Kritik an hoher Kurtaxe in Wiesbaden

| Politik Politik

Ab dem 1. Februar hat die Stadt Wiesbaden die Kurtaxe auf einen Rekordwert erhöht. Auch Geschäftsreisende müssen zahlen. Nun schlagen Hoteliers und Gastronomen laut Tagesschau Alarm.

Seit der Einführung der neuen Regelung müssen alle Gäste nun fünf Euro Kurtaxe pro Nacht entrichten, was einer Steigerung um zwei Drittel entspricht. Dieser Schritt soll dazu dienen, die finanziellen Lücken im Stadthaushalt zu schließen und Kürzungen im Sozial- und Kulturbereich zu vermeiden.

Im Vergleich zu anderen Städten wie Mainz und Frankfurt, die lediglich zwei Euro pro Nacht als Tourismusabgabe erheben, ist Wiesbaden nun besonders teuer. Sogar beliebte Touristenziele wie Sylt, Wangerooge oder Norderney verlangen weniger als Wiesbaden. Dies hat zu Kritik von Seiten der Industrie- und Handelskammer geführt, die die Wettbewerbsfähigkeit der Stadt gefährdet sieht.

Auch die Hoteliers und Gastronomen in Wiesbaden sehen die Preiserhöhung mit Sorge. Der Wiesbadener Kreisverband des Dehoga kritisierte die Erhöhung als "kurzsichtige Kassenpolitik" und befürchtet "fatale Folgen für die gastgewerblichen Betriebe und die Vermarktung des Kongressstandortes".


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die EU-Kommission hat Einwände gegen Teile der geplanten deutschen Tierhaltungskennzeichnung. Ein Verbändebündnis um den DEHOGA fordert deshalb erneut, die vorgesehene Kennzeichnungspflicht für die Außer-Haus-Verpflegung aus dem Gesetzentwurf zu streichen.

Die Bundesregierung bereitet eine Steuer auf stark gezuckerte Getränke vor. Die Deutschen zeigen sich bei dem Thema gespalten.

Großbritannien konnte den Zuckergehalt in Softdrinks fast halbieren, Frankreich stützt mit der Zuckersteuer die Krankenversicherung von Bauern und ein Land besteuert Limonade, aber fördert Schnaps.

Die EU-Kommission sieht im Entwurf des Gesetzes zur Tierhaltungskennzeichnung einen Verstoß gegen das EU-Recht. Ein Verbändebündnis aus Gastronomie und Lebensmittelwirtschaft fordert daraufhin die Streichung der Pflichtkennzeichnung für die Außer-Haus-Verpflegung.

Finanzminister Lars Klingbeil will keine Extrasteuer auf zuckerfreie Getränke erheben. «Das mache ich nicht. Das wird nicht kommen», erklärte der SPD-Chef. Eine «Zuckersteuer auf zuckerfreie Getränke» ergebe keinen Sinn.

Der Deutsche Tourismusverband kritisiert die AfD-Pläne zur Umgestaltung der Kultur- und Tourismusvermarktung in Sachsen-Anhalt. DTV-Präsident Meyer belegt die wirtschaftliche Relevanz ostdeutscher Kulturstätten und warnt vor Schäden für das internationale Image.

 In der Bundesregierung zeichnet sich ein Streit um die konkrete Ausgestaltung der geplanten Zuckersteuer ab. Wie zuerst die «Bild»-Zeitung unter Verweis auf ein Papier aus dem Finanzministerium berichtete, gibt es Pläne, dass die geplante Zuckersteuer mehr Produkte betreffen könnte als gedacht.

Teaser: Berlin plant eine behördenübergreifende Servicestelle für Veranstaltungen. Sie soll Veranstalter beraten und über Zuständigkeiten, erforderliche Unterlagen und zeitliche Abläufe informieren, selbst aber keine Genehmigungen erteilen.

Booking.com muss Kunden in Österreich nach der Buchung Name und ladungsfähige Anschrift privater Unterkunftgeber mitteilen. Der Oberste Gerichtshof hat die Revision der Plattform gegen die entsprechende Entscheidung der Vorinstanzen zurückgewiesen.

Die geplante Abschaffung des Rabattfreibetrags für Mitarbeiter ist im aktuellen Referentenentwurf zur Einkommensteuerreform nicht mehr enthalten. Zuvor hatten Verbände aus Hotellerie, Gastronomie und Touristik die Pläne kritisiert.