KI-Vergleichstest zur Hotelsuche: Unterschiedliche Ergebnisse bei identischer Reiseanfrage

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Immer mehr Reisende nutzen laut einer Mitteilung neben klassischen Suchmaschinen auch Anwendungen wie ChatGPT oder Gemini für die Urlaubsplanung. Ein Vergleichstest der Digital-Agentur Online Birds zeigt, dass identische Anfragen bei verschiedenen Systemen zu unterschiedlichen Ergebnissen führen.

Einheitliche Anfrage, unterschiedliche Resultate

Für den Test wurde nach Angaben von Online Birds ein einheitlicher Suchauftrag formuliert: fünf Tage „Wandern und Wellness“ für zwei Personen, mit einem Budget von maximal 2.000 Euro, Abreise aus München oder Salzburg sowie einer maximalen Anreisezeit von drei bis vier Stunden.

Die drei getesteten Systeme lieferten daraufhin unterschiedliche Vorschläge.

ChatGPT empfahl laut Mitteilung ein Drei-Sterne-Hotel im Berchtesgadener Land. Die Antwort basierte demnach auf Informationen aus Diskussionsforen, Online-Enzyklopädien und allgemein verfügbaren Internetquellen.

Gemini schlug nach Angaben von Online Birds ein Vier-Sterne-Hotel in Salzburg vor. Grundlage seien insbesondere Inhalte aus Bewertungsportalen und redaktionellen Angeboten wie Wellness Heaven oder dem Relax Guide gewesen.

Ein spezialisierter Reise-Chatbot wiederum empfahl ein Vier-Sterne-Hotel in Zell am See. Die Auswahl beruhte laut Mitteilung vor allem auf Buchungsdaten sowie auf Bewertungen von Gästen auf externen Plattformen.

Unterschiede bei Datenquellen und Gewichtung

Der Vergleich zeigt nach Angaben von Online Birds, dass die Systeme unterschiedliche Datenquellen nutzen und gewichten. Während ChatGPT auf eine breite, allgemein zugängliche Datenbasis zurückgreift, orientiert sich Gemini stärker an kuratierten Bewertungsportalen. Der spezialisierte Reise-Chatbot berücksichtigt hingegen vor allem konkrete Buchungs- und Bewertungsdaten.

„Drei Tools, drei Sieger, drei verschiedene Quellen“, heißt es in der Mitteilung von Online Birds. Kein vorgeschlagenes Hotel sei demnach aufgrund klassischer Werbemittel ausgewählt worden.

Hinweise für Hotels aus dem Vergleich

Der Test zeigt laut Mitteilung von Online Birds, dass die Auswahl der vorgeschlagenen Hotels von den jeweils genutzten Datenquellen der Systeme abhängt. Die drei untersuchten Anwendungen griffen dabei auf unterschiedliche Grundlagen zurück, darunter frei verfügbare Internetinhalte, Bewertungsportale sowie Buchungs- und Gästedaten.

Nach Angaben der Agentur wurde kein Hotel aufgrund klassischer Werbemittel ausgewählt. Stattdessen basierten die Empfehlungen auf Informationen, die auf externen Plattformen oder in öffentlich zugänglichen Quellen hinterlegt sind.

In der Mitteilung heißt es dazu: „Was zählt: saubere Daten, echte Bewertungen, Präsenz auf den richtigen Plattformen.“ Zudem wird die eigene Internetseite als Grundlage beschrieben, die diese Informationen bündelt. Wörtlich heißt es: „Denn ohne eine gut strukturierte Basis erkennt keine KI euer Haus als vertrauenswürdige Quelle.“

Weiter heißt es, dass unterschiedliche Systeme verschiedene Schwerpunkte setzen. Während einige Anwendungen auf breit verfügbare Inhalte zugreifen, orientieren sich andere stärker an kuratierten Bewertungsportalen oder an konkreten Buchungs- und Bewertungsdaten.

Vor diesem Hintergrund verweist Online Birds darauf, dass Anbieter ihre Präsenz auf den von Gästen genutzten Plattformen kennen sollten. Wörtlich heißt es: „Ihr solltet wissen, auf welchen Plattformen eure Gäste unterwegs sind, und dort konsistent und vollständig aufgestellt sein.“

Hintergrund: Veränderungen im Suchverhalten

Der Vergleich steht laut Mitteilung von Online Birds im Zusammenhang mit einem veränderten Suchverhalten bei Reisenden. Neben klassischen Suchmaschinen würden zunehmend auch KI-gestützte Anwendungen für die Recherche genutzt.

Die vollständigen Ergebnisse des Tests mit den zugrunde liegenden Anfragen und Antworten sind nach Angaben der Deten online abrufbar.


 

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