Umfrage: Geteilte Meinung zum 49-Euro-Ticket

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Die Meinungen zum Preis des geplanten 49-Euro-Tickets für Busse und Bahnen sind in der Bevölkerung geteilt. Nach einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov halten 38 Prozent der Menschen in Deutschland die vorgeschlagenen 49 Euro pro Monat für zu teuer. Ebenfalls 38 Prozent schätzen diesen Preis für ein bundesweit gültiges Nahverkehrsticket als genau richtig ein. 8 Prozent der Befragten gaben an, 49 Euro seien zu preiswert. 16 Prozent machten keine Angabe.

Die Verkehrsminister von Bund und Ländern hatten sich am Donnerstag vergangener Woche auf das Modell als Nachfolger des 9-Euro-Tickets verständigt (Tageskarte berichtete). Allerdings sind Finanzierungsfragen weiter offen. Das muss nun auf Spitzenebene geklärt werden.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) regte an, die Kosten für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) künftig zwischen Bund und Ländern zu teilen. «Wir müssen uns den Grund vor Augen führen, warum es immer wieder zu Konflikten kommt: Der ÖPNV ist Ländersache und der Bund soll laut Verfassung einen Betrag aus dem Steueraufkommen dazu geben», sagte Wissing dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Montag).

«Es gibt aber keinen festen Satz, wie viel die Länder und der Bund jeweils zahlen sollen.» Auf die Frage, welche Aufteilung ihm vorschwebe, antwortete er: «Wir haben viele Dinge wie das Deutschlandticket oder den Corona-Rettungsschirm hälftig finanziert.»

Wissing strebt die Klärung der Kostenaufteilung mithilfe des Modernisierungspaktes und eines Beschlusses in der Verkehrsministerkonferenz an: «Im Rahmen des Ausbau- und Modernisierungspaktes wollen wir klären, wie die Kosten für den ÖPNV zwischen Bund und Ländern künftig aufgeteilt werden», sagte er.

«Wir könnten den Artikel in der Verfassung zum Beispiel durch einen Beschluss der Verkehrsministerkonferenz von Bund und Ländern konkretisieren.» Eine faire und klare Aufteilung der Mittel würde eine gute Grundlage für die Zusammenarbeit von Bund und Ländern schaffen, ergänzte er. (dpa)


 

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