Hamburger Hotels nur mit neuen Wohnungen?

| Politik Politik

Der Tourismus in Hamburg stellt jährlich neue Rekorde auf. Dementsprechend schießen in der Hansestadt auch jede Menge neue Hotels aus dem Boden: In diesem Jahr waren es laut NDR bereits zwölf neue Häuser. So sei im Stadtteil Hammerbrook eine „regelrechte Hotelmeile“ entstanden und weitere Projekte seien in Planung. Ähnlich sah das auch die Welt-Redaktion, die vor einigen Wochen schon von einem „Hotel-Manhattan“ schrieb (Tageskarte berichtete). 

Sie stünden an der Schwelle, wo ihnen Touristen mehr schaden als nutzen würden, erklärte nun der Fraktionsvorsitzende der Grünen in Hamburgs Mitte. Erst hätten sie hier eine Ödnis Bürobauten, jetzt werde es eine Ödnis Hotel, wie es Michael Osterburg formulierte. Da der Stadtteil aber eine gute Mischung brauche, wollen die Grünen neue Hotels nur noch genehmigen, wenn gleichzeitig auch neue Wohnungen gebaut werden. 

Das sieht der Dehoga allerdings anders. Eine derartige Ballung wie in Hammerbrook sieht zwar auch der Verband kritisch, den Vorschlag der Grünen lehnen sie trotzdem ab. Er sei „absolut willkürlich“, wie der Präsident dem NDR verriet. Schließlich könnten auch andere Gewerbeeinrichtungen ähnlich verknüpft werden. Unterstützung kam von der CDU. Allerdings sei nicht in jedem Stadtteil Platz für jedes Hotel, so die Einschränkung. 
 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Sollten Steueraufschläge für Cola und Limo kommen, um Anreize für gesündere Ernährung zu setzen? Die Gesundheitsministerin ist dafür. Doch das letzte Wort in der Regierung ist noch nicht gesprochen.

Ein Verbändebündnis warnt vor einer Ausweitung der Kennzeichnung der Tierhaltung auf verarbeitete Lebensmittel und die Gastronomie. Die Verbände befürchten steigende Preise für Verbraucher und einen bürokratischen Mehraufwand für die Betriebe.

Der Hotelverband Deutschland plant mit „IHA Inside 2026“ ein Branchentreffen am Nürburgring. Auf dem Programm stehen Fachvorträge, Wettbewerbe und ein begleitendes Rahmenangebot.

Ein Verbändebündnis warnt vor einer Ausweitung der Tierhaltungskennzeichnung auf verarbeitete Lebensmittel und die Gastronomie. Die Verbände befürchten steigende Preise für Verbraucher und einen bürokratischen Mehraufwand für die Betriebe.

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat hat einen Referentenentwurf zur Änderung des Gesetzes Tierhaltungskennzeichnung vorgelegt. Ziel ist laut Entwurf eine grundlegende Reform und Ausweitung der Kennzeichnungspflichten, insbesondere auf die Außer-Haus-Verpflegung wie Restaurants, Kantinen und Imbisse.

Das lange geplante staatliche Tierhaltungslogo für Fleisch soll nach Plänen des Bundesagrarministeriums im nächsten Jahr mit mehreren Änderungen eingeführt werden - und zwar außer in Supermärkten auch in Restaurants und Kantinen.

Sandra Warden arbeitet seit fast 25 Jahren beim DEHOGA Bundesverband. Dort verantwortet sie als Geschäftsführerin die Bereiche Arbeitsmarkt und Tarifpolitik. In der aktuellen Darstellung der Bundesgeschäftsstelle auf der Website des Verbandes wird sie derzeit nicht aufgeführt. Auf Anfrage von Tageskarte zu den Änderungen reagiert der Verband knapp.

50 Cent extra für Einwegbecher & Co.: Die Verpackungsteuer in Potsdam sorgt für Riesen-Ärger. Verbände warnen vor Unmut beim Verbraucher wegen Preissprüngen und hohem Bürokratie-Aufwand.

Google steht unter Druck: Die von Künstlicher Intelligenz betriebenen Chatbots werden zunehmend zur Konkurrenz. Brüssel will dem Wettbewerb nicht im Weg stehen - im Gegenteil.

Der DEHOGA und weitere Wirtschaftsverbände kritisieren die geplante steuerfreie 1.000-Euro-Prämie. Sie sehen darin eine zusätzliche Belastung für Unternehmen in einer angespannten wirtschaftlichen Lage.