Sternekoch Alexander Herrmann tritt für CSU bei Kommunalwahl an

| Politik Politik

Sternekoch Alexander Herrmann tritt bei der Kommunalwahl 2026 als CSU-Kandidat für den Kreistag Kulmbach an. Der bekannte Gastronom steht auf dem 50. und damit letzten Listenplatz, wie der Kulmbacher CSU-Kreisverband der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Alexander Herrmann selbst teilte auf Anfrage mit, dass ihn der oberfränkische Bezirkstagspräsident Henry Schramm (CSU) gefragt habe, ob er bei der Wahl antreten wolle: «Wir kennen uns schon seit vielen Jahren und ich habe sofort Ja gesagt.» Er wolle jedoch nicht «in die große Politik einsteigen», sondern «den regionalen Austausch noch mehr intensivieren». Dafür sei die «konservative Mitte» der richtige Ort.

Herrmann ist in Kulmbach geboren und wuchs im nahegelegenen Wirsberg auf. Dort betreibt er außerdem ein Hotel mit Restaurant. Ebenso gründete er mehrere Restaurants in Nürnberg. Deutschlandweit bekannt wurde der 54-Jährige durch zahlreiche Auftritte in Fernsehkochshows. Unter anderem moderierte er die Sendung «Chefkoch TV – Lecker muss nicht teuer sein» auf RTL.

Spenden an Bayerische Polizeistiftung

Schon in der Vergangenheit hatte sich Alexander Herrmann mehrfach politisch geäußert. Unter anderem kritisierte er die von der damaligen Ampel-Regierung beschlossene Rückkehr zur vollen Mehrwertsteuer im Gastgewerbe ab 2024 und warnte vor einer Pleitewelle in der Gastronomie.

Im Jahr 2023 brachte Herrmann ein Kochbuch namens «Heldenküche» heraus, in dem bayerische Polizistinnen und Polizisten ihr jeweiliges Lieblingsgericht vorstellten. Der Erlös aus dem Verkauf floss teilweise an die Bayerische Polizeistiftung. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) lobte das Buch als «kulinarische Entdeckungsreise hinter die Kulissen der Bayerischen Polizei». Im Juli 2024 erhielt der Sternekoch von Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder den Bayerischen Verdienstorden. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die stellvertretende NGG-Vorsitzende Claudia Tiedge kritisiert Forderungen nach einer Aufweichung des Acht-Stunden-Tags und warnt vor negativen Folgen für die Gleichstellung von Frauen.

Das Gastgewerbe in Sachsen-Anhalt sieht die seit Jahresbeginn geltende Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen zwar als spürbare Entlastung, schätzt die aktuelle Lage aber dennoch weiter als angespannt an.

Der DEHOGA setzt sich mit einer Kampagne für die Ablösung der täglichen Höchstarbeitszeit ein. Durch eine Umstellung auf die Wochenarbeitszeit sollen Betriebe sowie deren Beschäftigte von mehr Flexibilität profitieren. Die Bundesregierung braucht der Verband allerdings nicht mehr zu überzeugen. Die wöchentliche Höchstarbeitszeit ist längst in Planung.

Der CDU-Parteitag hat eine Steuer auf gezuckerte Getränke abgelehnt. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther will aber noch nicht aufgeben und hat jetzt andere Pläne.

Mehrkosten fürs Mitnehmen? Potsdam will dem Beispiel Tübingen folgen und eine Verpackungssteuer einführen. Die Wirtschaft befürchtet, dass es am Ende der Kunde zu spüren bekommt.

Der Hotelverband Deutschland (IHA) knüpft die Unterstützung für den Digitalen Euro an klare Bedingungen. Für den Erfolg in Hotellerie und Gastronomie fordert der Verband Gebührenfreiheit bei Kleinbeträgen und feste Transaktionsgebühren statt prozentualer Kosten.

Knausern viele Wirte beim Lohn? Der Dehoga Bayern weist Vorwürfe der Gewerkschaft NGG entschieden zurück und betont, dass die Mehrwertsteuersenkung direkt in Lohnsteigerungen und Beschäftigungssicherung fließt.

85 Kilo pro Kopf: Frankreich isst deutlich mehr Fleisch als Deutschland. Jetzt ruft die Regierung zu weniger Konsum auf – aber um die genaue Formulierung gab es Streit.

Die Denkfabrik „Zukunft der Gastwelt“ fordert ein umfassendes Belastungsmoratorium für das Gastgewerbe. In ihrem Schreiben an Bundestagsabgeordnete werden Insolvenzen, wie die der Revo Hospitality Group, als strukturelles Branchenproblem dargestellt. Marc Schnerr beleuchtet in einem Kommentar, warum er diese Argumentation ein wenig einseitig findet.

Die Kommission zur Sozialstaatsreform plant eine Neuausrichtung der Einkommensanrechnung und eine Vereinfachung von Sozialleistungen. Der Branchenverband DEHOGA verweist in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung für geringfügig Beschäftigte im Gastgewerbe und warnt vor möglichen Fehlanreizen für Schwarzarbeit.