, fordere sie bereits seit Jahren den Abschluss erstmaliger Tarifverträge bei Ryanair. Seit im Januar 2018 die Verhandlungen zwischen Ryanair und VC aufgenommen wurden, habe es jedoch keine substantiellen Verhandlungsfortschritte gegeben. In der vergangenen Woche drohte das Unternehmen mit Versetzungen und Stellenstreichungen in Irland und Deutschland. Die VC orientiert sich mit ihren Forderungen an vergleichbaren Airlines wie TUIfly.
 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der DEHOGA kritisiert Pläne der Rentenkommission, den Sonderstatus von Minijobs künftig auf Schüler zu beschränken. Der Verband warnt vor erheblichen Folgen für die Personalplanung in Hotellerie und Gastronomie.

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat ein neues Landesgaststättengesetz beschlossen. Vorgesehen sind unter anderem längere Öffnungszeiten für die Außengastronomie in künftig festzulegenden Ausgehvierteln.

Die Rentenkommission will beitragsfreie Minijobs künftig auf Schüler beschränken. Besonders das Gastgewerbe könnte von der geplanten Änderung betroffen sein: Jeder zweite Beschäftigte in Gastronomie und Hotellerie arbeitet auf Minijob-Basis.

München will die Vermietung von Ferienwohnungen künftig stärker kontrollieren. Der Sozialausschuss des Stadtrats hat eine Registrierungspflicht beschlossen und weitere Änderungen bei der Zweckentfremdung von Wohnraum auf den Weg gebracht.

Die Chefin der «Wirtschaftsweisen» wirbt für einen Abbau von Subventionen. Steigende Preise und Kosten könnten nicht immer wieder abgefedert werden. Deutschland lebe auf Pump. insbesondere fordert Monika Schnitzer die Rücknahme der Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie.

Die Chefin der «Wirtschaftsweisen» wirbt für einen Abbau von Subventionen. Steigende Preise und Kosten könnten nicht immer wieder abgefedert werden. Deutschland lebe auf Pump.

50 Cent extra pro Einwegbecher? Die Wirtschaft in Potsdam reagierte verärgert. Jetzt soll die Verpackungssteuer auf Einweggeschirr in der Landeshauptstadt später kommen als vorgesehen.

Der Entwurf zur Reform des Arbeitszeitgesetzes sorgt für Kritik aus Wirtschaft, Hotellerie und Politik. Streitpunkt sind vor allem die geplante Tarifbindung bei flexibleren Arbeitszeiten sowie die verpflichtende elektronische Zeiterfassung. Branchenvertreter des Gastgewerbes sind auf der Zinne.

Die Arbeitszeitregeln sollen gelockert werden, das hatten Union und SPD im Koalitionsvertrag vereinbart. Wie sehr, ist noch offen. Ein erster Entwurf hält grundsätzlich am Achtstundentag fest.

Das Europäische Parlament hat neue Vorgaben für die Bezeichnung pflanzlicher Lebensmittel gebilligt. Während Begriffe wie „Veggie-Burger“ erlaubt bleiben sollen, könnten Bezeichnungen wie „Veggie-Hühnchen“ oder „veganer Speck“ künftig untersagt werden.