Finanzspritze: Travelport sichert sich eine Milliarde US-Dollar

| Technologie Technologie

GDS-Betreiber Travelport hat Zusagen über Investitionen in Höhe von einer Milliarde US-Dollar erhalten. Die Hälfte kommt den Angaben nach von Tochterunternehmen der Travelport-Eigentümer. Weitere 500 Millionen Dollar hat Travelport als Zusage für Finanzierungskapazitäten erhalten.

500 Millionen US-Dollar kommen demnach von Tochterunternehmen der Travelport-Eigentümer – die Siris Capital Group LLC (Siris) und die Evergreen Coast Capital Corp. (Evergreen) die Private-Equity-Tochtergesellschaft der Elliott Management Corporation (Elliott). Weitere 500 Millionen US-Dollar hat Travelport als Zusage für Finanzierungskapazitäten erhalten.

Nach eigenen Angaben behält Travelport, trotz der massiven Auswirkungen der Covid-19-Pandemie die notwendige Liquidität und kann die Investitionen in die Technik und seine Plattform fortführen. Das Unternehmen sei somit darauf vorbereitet, seine Wachstumsstrategie weiter zu verfolgen, sobald sich die Reisebranche wieder erhole.

Travelport Worldwide Ltd bietet Vertriebs-, Technologie- und Zahlungslösungen für die Reise- und Tourismusbranche. Nach Amadeus und Sabre Corporation ist Travelport das umsatzmäßig kleinste der drei weltweit führenden Vertriebssysteme.

„Die Covid-19-Pandemie und die von den Regierungen als Reaktion darauf verhängten Reisebeschränkungen haben negative Auswirkungen auf die Reisebranche und auch auf uns. Wir sind daher für die starke Unterstützung von Siris und Evergreen, mit deren Hilfe wir diese herausfordernden Zeiten überstehen werden, äußerst dankbar“, sagte Greg Webb, der CEO von Travelport. „Dank ihres starken Bekenntnisses und des neuen Kapitals sind wir in der Lage, die Wünsche unserer Kunden zu erfüllen, unsere Mitarbeiter zu unterstützen sowie die Grundlage dafür zu legen, dass wir gestärkt aus dieser globalen Gesundheitskrise hervorgehen. Die Hilfe unserer Investitionspartner trägt wesentlich zum langfristigen Bestehen unseres Unternehmens bei sowie dazu, dass wir unsere Investitionen in die Technik und in den Übergang zur Plattform der nächsten Generation fortführen“.

Frank Baker, Mitbegründer und Managing Partner von Siris Capital: „Siris bekennt sich klar zur Zukunft, zum Erfolg und zum Wachstum von Travelport. Zu unseren Prioritäten gehört dabei auch, dass das Unternehmen seine Marktposition als bevorzugter Branchenpartner festigt. Wir blicken der künftigen Entwicklung von Travelport mit Zuversicht entgegen, zumal das Unternehmen wichtige Schritte unternimmt, um seine Robustheit weiter zu stärken und die aktuelle Krise zu überwinden.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eventmachine stellt mit „FastPath Setup“ einen KI-gestützten Daten-Onboarding-Prozess für den MICE-Vertrieb vor. Aus verstreuten Unterlagen und Mitarbeiterwissen entsteht ein strukturiertes Angebotsportfolio, während der „Setup Health Check“ Konfigurationen live auf Logikfehler und falsches Pricing prüft. So können Hotels ab dem ersten Tag fehlerfreie MICE-Sofortangebote erstellen.

Pressemitteilung

Die Hotellerie steht angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels und steigender Betriebskosten vor der Herausforderung, operative Abläufe effizienter zu gestalten. Mit der Veröffentlichung des neuen White Papers „Der Generationenkompass im Hotelbetrieb“ präsentiert der Hotel-Technologieanbieter Straiv frische empirische Marktdaten zu den tatsächlichen Erwartungen von Hotelgästen.

Wo entstehen Umsätze, welche Vertriebskanäle bringen Buchungen und welche Zimmerkategorien sind besonders gefragt? DIRS21 will Hoteliers mit dem neuen Modul DIRS21 Insights einen zentralen Überblick über diese Geschäftsdaten geben. Grundlage sind Reservierungsdaten, die bereits innerhalb der Plattform verarbeitet werden.

OpenTable baut seine Plattform mit mehr als 20 neuen und überarbeiteten Funktionen aus. KI und Automatisierung kommen von der Restaurantsuche über ChatGPT und Gemini bis zur Tischsteuerung und Auswertung von Betriebsdaten zum Einsatz.

DIRS21, happyhotel und ibelsa bündeln ihre Marktaktivitäten in Österreich. Fabio Torreggiani übernimmt dabei die Rolle eines gemeinsamen Ansprechpartners für den österreichischen Hotelmarkt.

Die Motel One Group integriert eine KI-gestützte Hotelsuche für Motel One und The Cloud One Hotels in ChatGPT. Verfügbarkeiten und Preise sollen dort in Echtzeit durchsucht werden können, die Buchung erfolgt weiterhin bei Motel One.

Anzeige

PMS, Restaurantkasse, Revenue, Housekeeping, Events: In vielen Hotels läuft alles nebeneinander statt zusammen. Das bremst Entscheidungen, erschwert den Einsatz von KI und kostet jeden Tag Geld. Vernetzte Hospitality-Plattformen sind daher das Zukunftsmodell. Dieser Beitrag zeigt warum, und mit welchen Quick Wins Häuser jetzt aus der Insel-Logik aussteigen.

Die Roomservice-Plattform Camo Hospitality hat vier Millionen US-Dollar in einer Seed-Finanzierungsrunde eingesammelt. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben bereits in mehr als 60 Hotels in sechs US-Märkten aktiv und will mit dem Kapital weiter expandieren.

Der Kampf um die Gastro-Kasse wird härter. Paymentkonzerne, Softwareanbieter und Lebensmittelgroßhändler wollen ins Geschäft. Doch was kostet das den Gastronomen wirklich – und wer verdient am Ende alles mit?

Mews Financial Services hat von der niederländischen Zentralbank DNB eine Lizenz als E-Geld-Institut erhalten. Die regulierten Funktionen sollen ab Ende 2026 zunächst bei einer Pilotgruppe von Unterkünften in den Niederlanden eingeführt und anschließend auf den EWR ausgeweitet werden.