Kultusminister-Chefin: Im Ferienstreit Südländern notfalls nachgeben

| Politik Politik

Im Sommerferien-Streit zwischen den Bundesländern will die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Stefanie Hubig (SPD), den Forderungen Bayerns und Baden-Württembergs notfalls nachgeben. «Niemand im Rest des Landes kann verstehen, warum Bayern und Baden-Württemberg eine Sonderregelung verdient haben sollen», sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Montag). Die SPD-Politikerin betonte zugleich: «Wahr ist aber auch: Es wird schwer werden, ihnen diese Privilegien wieder wegzunehmen. Es kann sein, dass uns anderen Ländern am Ende nichts anderes übrig bleibt, als die Klügeren zu sein und nachzugeben.»

Hubig ergänzte, das rollierende System, nach dem mal die einen und mal die anderen Länder früh mit den Ferien beginnen, habe sich bewährt. Bayern und Baden-Württemberg nehmen an dem System nicht teil, sie wollen auch an ihren angestammten Terminen von August bis Mitte September festhalten. Die Gründe aus der Vergangenheit dafür gebe es nicht mehr, sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin hingegen. Es sei ja nicht so, «als würden die Schüler im Süden wie in den Nachkriegsjahrzehnten zur Ernte eingesetzt». Sie nannte es «ein Gebot der Gerechtigkeit, dass alle an dem rollierenden System teilnehmen».


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Altmaier will Kritik der Unternehmen an Corona-Staatshilfen entschärfen

Viele Firmen stehen in der Coronavirus-Krise mit dem Rücken zur Wand. In der Wirtschaft mehr sich die Kritik an den Hilfsprogrammen der Regierung. Der Wirtschaftsminister versucht zu beschwichtigen.

 

Bundesrat segnet Hilfspakete ab - Keine Lockerung der Beschränkungen

Die gewaltigen Hilfen in der Corona-Krise zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen, Unterstützung von Krankenhäusern sowie zur Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger können fließen. Zwei Tage nach dem Bundestag hat ihnen am Freitag auch der Bundesrat zugestimmt.

Entscheidung über Verlängerung der Reisewarnung nicht vor 20. April

Die Bundesregierung will nicht vor dem 20. April entscheiden, was aus der bis Ende April befristeten Warnung vor touristischen Auslandsreisen wird. Man müsse dann beurteilen, wie die Situation in den einzelnen Ländern sei und wie sich der Flugverkehr entwickele.

+++ DEHOGA-Umfrage zu den Hilfsmaßnahmen des Bundes und der Länder +++

Der DEHOGA hat eine Umfrage gestartet. Der Verband will sich ein Bild darüber machen, welche Maßnahmen der Politik helfen und welche Probleme weiterhin bestehen. Alle Hoteliers und Gastronomen sind aufgefordert mitzumachen, damit der Politik vermittelt werden kann, wo jetzt Handlungsbedarf besteht, sagt der DEHOGA.

Auf Ausflüge in die Berge verzichten

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat die Bürger in der Coronavirus-Krise dazu aufgerufen, am Wochenende auf Ausflüge in die Berge zu verzichten. Für manche Landkreise seien Ausflügler eine Belastung, unter anderem für die Bergwacht.

Gutschein oder Geld zurück - Debatte um Erstattung für Reisende

Pauschalreisen und Flüge sind wegen der Corona-Krise abgesagt, Kunden wollen ihr Geld zurück, die Reisebranche fürchtet jedoch um ihre Existenz. Jetzt ist eine Debatte um Gutscheine anstelle von Erstattungen entbrannt.

Tourismuswirtschaft fordert Nachbesserung an Coronahilfe-Notpaket

Die Deutsche Tourismuswirtschaft hat sich an die Regierung gewandt und fordert für die Branche notwendige Nachbesserungen am Nothilfefonds. Weitere Maßnahmen müssten demnach schnellstmöglich getroffen werden, damit keine Unternehmen und Arbeitsplätze verloren gehen.

Vorstoß aus Regierung: Gutscheine statt Erstattung für Touristen

Bei stornierten Flügen und Pauschalreisen sollen Konsumenten, nach Vorschlägen aus der Bundesregierung, künftig Gutscheine erhalten anstelle von Erstattungen. Damit könnten Fluggesellschaften und Reiseveranstalter in der Corona-Krise finanziell entlastet und vor Liquiditätsengpässen bewahrt werden.

Bundestag verabschiedet Hilfspaket

Berlin spannt einen Corona-Schutzschirm von vielen hundert Milliarden Euro über Gesellschaft und Wirtschaft. Das gesetzliche Eilverfahren ist noch nicht zu Ende - da kommt schon der Ruf nach einer Exitstrategie.

Bundesregierung: Vorerst keine Lockerung von Corona-Krisenmaßnahmen

Die Bundesregierung sieht vorerst keinen Anlass für Lockerungen der umfassenden Corona-Krisenmaßnahmen. Auch wenn sich ein leichtes Abflachen der Kurve andeute, gebe es weiterhin eine hohe Zahl an Neuinfektionen und keinen Grund für Entwarnung.