Saarland: Millionen-Förderung fürs Gastgewerbe

| Politik Politik

Das Saarland will die nachhaltige Modernisierung von Gastronomie- und Übernachtungsbetrieben fördern. Dazu stellt es nach Angaben von Wirtschaftsminister Jürgen Barke (SPD) 25 Millionen Euro aus dem Transformationsfonds für Investitionen zur Verfügung. 

Das Programm richtet sich an Übernachtungsbetriebe (auch Campingplätze) sowie Gastronomiebetriebe, die mindestens zwei Vollzeitmitarbeiter beschäftigen und seit mindestens zwei Jahren auf dem Markt tätig sind. Besonders im Fokus stehen Investitionen in energieeffiziente Sanierungen, die Installation von Ladesäulen für E-Fahrzeuge sowie die Verwendung von energiesparenden Leuchtmitteln und Elektrogeräten. Auch Maßnahmen wie die Begrünung von Gebäuden oder die Schaffung barrierefreier Zugänge können gefördert werden.

Die Fördersumme beträgt bis zu 300.000 Euro pro Unternehmen. Anträge können für Vorhaben gestellt werden, die zu mindestens 50 Prozent in den Bereich Nachhaltigkeit investieren. Das Programm beginnt voraussichtlich im Mai 2025.

Nach dem Programm Digital-Invest KMU und dem Trafo-Beteiligungsfonds für Start-ups sei dies die dritte Auskopplung aus dem Mittelstandspaket der Landesregierung, die in die Umsetzung gehe. «Wir leisten damit einen wichtigen Beitrag, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Gastronomie und Hotellerie zu sichern und die Branche fit für die Zukunft zu machen», sagte Barke. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) will das Verbot der Bettensteuer durch den Freistaat Bayern vor dem Bundesverfassungsgericht prüfen lassen. Zuerst muss aber noch der Stadtrat zustimmen.

Die Idee einer Steuer auf zuckerhaltige Getränke stößt in der Bevölkerung einer Umfrage zufolge auf große Zustimmung. 60 Prozent der Befragten bewerten eine Steuer positiv, deren Höhe mit dem Zuckergehalt des Getränks steigt.

Während 60,4 Millionen Übernachtungen über Portale den Wohnraum unter Druck setzen, warnt Hotelier Marco Nussbaum vor der Lobby-Macht der Plattformen. Der Hotelverband IHA liefert mit einem neuen Leitfaden die Werkzeuge für Kommunen, um für faire Wettbewerbsbedingungen zu sorgen.

Die Ära der kleinen Kosmetikfläschchen in Hotelzimmern geht zu Ende. Ab 2030 untersagt eine neue EU-Verordnung Einwegverpackungen für Hygieneartikel im Beherbergungssektor. Während Hotels auf nachfüllbare Spendersysteme umstellen, bleibt der Verkauf von Reisegrößen im Einzelhandel vorerst erlaubt.

Die erste Tarifrunde für die Beschäftigten im niedersächsischen Gastgewerbe endete in Hannover ohne Abschluss. Während der Dehoga eine zweistufige Erhöhung um insgesamt 5 Prozent anbot, lehnte die Gewerkschaft NGG die Vorschläge ab. Die Verhandlungen werden im März fortgesetzt.

Die stellvertretende NGG-Vorsitzende Claudia Tiedge kritisiert Forderungen nach einer Aufweichung des Acht-Stunden-Tags und warnt vor negativen Folgen für die Gleichstellung von Frauen.

Das Gastgewerbe in Sachsen-Anhalt sieht die seit Jahresbeginn geltende Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen zwar als spürbare Entlastung, schätzt die aktuelle Lage aber dennoch weiter als angespannt an.

Der DEHOGA setzt sich mit einer Kampagne für die Ablösung der täglichen Höchstarbeitszeit ein. Durch eine Umstellung auf die Wochenarbeitszeit sollen Betriebe sowie deren Beschäftigte von mehr Flexibilität profitieren. Die Bundesregierung braucht der Verband allerdings nicht mehr zu überzeugen. Die wöchentliche Höchstarbeitszeit ist längst in Planung.

Der CDU-Parteitag hat eine Steuer auf gezuckerte Getränke abgelehnt. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther will aber noch nicht aufgeben und hat jetzt andere Pläne.

Mehrkosten fürs Mitnehmen? Potsdam will dem Beispiel Tübingen folgen und eine Verpackungssteuer einführen. Die Wirtschaft befürchtet, dass es am Ende der Kunde zu spüren bekommt.