Frühstücksrichtlinie: EU-Parlament für Ursprungsland auf Honig-Etiketten

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Verbraucherinnen und Verbraucher in der EU sollen die Ursprungsländer eines Honigs nach dem Willen des Europaparlaments künftig auf dem Etikett nachlesen können. Die Abgeordneten positionierten sich am Dienstag zur sogenannten Frühstücksrichtlinie, wonach auch bei anderen Produkten wie Fruchtsäften, Konfitüren, Gelees oder Marmeladen das Ursprungsland der verwendeten Früchte auf dem Frontetikett angegeben werden muss.

Wenn der verwendete Honig oder die Früchte aus mehreren Ländern stammen, sollen die Herkunftsstaaten in absteigender Reihenfolge angegeben werden, je nachdem aus welchem Land die meisten Zutaten kommen. Bevor die neuen Vorgaben in Kraft treten können, muss das Vorhaben noch mit den EU-Staaten endgültig ausgehandelt werden.

Der SPD-Europaabgeordnete Tiemo Wölken sagte, derzeit werde sehr viel Honig aus China importiert. Dieser entspreche häufig nicht europäischen Standards.

«Bisher konnte die Herkunft aber leicht verschleiert werden», so Wölken. Zudem kritisiert er, dass es im Plenum keine Mehrheit dafür gegeben habe, Aufschriften auf Fruchtsäften wie «ohne zusätzlichen Zucker» zu verbieten. Es sei laut EU-Recht verboten, Fruchtsäften Zucker hinzuzufügen. Entsprechende Aufschriften erweckten den Eindruck, Säfte seien trotz viel Zuckers eine gesunde Option. (dpa)


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