Teure Unterbringung von Geflüchteten in Kölner Hotels 

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Die teure Unterbringung von Geflüchteten in Hotels hat der Stadt Köln viel Kritik eingebracht. Der WDR wollte daraufhin von den 30 größten Städten und Gemeinden wissen: Wo werden Geflüchtete ebenfalls so untergebracht? Und zu welchen Bedingungen? Das Ergebnis: Neben Köln sind darunter fünf weitere Städte und Gemeinden, die auf Hotels zurückgreifen. Allerdings zu extrem unterschiedlichen Kosten. (Hier zum WDR-Filmbericht)

Demnach haben die Städte Dortmund, Hamm, Moers und Bergisch-Gladbach in Nordrhein-Westfalen jeweils ein Hotel, und die Stadt Mönchengladbach zwei Hotels angemietet. Große Ausnahme ist die Stadt Köln. Hier sind derzeit noch mehr als 2.200 Geflüchtete in insgesamt 40 ehemaligen Hotels untergebracht.

Auch bei den Preisen fällt Köln deutlich aus dem Rahmen. Dortmund zahlt gut acht Euro pro Nacht und Person. Macht rund 240 Euro Monatsmiete pro Person. Wichtig dabei: Die Hotelzimmer sind in fast allen Fällen mit mehreren Personen belegt. So kostet ein Zimmer, in dem zwei Personen untergebracht sind, in Dortmund schon 480 Euro im Monat. Werden vier Personen in dem Zimmer untergebracht, schnellt die Monatsmiete für dieses eine Zimmer auf 960 Euro hoch.

Die Stadt Köln zahlt den Hotelbesitzern sogar im Schnitt 31 Euro pro Person und Nacht, gut 900 Euro im Monat. Bei einer Belegung mit mehreren Personen - was auch hier die Regel ist – kommen so schnell 4.500 Euro Monatsmiete zusammen – für ein einzelnes Hotelzimmer mit Bad.

Für die Betreiber ein lukratives Geschäft. Vor allem, weil sich einige Kommunen auf lange Vertragslaufzeiten eingelassen haben und eine Mindestbelegung zahlen, egal wie viele Menschen tatsächlich gerade untergebracht sind.

Die Stadt Köln verteidigt die Hotel-Anmietungen. Die Stadt befinde sich nach wie vor in einem „Not-Zustand“, erklärt Sozialdezernent Harald Rau dem WDR. Die Alternative wäre, die Flüchtlinge zurück in die Turnhallen zu schicken, was man nicht wolle.

In Düsseldorf sieht es anders aus. Durch kurze Vertragslaufzeiten mit den Hotelbetreibern und den Kauf von Immobilien und Modulbauten habe man erreicht, dass in der Landeshauptstadt keine Geflüchteten mehr in Hotels untergebracht sind, so Miriam Koch, Leiterin des Amtes für Migration.

Nach WDR-Recherchen befinden sich viele der Kölner Flüchtlingshotels in einem schlechten oder extrem schlechten Zustand. Zudem sind die Zimmer oft mit vier oder gar acht Personen belegt. Der Kölner Flüchtlingsrat kritisiert diese Lösung nicht nur wegen der hohen Kosten. Sie sei auch für die Flüchtlinge mit vielen Nachteilen verbunden.

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