Hessische Wirtschaft fordert Lockerung der Corona-Maßnahmen

| Politik Politik

Die hessische Wirtschaft dringt auf eine Lockerung der geltenden Corona-Einschränkungen nach den Osterferien. Man hoffe auf eine schrittweise Öffnung von Geschäften und Restaurants sowie von Kindertagesstätten und Schulen ab 20. April, teilte die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) am Dienstag in Frankfurt mit. Voraussetzung sei, dass der Infektionsschutz dies erlaube. Die Wirtschaft solle schnellstmöglich schrittweise zur Realität zurückkommen, um Schäden zu begrenzen.

Der Verband fordere aber keine vorzeitigen Lockerungen in den Osterferien, betonte Präsident Wolf Matthias Mang. Man trage die Maßnahmen der Landesregierung mit, obwohl der harte Kurs für viele Firmen extrem negative Folgen habe. Man hoffe, dass er wirke und «umso schneller Lockerungen erwogen und vorbereitet werden können».

Konkret schlägt der VhU vier Phasen der Lockerung vor. In einer ersten Phase könnten Geschäfte, Restaurants und Cafés unter Auflagen, etwa zum Abstand und zur Kundenzahl, wieder öffnen. Auch bei Schulen und Kindertagesstätten müsse die Regierung das prüfen. In einer zweiten Phase könnte das Kontaktverbot von zwei auf fünf Personen ausgedehnt werden und auch der Tourismus für Alleinreisende und kleine Gruppen solle erlaubt werden.

In einem weiteren Schritt, sobald es keine Kontaktbegrenzungen mehr gebe, könnten erste Kulturangebote wieder erlaubt sein und der Tourismus uneingeschränkt anlaufen. In Phase vier könnte dann das Freizeitangebot wieder voll offen stehen, darunter Diskotheken, Kneipen, Kinos, Theater und Konzerthäuser.

(dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der DEHOGA kritisiert Pläne der Rentenkommission, den Sonderstatus von Minijobs künftig auf Schüler zu beschränken. Der Verband warnt vor erheblichen Folgen für die Personalplanung in Hotellerie und Gastronomie.

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat ein neues Landesgaststättengesetz beschlossen. Vorgesehen sind unter anderem längere Öffnungszeiten für die Außengastronomie in künftig festzulegenden Ausgehvierteln.

Die Rentenkommission will beitragsfreie Minijobs künftig auf Schüler beschränken. Besonders das Gastgewerbe könnte von der geplanten Änderung betroffen sein: Jeder zweite Beschäftigte in Gastronomie und Hotellerie arbeitet auf Minijob-Basis.

München will die Vermietung von Ferienwohnungen künftig stärker kontrollieren. Der Sozialausschuss des Stadtrats hat eine Registrierungspflicht beschlossen und weitere Änderungen bei der Zweckentfremdung von Wohnraum auf den Weg gebracht.

Die Chefin der «Wirtschaftsweisen» wirbt für einen Abbau von Subventionen. Steigende Preise und Kosten könnten nicht immer wieder abgefedert werden. Deutschland lebe auf Pump. insbesondere fordert Monika Schnitzer die Rücknahme der Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie.

Die Chefin der «Wirtschaftsweisen» wirbt für einen Abbau von Subventionen. Steigende Preise und Kosten könnten nicht immer wieder abgefedert werden. Deutschland lebe auf Pump.

50 Cent extra pro Einwegbecher? Die Wirtschaft in Potsdam reagierte verärgert. Jetzt soll die Verpackungssteuer auf Einweggeschirr in der Landeshauptstadt später kommen als vorgesehen.

Der Entwurf zur Reform des Arbeitszeitgesetzes sorgt für Kritik aus Wirtschaft, Hotellerie und Politik. Streitpunkt sind vor allem die geplante Tarifbindung bei flexibleren Arbeitszeiten sowie die verpflichtende elektronische Zeiterfassung. Branchenvertreter des Gastgewerbes sind auf der Zinne.

Die Arbeitszeitregeln sollen gelockert werden, das hatten Union und SPD im Koalitionsvertrag vereinbart. Wie sehr, ist noch offen. Ein erster Entwurf hält grundsätzlich am Achtstundentag fest.

Das Europäische Parlament hat neue Vorgaben für die Bezeichnung pflanzlicher Lebensmittel gebilligt. Während Begriffe wie „Veggie-Burger“ erlaubt bleiben sollen, könnten Bezeichnungen wie „Veggie-Hühnchen“ oder „veganer Speck“ künftig untersagt werden.