„Topf Secret“: Food-Watch plant “Mitmach-Hygiene-Pranger” / DEHOGA übt scharfe Kritik

| Politik Politik

Die Lobby-Organisation Food-Watch will eine Online-Plattform ins Leben rufen, auf der Verbraucher auf einfache Weise herausfinden können sollen, wie es um die Hygiene in Restaurants, Imbissbuden oder Bäckereien bestellt ist. Dazu hat Foodwatch sich mit der Transparenz-Initiative „Frag Den Staat“ zusammengetan und will „Topf Secret“ in Kürze starten. Wie das Mitmach-Portal funktioniert, steht noch nicht fest.

DEHOGA-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges kritisierte der AHGZ den Panger als „reinsten Populismus“. Gastronomen dürften nicht zu Unrecht an den öffentlichen Pranger gestellt werden.

„Food Watch“ geht aber davon aus, dass es viel zu berichten gibt und schreibt reißerisch in einer Einladung zu einer Pressekonferenz: „Immer wieder stoßen Lebensmittelkontrolleure bei ihrer Arbeit auf ekelerregende Zustände. Seit Jahren wird ungefähr jeder vierte kontrollierte Lebensmittelbetrieb in Deutschland negativ beanstandet. Verbraucherinnen und Verbraucher erfahren von diesen Zuständen jedoch meistens nichts – denn die Behörden halten die Kontrollberichte bis auf wenige Ausnahmefälle geheim. Die Verbraucherorganisation foodwatch und die Transparenz-Initiative FragDenStaat wollen mit der neuen Online-Plattform „Topf Secret“ Licht ins Dunkel bringen“

FragDenStaat kennt sich mit Anfragen an Behörden aus. Gut möglich, dass hier dann regelmäßig Anfrage aus Auskunft über Hygienemängel angefordert und zentral gesammelt werden. Food-Watch bezeichnet die neue Internetseite ferner als „Mitmach-Portal“, was danach klingt, dass auch Verbraucher hier Inhalte beisteuern sollen. Wie das neue Portal funktioniert, wird in der nächsten Woche bekanntgeben.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die schwarz-rote Koalition reagiert auf gestiegene Preise. Eine Maßnahme: die sogenannte Entlastungsprämie von 1.000 Euro. Doch Unternehmensvertreter reagieren genervt.

Die NGG wirft dem DEHOGA Rheinland-Pfalz vor, Tarifverhandlungen einseitig für gescheitert erklärt zu haben. Beide Seiten stellen unterschiedliche Positionen zu Angebot und Forderungen dar.

Die schwarz-rote Koalition reagiert auf gestiegene Preise. Eine Maßnahme: die sogenannte Entlastungsprämie. Doch wie viele Arbeitnehmer sie am Ende bekommen, bleibt abzuwarten.

Die Folgen des Iran-Kriegs belasten Autofahrer und Wirtschaft. Mit einer Steuersenkung und einem Krisen-Bonus will die Koalition helfen. Weitere Reformen sollen folgen.

Die Bundesregierung hält an ihren Plänen fest, künftig eine wöchentliche statt einer täglichen Höchstarbeitszeit zu ermöglichen. Das geht aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke hervor, die als Bundestagsdrucksache vorliegt.

Berlin will über den Bundesrat eine bundesweite Pflicht für digitale Zahlungsmittel durchsetzen. Auch im Koalitionsvertrag von Union und SPD ist eine entsprechende Regelung vorgesehen.

Ein Bündnis mehrerer Branchenverbände spricht sich gegen die geplante Ausweitung der Tierhaltungskennzeichnung auf die Gastronomie aus. Die Organisationen sehen laut Mitteilung zusätzliche Belastungen und fordern ein Aussetzen des Gesetzesvorhabens.

Das Bundeskabinett hat eine Verordnung beschlossen, die Ausnahmen vom Lärmschutz für Public Viewing während der Fußball-WM 2026 ermöglicht. Städte und Gemeinden sollen dadurch flexibler über Veranstaltungen in den Nachtstunden entscheiden können.

Eine Expertenkommission empfiehlt zur Sanierung der Krankenkassen Steuererhöhungen auf Tabak, Alkohol und Zucker. Während die Berater auf Prävention und Milliardenentlastungen setzen, warnen Verbraucherschützer vor neuen sozialen Barrieren im Gesundheitssystem.

Jugendliche ab 14 Jahren dürfen in Begleitung etwa der Eltern in der Öffentlichkeit Bier, Wein oder Sekt trinken. Die Jugendministerin will das «begleitete Trinken» beenden.