DTV fordert Tests statt Beherbergungsverbot

| Politik Politik

DTV-Geschäftsführer Norbert Kunz: "Der Deutschlandtourismus ist in einer absoluten Notsituation. Wenn die Politik jetzt nicht das Prinzip „Tests statt Beherbergungsverbote“ auf den Weg bringt und die Branche mit passenden Rettungsprogrammen unterstützt, werden für viele Betriebe Herbst und Winter die letzte Saison sein.

Beherbergungsverbote seien der falsche Ansatz. Für mehr Tests gebe es aber immer noch keine ausreichenden Kapazitäten. Das führe dazu, dass viele Reisewillige unsicher seien. Stornierungen und Rechtsunsicherheiten seien die Folge. 

"Auch ohne die Beherbergungsverbote sind viele Gastgeber jetzt finanziell am Limit. Es steht katastrophal um die Tourismusbranche. Deshalb kann es nicht sein, das es immer noch keine wirksamen spezifischen Hilfen für die Betriebe gibt. Die bisherigen Überbrückungshilfen konnten von den touristischen Betrieben kaum abgerufen werden. Sie sind viel zu bürokratisch und berücksichtigen beispielsweise nicht das besondere Saisongeschäft im Tourismus. Viele Gastgeber fallen durch das Hilfsraster, obwohl sie Hilfe bitter nötig haben. Allein bis Juni hatte die Branche 35 Mrd. Euro Umsatzverluste zu verkraften. Wir brauchen endlich ein Tourismusrettungspaket.

Die aktuelle Situation zeigt einmal mehr, dass eine Taskforce, so, wie wir sie fordern, aus Politik, Medizinern und aus Fachleuten aus der Branche, dringend notwendig ist, um gemeinsam nach sicheren und praktikablen Lösungen zu suchen. Mit 3 Millionen Arbeitsplätzen sind wir systemrelevant. Jetzt können wir noch gegensteuern.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Sollten Steueraufschläge für Cola und Limo kommen, um Anreize für gesündere Ernährung zu setzen? Die Gesundheitsministerin ist dafür. Doch das letzte Wort in der Regierung ist noch nicht gesprochen.

Ein Verbändebündnis warnt vor einer Ausweitung der Kennzeichnung der Tierhaltung auf verarbeitete Lebensmittel und die Gastronomie. Die Verbände befürchten steigende Preise für Verbraucher und einen bürokratischen Mehraufwand für die Betriebe.

Der Hotelverband Deutschland plant mit „IHA Inside 2026“ ein Branchentreffen am Nürburgring. Auf dem Programm stehen Fachvorträge, Wettbewerbe und ein begleitendes Rahmenangebot.

Ein Verbändebündnis warnt vor einer Ausweitung der Tierhaltungskennzeichnung auf verarbeitete Lebensmittel und die Gastronomie. Die Verbände befürchten steigende Preise für Verbraucher und einen bürokratischen Mehraufwand für die Betriebe.

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat hat einen Referentenentwurf zur Änderung des Gesetzes Tierhaltungskennzeichnung vorgelegt. Ziel ist laut Entwurf eine grundlegende Reform und Ausweitung der Kennzeichnungspflichten, insbesondere auf die Außer-Haus-Verpflegung wie Restaurants, Kantinen und Imbisse.

Das lange geplante staatliche Tierhaltungslogo für Fleisch soll nach Plänen des Bundesagrarministeriums im nächsten Jahr mit mehreren Änderungen eingeführt werden - und zwar außer in Supermärkten auch in Restaurants und Kantinen.

Sandra Warden arbeitet seit fast 25 Jahren beim DEHOGA Bundesverband. Dort verantwortet sie als Geschäftsführerin die Bereiche Arbeitsmarkt und Tarifpolitik. In der aktuellen Darstellung der Bundesgeschäftsstelle auf der Website des Verbandes wird sie derzeit nicht aufgeführt. Auf Anfrage von Tageskarte zu den Änderungen reagiert der Verband knapp.

50 Cent extra für Einwegbecher & Co.: Die Verpackungsteuer in Potsdam sorgt für Riesen-Ärger. Verbände warnen vor Unmut beim Verbraucher wegen Preissprüngen und hohem Bürokratie-Aufwand.

Google steht unter Druck: Die von Künstlicher Intelligenz betriebenen Chatbots werden zunehmend zur Konkurrenz. Brüssel will dem Wettbewerb nicht im Weg stehen - im Gegenteil.

Der DEHOGA und weitere Wirtschaftsverbände kritisieren die geplante steuerfreie 1.000-Euro-Prämie. Sie sehen darin eine zusätzliche Belastung für Unternehmen in einer angespannten wirtschaftlichen Lage.