Hotelverband begrüßt Aufschub der Starken Kundenauthentifizierung bei Internetbuchungen

| Politik Politik

Wie die Bundesanstalt für Finanzdienstaufsicht (BaFin) dem Hotelverband Deutschland (IHA) heute mitteilte, wird sie bis auf weiteres auch nach dem Stichtag 14. September 2019 bei Kartenzahlungen im Internet eine sogenannte Starke Kundenauthentifizierung nicht einfordern. Zugleich betont die BaFin, dass alle anderen Regelungen der Zahlungsdiensterichtlinie 2 (PSD2) zur Starken Kundenauthentifizierung weiterhin durchgesetzt werden. „So erleichtert wir wegen des Umsetzungsaufschubs hinsichtlich der Absicherung von Internetbuchungen sind, so deutlich müssen wir die Hotellerie darauf hinweisen, dass Kartentransaktionen im Hotel, wie z.B. Vorautorisierung, Zahlung beim Check-in, Express Check-out, Nachbuchung von Minibarumsätzen, ab dem 14. September eine Starke Kundenauthentifizierung voraussetzen“, erläutert IHA-Hauptgeschäftsführer Markus Luthe.
 
Die BaFin hatte bereits im Juni nach Einräumung eines engen Umsetzungsspielraums durch die Europäische Bankenaufsicht eine mögliche Flexibilisierung bei der Umsetzung der Starken Kundenauthentifizierung signalisiert, für die sich auch der Hotelverband Deutschland (IHA) nachdrücklich eingesetzt hat. Dieser Spielraum wird nun nach entsprechenden Ankündigungen anderer europäischer Aufsichtsbehörden mit der heutigen Mitteilung auch von der BaFin für Kartenzahlungen im Internet genutzt. Die Starke Kundenauthentifizierung gemäß PSD2 erfordert, dass bei allen elektronischen Zahlungen zwei von drei Elementen bestehend aus Wissen, Besitz oder Inhärenz vorliegen müssen.
 
„Welche Übergangsfrist für Internetzahlungen die Finanzaufsicht letztlich einräumen wird, hat die BaFin ausdrücklich offengelassen. Hoteliers sind also gut beraten, ihre diesbezüglichen Prozesse weiterhin mit Hochdruck auf die neuen Anforderungen einzustellen,“ stellt Luthe klar. Der Hotelverband stellt seinen Mitgliedern hierfür unterstützendes Informationsmaterial zur Verfügung und bietet in Kooperation mit der HSMA Deutschland noch zwei weitere Informationsveranstaltungen am 28. August in München und aufgrund der großen Nachfrage zusätzlich auch am 10. September in Frankfurt (Main) an. Nähere Informationen hierzu sind unter www.hsma.de/events/iha-hsma-payment-event abrufbar und finden sich auf den Homepages von HSMA und IHA.  
 
 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Gastgewerbe warnt vor Zusammenbruch

Vor den Bund-Länder-Beratungen über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie haben Gastgewerbe und Tourismusbranche vor neuen Schließungen gewarnt. Der DRV rechnet zudem bis Jahresende mit einem Umsatzeinbruch von mehr als 28 Milliarden Euro bei Reiseveranstaltern und Reisebüros.

RKI: Gaststätten keine Treiber der Pandemie

Hilft gegen die Ausbreitung des Coronavirus nur die erneute Schließung von Läden, Schulen und Restaurants? Laut Informationen der Bild gab es dazu bereits ein Gespräch zwischen RKI, Kanzleramt sowie den Staatskanzleien. Das RKI erklärte, dass Gaststätten nicht die Treiber der Pandemie seien.

GastroSuisse schlägt Alarm: Gastgewerbe steht kurz vor dem Kollaps

Die erneuten Verschärfungen des Bundesrates und insbesondere einiger Kantone stellen das Gastgewerbe an den Rand des Untergangs, so GastroSuisse. "Das Gastgewerbe steht kurz vor einem Kollaps", erklärte Verbandspräsident Casimir Platzer.

BTW zum Lockdown Light: Tourismus darf nicht wieder Bauernopfer werden

Sollten sich die Pläne zu einem ‚Lockdown Light‘ bewahrheiten, wäre das die nächste Katastrophe für die Tourismuswirtschaft, erklärt Michael Rabe vom BTW. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen der Tourismusbranche würden grundlos zum Bauernopfer der Pandemiepolitik.

Booking.com besorgt wegen europäischer Wettbewerbsregeln

Booking.com befürchtet, dass sich die europäischen Bemühungen, die Marktdominanz großer Technologieunternehmen einzudämmen, nachteilig auf den Konzern auswirken werden. Strengere Regeln kämen laut CEO Glenn Fogel vor allem Konkurrenten wie Expedia und Ctrip zugute.

Ausgangsbeschränkungen im Landkreis Rottal-Inn in Bayern greifen

Tausende Menschen in Bayern dürfen nur noch aus triftigen Gründen vor die Tür. Im Landkreis Rottal-Inn greift ein neuer Lockdown. Was sagt Österreich zu den Vorwürfen aus der Grenzregion?

Maas droht Thai-König wegen Bayern-Aufenthalten mit Konsequenzen

Heiko Maas hat dem thailändischen König mit Konsequenzen für den Fall gedroht, dass bei dessen Aufenthalten in Bayern rechtswidriges Verhalten festgestellt werde. Der König besitzt eine Villa am Starnberger See und hielt sich auch während des Corona-Lockdowns in einem Hotel in Garmisch-Partenkirchen auf.

Ab Dienstag Lockdown im Landkreis Rottal-Inn

Angesichts extrem gestiegener Corona-Zahlen gelten im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn ab Dienstag um 00.00 Uhr strikte Ausgangsbeschränkungen. Das teilte am Montag ein Sprecher des Landratsamtes in Pfarrkirchen mit.

Merkel: Deutschland stehen schwere Monate bevor

Deutschland steht bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie nach Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel vor einer schwierigen Phase. Kontakte reduzieren sei das Gebot der Stunde, mahnt die Kanzlerin.

Italien beschließt neue Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie

Unter dem Druck steigender Infektionszahlen hat Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte ein neues Paket von Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus unterzeichnet. Landesweit müssen demnach alle Restaurants und Bars von Montag an um 18 Uhr für Gäste schließen.