Erfolgreiche DEHOGA-Initiative: Systemgastronomie setzt auf „Ausbildung mit Qualität“

| Politik Politik

Erfolgreiche DEHOGA-Initiative: Systemgastronomie setzt auf „Ausbildung mit Qualität“

Qualität, Verlässlichkeit und Wertschätzung sind zentrale Kriterien einer guten Ausbildung. Die DEHOGA-Initiative „Ausbildung mit Qualität“ (AmQ) hat dafür zehn Leitlinien definiert, die Standards guter und fundierter Berufsausbildung beschreiben. Die Qualitätsoffensive erhält nun prominente Unterstützung: Mit dabei ist ab sofort die Fachabteilung Systemgastronomie im DEHOGA.

Die Systemgastronomie im DEHOGA ist neben bisher acht Landesverbänden die erste Fachuntergliederung des Verbandes, die sich an der Initiative beteiligt. In Absprache mit den Ausbildungsunternehmen hat die Fachabteilung Systemgastronomie eine entsprechende Kooperationsvereinbarung mit der HOGA Berlin Service GmbH unterzeichnet. Bereits über 100 Ausbildungsbetriebe der vier Marken Hans im Glück, Le Buffet, Marché und Sausalitos konnten zum Start erfolgreich zertifiziert werden. Jugendliche, die noch nach einem Ausbildungsplatz für August/September suchen, können sich auf der AmQ-Website über die ausgezeichneten Unternehmen informieren.

„Nachwuchsgewinnung ist Zukunftssicherung. Deshalb gehen wir in die Offensive“, erklärt Thomas Hirschberger, Vorsitzender der Fachabteilung Systemgastronomie im DEHOGA, das Engagement. „Mit unserer Beteiligung an der Initiative 'Ausbildung mit Qualität' stellen wir unsere Investitionen in die Ausbildung unter Beweis und machen gute Ausbildung für Jugendliche und Eltern sichtbar. Wir als Unternehmen sind aufgerufen, junge Menschen für die Systemgastronomie zu begeistern, ihnen die herausragenden Perspektiven aufzuzeigen und sie so in unserer Branche zu halten.“

Die Initiative „Ausbildung mit Qualität“ wurde 2012 vom DEHOGA Berlin ins Leben gerufen und breitet sich seit zwei Jahren auch über die Bundeshauptstadt hinaus aus. „Wir freuen uns, dass sich die Fachabteilung Systemgastronomie der Initiative angeschlossen hat und sind sehr zuversichtlich, dass sich weitere DEHOGA-Landesverbände beteiligen werden“, ist Gerrit Buchhorn, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Berlin von der Bedeutung der Qualitätsinitiative für die Branche überzeugt.

Die teilnehmenden Betriebe richten sich nach klar definierten Leitsätzen zur Ausbildungsqualität, die durch ein Punktesystem konkretisiert werden. Die Einhaltung der Leitsätze wird durch jährlich durchgeführte anonyme und unabhängige Azubi-Befragungen überprüft. Die Rückmeldung der Auszubildenden stellt das Herzstück der Initiative dar. „Gästebefragungen sind in unseren Betrieben selbstverständlicher Teil der Qualitätskontrolle“, so Hirschberger. „In diesem Sinne binden wir nun auch konsequent unsere Auszubildenden ein.“

Für die Branche und die zertifizierten Betriebe ist AmQ ein wichtiger Baustein für das Nachwuchsmarketing. Für Oliver Altherr, CEO Marché International, steht fest: „Das Gastgewerbe ist eine faszinierende und vielseitige Branche mit umfangreichen Karrieremöglichkeiten. Eine wichtige Voraussetzung ist eine fachlich fundierte Ausbildung. Das ermöglichen wir und unterstützen die DEHOGA-Initiative Ausbildung mit Qualität.“ Zum Engagement der Sausalitos Holding GmbH für die Initiative erläutert Human Resource Manager Melanie Spindler: „Unsere Leidenschaft für das Gastgewerbe wollen wir an junge Menschen weitergeben. Ein verantwortungsvolles Miteinander ist dabei die Grundlage. Ausbildung mit Qualität hat für uns oberste Priorität“.

Das DEHOGA-Gütesiegel „Ausbildung mit Qualität“ gibt jungen Menschen Orientierung bei der Wahl des Ausbildungsbetriebs. Über die Website der Initiative können sich Ausbildungsinteressierte umfassend über die Ausbildung und die Betriebe informieren. Teilnehmenden Betrieben bietet AmQ über Tools wie Fragenkataloge, Handlungsempfehlungen, Best-Practice-Beispiele und Netz-werktreffen die Möglichkeit, die Ausbildungsqualität zu sichern und zu steigern und dieses Engagement über Aufkleber, Flyer und den Einsatz des Logos zu kommunizieren.

„Wir freuen uns über die schon heute große Resonanz der Ausbildungsunternehmen auf die Initiative und hoffen, dass wir kurz- und mittelfristig noch viele Betriebe der Systemgastronomie mit dem attraktiven Zertifikat auszeichnen können“, sagt der Systemgastronomie-Vorsitzende Hirschberger.“
Weitere Informationen zur Initiative unter www.ausbildung-mit-qualitaet.de

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Bundesregierung will den Start des Gesetzes zur Tierhaltungskennzeichnung verschieben. Eine Verbändeallianz fordert, die geplante Ausweitung auf die Außer-Haus-Verpflegung und verarbeitete tierische Lebensmittel zu streichen.

Ärgernis Verpackungssteuer: Sie sorgt in Freiburg für Unmut. Teile des Gemeinderates wollen die umstrittenen Regeln eindampfen und die Abgabe neu aufstellen – kommt ihr Antrag durch?

Zwischendurch hatte das Kanzleramt sie gestoppt, das Finanzministerium musste nacharbeiten - jetzt ist die Zuckersteuer in der Bundesregierung beschlossen. Der Bundestag ist am Zug.

Union und SPD wollen eine Steuer auf stark gezuckerte Getränke einführen. Um die Details wurde lange gerungen. Jetzt gibt es eine Einigung. CDU-Ministerpräsident Boris Rhein aus Hessen spricht von einem falschen Signal.

Sieben Prozent mehr Lohn fordert die NGG im bayerischen Gastgewerbe. Der Dehoga Bayern bietet zwei Erhöhungen bei 30 Monaten Laufzeit an – die Gewerkschaft hat das Angebot nach Angaben des Verbandes abgelehnt.

Kommt die Zuckersteuer noch? Die neun Länder-Agrarminister von CDU und CSU sind dagegen - und schreiben dem Kanzler einen Brief.

Bestimmte Geschäftsreisen sollen nach einer EU-Reform von der vorherigen A1-Meldung ausgenommen werden, berichtet der VDR. Bis die neuen Vorschriften anwendbar sind, müssen Unternehmen die bisherigen Vorgaben beachten.

Erst am Mittwoch hatte Vizekanzler Klingbeil seinen Entwurf an die Ministerien gegeben, nun tritt das Kanzleramt auf die Bremse. Die Zuckersteuer liegt erst einmal auf Eis. Klingbeil rechnet dennoch mit schneller Einigung.

Die geplante Steuer auf zuckerhaltige Getränke soll dem Staat im Jahr rund eine Milliarde Euro einbringen. Das geht aus einem Entwurf des Finanzministeriums hervor, über den zuerst das «Handelsblatt» berichtete. Im Bundestag sind die Pläne der Regierung umstritten.

Ab 1. Oktober dürfte der Kaffee im Wegwerfbecher in Potsdam teurer werden. Die Landeshauptstadt führt im Alleingang eine Verpackungssteuer ein. Massive Kritik kommt aus der Wirtschaft.