EU einigt sich auf Verbot für Plastik-Wegwerfprodukte

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Die Europäische Union hat sich auf Maßnahmen zur Verringerung des Plastikmülls verständigt. Gelingen soll das durch strenge Beschränkungen für bestimmte Einwegprodukte aus Kunststoff. Die Richtlinie baut auf den bestehenden Abfallvorschriften der EU auf, legt aber noch strengere Vorschriften fest. Die neuen Regeln verbieten die Verwendung bestimmter Wegwerfprodukte aus Kunststoff, für die bereits Alternativen existieren. Darüber hinaus werden spezifische Maßnahmen eingeführt, um die Verwendung der häufigsten Kunststoffprodukte zu reduzieren.

Folgende Produkte sind davon betroffen: 

  • Plastikbesteck (Gabeln, Messer, Löffel und Essstäbchen)
  • Plastikteller
  • Strohhalme aus Plastik
  • Lebensmittel- und Getränkebehälter aus Styropor 
  • Getränkebecher aus Styropor
  • Wattestäbchen aus Kunststoff
  • Produkte aus oxo-abbaubarem Kunststoff: Dieser Begriff bezieht sich auf Kunststoffmaterialien, die Zusätze enthalten, welche die Oxidation zu Mikrofragmenten fördern. Diese Art von Kunststoff trägt zur Mikroplastikbelastung in der Umwelt bei, ist nicht kompostierbar und beeinträchtigt das Recycling von herkömmlichem Kunststoff.

Darüber hinaus werden die Mitgliedstaaten die erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um eine messbare Verringerung des Verbrauchs folgender Produkte zu erreichen:

  • Lebensmittelbehälter aus Plastik, wie zum Beispiel Fastfood-Boxen 
  • Getränkebecher aus Plastik

Zum geplanten Gesetz für ein EU-weites Verbot von Einweg-Plastik erklärte nun der DEHOGA Bundesverband: In der Gastronomie kommt Einweg-Plastikgeschirr vor allem im Take away/To go-Geschäft und bei gastronomischen Großveranstaltungen zum Einsatz. Der DEHOGA begrüßt grundsätzlich die Pläne der EU zur Reduktion des Plastikmülls. Fakt ist, dass das Thema Abfallvermeidung in der Gastronomie schon heute großgeschrieben wird. Im Sinne einer umweltbewussten Betriebsführung spielt dabei auch die Verwendung recyclefähiger Verpackungsmaterialien eine Rolle. Gerade Hotels und Restaurants und die Tourismusbranche insgesamt sind in besonderem Maße auf eine intakte Umwelt angewiesen. Wir hoffen nun, dass es angemessene Übergangsfristen gibt. Priorität muss jetzt die Entwicklung von preisgünstigen und hygienisch einwandfreien Alternativen haben.

Bestehende Alternativen hat übrigens die Süddeutsche Zeitung getestet und erläutert, was die Alternativen aus Glas, Bambus und Papier bislang wirklich taugen.


 

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