Hotelverband fordert Regulierung von Gebühren für Firmenkreditkarten

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Der Hotelverband Deutschland (IHA) hat gemeinsam mit Handelsunternehmen und Verbänden eine Regulierung der Gebühren für sogenannte Commercial Cards gefordert. Wie der Verband auf Linkedin mitteilt, habe sich die Initiative dazu an Bundesfinanzminister Lars Klingbeil gewandt.

Nach Angaben des Verbandes entstehen insbesondere in der Hotellerie durch Geschäftsreisezahlungen, zentrale Firmenabrechnungen und virtuelle Kreditkarten von Online-Buchungsportalen zusätzliche Kosten. Während die Gebühren für vergleichbare Verbraucher-Kreditkarten in der Europäischen Union begrenzt seien, gelte dies für Geschäftsdebit- und Geschäftskreditkarten nicht.

Initiative verweist auf hohe Gebühren bei Firmenkartenmodellen

Der Verband erklärt, dass Commercial Cards europaweit Gebühren von durchschnittlich 1,5 bis 2 Prozent verursachten. Obwohl diese Karten laut Mitteilung nur rund 7 Prozent des Kartentransaktionsvolumens ausmachten, entfielen nahezu 30 Prozent der gesamten Interchange-Einnahmen auf diesen Bereich.

Nach Angaben der Initiative summiere sich die jährliche Belastung allein für die beteiligten Unternehmen und Verbände auf mehr als 400 Millionen Euro.

Der IHA verweist insbesondere auf virtuelle Kreditkartenmodelle von Buchungsportalen. Diese führten nach Angaben des Verbandes zu zusätzlichen Kosten für Hotels.

Otto Lindner kritisiert fehlenden regulatorischen Rahmen in Europa

Der Vorsitzende des Hotelverbandes Deutschland, Otto Lindner, erklärte laut Mitteilung: „Hotels sind auf effiziente und bezahlbare digitale Zahlungsprozesse angewiesen. Es ist nicht akzeptabel, dass gerade virtuelle Kreditkarten der Buchungsportale und andere Firmenkartenmodelle zu immer höheren Kosten führen, ohne dass es dafür einen fairen regulatorischen Rahmen gibt.“

Der Verband fordert nach eigenen Angaben gleiche Wettbewerbsbedingungen im europäischen Binnenmarkt. In dem Linkedin-Beitrag heißt es weiter, die bestehende „regulatorische Grauzone“ dürfe nicht länger bestehen bleiben.

Adressiert wurde der Vorstoß laut Mitteilung unter anderem an die Europäische Kommission, das Bundesministerium der Finanzen, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.

Hotels sehen virtuelle Kreditkarten als zusätzlichen Kostenfaktor

Virtuelle Kreditkarten werden in der Hotellerie unter anderem bei der Abwicklung von Buchungen über Online-Portale eingesetzt. Der Hotelverband sieht darin nach eigenen Angaben einen wesentlichen Kostenfaktor für Beherbergungsbetriebe.

Der Verband macht keine Angaben dazu, welche konkreten regulatorischen Maßnahmen vorgeschlagen werden oder in welchem Zeitraum eine mögliche Anpassung der Regelungen erfolgen könnte.


 

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