Großer Andrang bei der ersten «Langen Nacht des Impfens» in Berlin

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Bei der ersten «Langen Nacht des Impfens» in einem Berliner Impfzentrum hat es am Montagabend schon kurz vor Einlass eine lange Schlange gegeben. Zu Techno-Musik wollten sich viele junge Menschen in der Arena Berlin im Ortsteil Treptow gegen das Coronavirus impfen lassen. Bis Mitternacht ist dort eine Impfung möglich - eine Anmeldung braucht es nicht. Ins Leben gerufen wurde die Impfaktion vom Senat, der Clubcommission und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK). Nach Angaben des DRK wird bei der Aktion der Impfstoff von Biontech geimpft.

Die Arena in Treptow ist ein ehemaliges Bus-Depot. Vor der Pandemie wurde die Multifunktions-Halle nahe der Spree unter anderem für Konzerte genutzt und war ein beliebter Szene-Treffpunkt. Im Moment ist sie eines der fünf Berliner Impfzentren.

In dieser Woche soll es noch zwei Impftermine in den Abendstunden geben. Nach der Premiere am Montag geht es am Mittwoch (11. August) und Freitag (13. August) weiter. Nach Angaben der Gesundheitsverwaltung sind auch Impfungen für Jugendliche ab 16 Jahren möglich. Sie brauchen dafür aber eine schriftliche Einwilligung ihrer Eltern.

Obwohl drei Mitarbeiter des Impfzentrums in der Arena in Berlin-Treptow positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, konnte die Impfaktion durchgeführt werden. 43 Menschen dürfen aus Vorsicht zurzeit nicht mehr dort arbeiten, wie Gesundheitsstaatssekretär Martin Matz (SPD) am Montag mitteilte. Das Impfzentrum sei aber nicht der Ansteckungsort gewesen, sagte Matz, sondern ein Gastronomiebetrieb. Nun sollen alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Impfzentrums, die in den verschiedenen Schichten tätig sind, mit einem PCR-Test überprüft werden.

Von den drei Infizierten habe eine Frau am vergangenen Donnerstag im Impfzentrum gearbeitet, nachdem Symptome aufgetreten waren, sagte die Sprecherin der Berliner Impfzentren, Regina Kneiding, am Sonntag. Sie sei allerdings im Erste-Hilfe-Bereich tätig gewesen, wo es kaum Kontakt mit Gästen des Impfzentrums gebe. Die Sprecherin wies darauf hin, dass es im Impfzentrum wegen hoher Hygienestandards so gut wie zu keinen Ansteckungen komme. (dpa)


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