Mews erhält E-Geld-Lizenz für Finanzdienstleistungen

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Mews Financial Services B.V. hat von der De Nederlandsche Bank (DNB) eine Lizenz als E-Geld-Institut (Electronic Money Institution, EMI) erhalten. Mews bezeichnet sein Managementsystem damit als das erste Hospitality-Managementsystem im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) mit einer solchen Lizenz. Das Unternehmen gab die Erteilung der Lizenz am 11. August 2026 bekannt.

Nach Angaben von Mews ermöglicht die Lizenz dem Unternehmen, Zahlungen über die eigene Infrastruktur abzuwickeln. Zugleich verfüge Mews Financial Services damit über einen regulierten Status im EWR. Zahlungsdienste, Finanzprozesse und operative Daten sollen auf dieser Grundlage in einem System gebündelt werden.

Bislang würden operative Daten in Mews verarbeitet, während Finanzdaten häufig aus Systemen von Drittanbietern stammten. Die EMI-Lizenz schaffe nach Darstellung des Unternehmens die Grundlage dafür, beide Bereiche zusammenzuführen und weitere Finanzfunktionen für das Gastgewerbe zu entwickeln.

Mews verweist auf 19,7 Milliarden US-Dollar Transaktionsvolumen im Jahr 2025

Mews wickelte im Jahr 2025 nach eigenen Angaben ein Transaktionsvolumen von 19,7 Milliarden US-Dollar für Hotels ab. Mit diesem Volumen steige nach Darstellung des Unternehmens auch die Komplexität, Einnahmen mit den entsprechenden Beständen, Bewegungen und Buchungen eines Hotels zu verknüpfen.

Mews will Zahlungs- und Finanzprozesse deshalb mit den operativen Daten verbinden, die Hotels bereits in ihrem Managementsystem verwalten. Die dafür vorgesehene Finanzinfrastruktur soll nach Angaben des Unternehmens reguliert und in das System integriert werden.

Als reguliertes Unternehmen unterliege Mews Financial Services den Anforderungen an Governance, Kundenschutz und Compliance, die für die Erbringung von Zahlungsdienstleistungen im EWR gelten. Dazu gehöre unter anderem die vollständige Trennung von Kundengeldern und den eigenen Betriebsmitteln von Mews.

Die Lizenz schaffe nach Angaben des Unternehmens zudem die Grundlage dafür, Funktionen für Risiko- und Betrugsüberwachung, Sanktionsprüfungen sowie Geldwäscheprävention direkt in das Managementsystem zu integrieren.

Regulierte Funktionen sollen Ende 2026 in den Niederlanden starten

Mews Financial Services plant, die regulierten Funktionen ab Ende 2026 schrittweise einzuführen. Den Anfang solle eine Pilotgruppe von Unterkünften in den Niederlanden machen. Anschließend sei eine schrittweise Ausweitung des Angebots auf den gesamten Europäischen Wirtschaftsraum vorgesehen.

Langfristig will Mews auf Grundlage der bereits über die Plattform verfügbaren Betriebsdaten weitere Finanzprodukte entwickeln. Nach Darstellung des Unternehmens sollen diese Hotels dabei unterstützen, ihren Umsatz zu steigern und finanzielle Prozesse zu vereinfachen.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


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