Tarifabschluss im Gastgewerbe Baden-Württemberg: Entgelte steigen in drei Stufen

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Der Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben sich am 12. Januar 2026 auf einen neuen Entgelt-Tarifvertrag für das baden-württembergische Gastgewerbe geeinigt. Die Übereinkunft  umfasst eine Laufzeit, die bis zum 31. März 2028 festgeschrieben ist. Kern der Einigung ist eine schrittweise Erhöhung der Löhne und Gehälter in insgesamt drei Phasen.

In der ersten Stufe steigen die Löhne und Gehälter der Beschäftigten ab April 2026 um 3,5 Prozent. Die zweite Stufe greift ab Januar 2027 und sieht eine weitere Entgelt-Erhöhung um 3,5 Prozent vor. In einer dritten Stufe werden die Löhne und Gehälter ab September 2027 dann nochmals um 2 Prozent angehoben. Diese Erhöhungen finden auch auf die Vergütung der Auszubildenden in der Branche Anwendung.  

Abweichend von diesen prozentualen Erhöhungen werden die Löhne für die unteren Tarifgruppen (ungelernte Mitarbeitende) über das Niveau des gesetzlichen Mindestlohns angehoben: In der ersten Stufe (ab April 2026) steigen die Löhne in Tarifgruppe 1A (angeleitete Kräfte) auf 14,10 Euro pro Stunde und in Tarifgruppe 1B (angelernte Kräfte) auf 14,70 Euro pro Stunde. In der zweiten Erhöhungsstufe (ab Januar 2027) werden die Tarifgruppen für ungelernte Arbeitnehmer dann nochmals auf 14,80 Euro pro Stunde (Tarifgruppe 1A) bzw. auf 15,40 Euro pro Stunde (Tarifgruppe 1B) angehoben.

Die dritte Lohnerhöhungsstufe (plus 2 Prozent ab September 2027) greift dann ab Tarifgruppe 2 (ausgebildete Fachkräfte).

DEHOGA-Landesvorsitzender Dr. Hans-Ulrich Kauderer, der die Verhandlungen für die Arbeitgeberseite führte, kommentiert: „Dass wir trotz weit auseinanderliegender Positionen zu einer Einigung gekommen sind, zeigt, dass die Tarifpartnerschaft im baden-württembergischen Gastgewerbe funktioniert. Das ist ein gutes Signal für die Branche im Land.“ Mit den jetzt getroffenen Vereinbarungen sei man an die Grenze dessen gegangen, was für die Betriebe in der aktuell schwierigen Wirtschaftslage leistbar sei. Gleichzeitig habe man unrealistische Forderungen der Gewerkschaft (z.B. Anhebung der Azubi-Gehälter um 200 Euro) erfolgreich abgewehrt.

Die NGG zeigte sich zufrieden mit dem Tarifabschluss. „Wir halten das für einen ganz wichtigen Schritt raus aus der Niedriglohnfalle hin zu echter Fachkräftesicherung“, sagte Landesbezirkssekretär Alexander Münchow. 


 

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