Immer mehr Hotels in Hessen für Flüchtlinge aus der Ukraine

| Politik Politik

Immer mehr Hotels in Hessen stellen Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine eine Unterkunft bereit. Mittlerweile beteiligten sich mehr als 300 Betriebe, die potenziell Platz für knapp 9500 Menschen böten, wie der Geschäftsführer des Branchenverbandes Dehoga Hessen, Julius Wagner, der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Manche der Unterkünfte seien für die Erstunterbringung gedacht, andere auf unbestimmte Zeit.

Wie viele Menschen aus der Ukraine bereits in Hotels wohnten, könne man derzeit noch nicht sagen. Inzwischen kämen aber erste Landkreise und Städte auf die Betriebe zu und schlössen Vereinbarungen mit diesen ab, erklärte Wagner. Man erstelle auch Listen von Caterern, die über Großküchen und Essenslieferungen Unterstützung anbieten könnten.

In Frankfurt etwa böten auch viele Restaurants kostenfreie Mahlzeiten für Geflüchtete an. Umgekehrt stelle man zunehmend ein Bedürfnis der Kriegsflüchtlinge fest, «sich einzubringen, aktiv sein zu wollen und zu arbeiten». Der Dehoga unterstütze dies und versuche, Arbeitsangebote und -nachfrage im Gastgewerbe zu bündeln.

Während der Corona-Pandemie hatte das hessische Gastgewerbe Tausende sozialversicherungspflichtige Beschäftigte verloren. Auch viele Minijobber wanderten zu anderen Branchen ab, weil Restaurants, Hotels und Pensionen monatelang zu bleiben mussten oder nur unter strengen Corona-Auflagen Gäste empfangen durften. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Schweizer Nationalrat hat eine Verlängerung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes für Beherbergungsleistungen bis Ende 2035 abgelehnt. HotellerieSuisse kritisiert die Entscheidung. Nach der Entscheidung des Nationalrates wird sich nun der Ständerat mit der Vorlage befassen.

Marmelade kehrt zurück, Honig wird transparent: Die reformierten EU-Frühstücksrichtlinien bringen ab Juni 2026 neue Kennzeichnungspflichten auf das Buffet. Warum die strengeren Herkunftsangaben beim Honig den Einkauf verändern und neue Chancen für regionale Frühstückskonzepte bieten.

Der Deutsche Tourismusverband fordert anlässlich einer Bundestagsanhörung eine langfristige Absicherung der Finanzierung für die touristische Infrastruktur: Nur mit verlässlichen Förderinstrumenten könnten die Ziele der Nationalen Tourismusstrategie realisiert werden.

Die EU-Kommission hat erstmals Strategien für Inseln und Küstenregionen vorgestellt. Im Fokus stehen touristisch geprägte Gebiete, die mit Klimawandel, Wohnraummangel, saisonalen Arbeitsmärkten und einer hohen Abhängigkeit vom Tourismus konfrontiert sind.

Der Hotelverband Deutschland fordert eine Klarstellung der EU-Kommission zur Auslegung der Verpackungsverordnung PPWR. Nach Ansicht des Verbands könnten Hotels und Gastronomiebetriebe sonst fälschlicherweise als Hersteller von Verpackungen eingestuft werden.

Die Europäische Kommission hat wegen der Registrierungspflicht für Reisende ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Spanien eingeleitet. Die spanischen Hotelverbände FEHM und CEHAT begrüßen den Schritt und fordern die sofortige Aufhebung der Regelung.

Ein Bündnis aus 14 Wirtschaftsverbänden fordert die Bundesregierung zur Modernisierung des Arbeitszeitrechts auf. Im Zentrum steht die Forderung nach einer Umstellung auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit.

Der Deutsche Tourismusverband fordert angesichts steigender kommunaler Kosten eine breitere Finanzierungsbasis für touristische Infrastrukturen. Dabei werden insbesondere Gästebeiträge und Tourismusabgaben als Mittel zur Sicherung der regionalen Attraktivität hervorgehoben.

Wie schon 2015 scheitert Hamburg mit seinen Olympia-Plänen am Willen der Bevölkerung. Das ist auch eine Niederlage für den Senat und seinen Bürgermeister Peter Tschentscher. Wirtschaftsverbände bedauerten das Nein zu Olympia.

Urlaub in Deutschland könnte für viele angesichts der angespannten Weltlage eine realistische Option werden. Profitieren dürften nach Ansicht des Tourismus-Koordinators vor allem küstennahe Regionen.