Gewerkschaft erklärt Gastgewerbe-Tarifverhandlungen in Mecklenburg-Vorpommern für gescheitert

| Politik Politik

Im Streit um einen neuen Manteltarifvertrag für das Hotel- und Gaststättengewerbe hat die Gewerkschaft NGG die Verhandlungen nach der zweiten Runde für gescheitert erklärt. Die Arbeitgeber seien nicht bereit, auf die Forderungen der Gewerkschaft nach 30 statt 25 Urlaubstagen sowie nach Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Sonn- und Feiertagszuschlägen einzugehen, teilte der NGG-Verhandlungsführer Jörg Dahms am Freitag mit.

Der Arbeitgeberverband Dehoga bezeichnete es als ungewöhnlich, dass Tarifverhandlungen schon nach der zweiten Runde einseitig für gescheitert erklärt würden. Dehoga-MV-Präsident Lars Schwarz forderte die Gewerkschaft auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die Arbeitgeber seien an einer Lösung interessiert. Die Branche bewege sich in einem sehr unsicheren Umfeld, das müsse der Gewerkschaft bei ihren Forderungen klar sein, betonte Schwarz zugleich. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der DEHOGA kritisiert Pläne der Rentenkommission, den Sonderstatus von Minijobs künftig auf Schüler zu beschränken. Der Verband warnt vor erheblichen Folgen für die Personalplanung in Hotellerie und Gastronomie.

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat ein neues Landesgaststättengesetz beschlossen. Vorgesehen sind unter anderem längere Öffnungszeiten für die Außengastronomie in künftig festzulegenden Ausgehvierteln.

Die Rentenkommission will beitragsfreie Minijobs künftig auf Schüler beschränken. Besonders das Gastgewerbe könnte von der geplanten Änderung betroffen sein: Jeder zweite Beschäftigte in Gastronomie und Hotellerie arbeitet auf Minijob-Basis.

München will die Vermietung von Ferienwohnungen künftig stärker kontrollieren. Der Sozialausschuss des Stadtrats hat eine Registrierungspflicht beschlossen und weitere Änderungen bei der Zweckentfremdung von Wohnraum auf den Weg gebracht.

Die Chefin der «Wirtschaftsweisen» wirbt für einen Abbau von Subventionen. Steigende Preise und Kosten könnten nicht immer wieder abgefedert werden. Deutschland lebe auf Pump. insbesondere fordert Monika Schnitzer die Rücknahme der Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie.

Die Chefin der «Wirtschaftsweisen» wirbt für einen Abbau von Subventionen. Steigende Preise und Kosten könnten nicht immer wieder abgefedert werden. Deutschland lebe auf Pump.

50 Cent extra pro Einwegbecher? Die Wirtschaft in Potsdam reagierte verärgert. Jetzt soll die Verpackungssteuer auf Einweggeschirr in der Landeshauptstadt später kommen als vorgesehen.

Der Entwurf zur Reform des Arbeitszeitgesetzes sorgt für Kritik aus Wirtschaft, Hotellerie und Politik. Streitpunkt sind vor allem die geplante Tarifbindung bei flexibleren Arbeitszeiten sowie die verpflichtende elektronische Zeiterfassung. Branchenvertreter des Gastgewerbes sind auf der Zinne.

Die Arbeitszeitregeln sollen gelockert werden, das hatten Union und SPD im Koalitionsvertrag vereinbart. Wie sehr, ist noch offen. Ein erster Entwurf hält grundsätzlich am Achtstundentag fest.

Das Europäische Parlament hat neue Vorgaben für die Bezeichnung pflanzlicher Lebensmittel gebilligt. Während Begriffe wie „Veggie-Burger“ erlaubt bleiben sollen, könnten Bezeichnungen wie „Veggie-Hühnchen“ oder „veganer Speck“ künftig untersagt werden.