Gastronomie, Sport & Co. – Bayerische Regierung berät über weitere Lockerungen

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Nachdem Biergärten und Straßencafés in Bayern bei niedrigen Inzidenzwerten öffnen dürfen, gibt es Forderungen nach einer Erlaubnis für die Innengastronomie. Das bayerische Kabinett will am Freitag unter der Leitung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) über weitere Lockerungen bei den Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie beraten - dabei soll es auch um Gastronomie, Kultur und Sport gehen.

Die bisherigen Corona-Regelungen, zuletzt aktualisiert am 25. Mai, laufen an diesem Sonntag (6. Juni) aus. Am Donnerstag lag die Inzidenz - die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen - in Bayern bei 34,2, wie das Robert Koch-Institut (RKI) meldete.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD im Landtag, Ruth Waldmann, forderte am Donnerstag die Aufhebung der Sperrstunde für die Außengastronomie sowie ein verlässliches Konzept für die Öffnung der Innengastronomie. «Viele Zusammenkünfte von jungen Menschen finden jetzt im Freien statt - in teilweise bedenklichen Situationen.» Deswegen sei eine geöffnete Außengastronomie mit guten Hygienekonzepten und Kontaktnachverfolgung sinnvoll.

Waldmann forderte ein verantwortungsvolles Umgehen mit Öffnungen. Die Erfahrungen mit der Gastronomie im Freien müssten mit Blick auf die Öffnung der Innengastronomie genau beobachtet werden. «Die Wirte brauchen Verlässlichkeit. Viele haben derzeit nicht genug Personal. Wenn sie welches einstellen, müssen sie es auch beschäftigen können. Das Schlimmste wären Öffnungen, auf die gleich wieder Schließungen folgen.»

Bayerns Dehoga-Präsidentin Angela Inselkammer hatte vergangene Woche die sofortige Öffnung der Innengastronomie für Geimpfte, Genesene und Menschen mit einem negativen Corona-Test gefordert, und zwar unabhängig von Inzidenzwerten. «Die Erfahrungen haben gezeigt, dass unsere Betriebe sicher sind», sagte sie. Der Dehoga Bayern forderte - insbesondere mit Blick auf Randale in Innenstädten und illegale Partys - zudem eine kontrollierte Öffnung von Diskotheken und Clubs.

Aus der politischen Landschaft in Bayern war in den vergangenen Tagen eine Vielzahl von weiteren Forderungen und Vorschlägen zur Corona-Politik gekommen. Die SPD verlangt, so schnell wie möglich die Freizeitparks in Bayern zu öffnen. Die Freien Wähler hatten unter anderem gefordert, die Verteilung der Impfstoffe anders zu organisieren, um mögliche Nachteile ländlich strukturierter Regionen beim Zugriff auf Impfstoff auszugleichen. (dpa)


 

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