Romantik-Chef Edelkamp hinterfragt Studie zur Hotelsichtbarkeit in ChatGPT

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Thomas Edelkamp, Vorstandsvorsitzender der Romantik Hotels & Restaurants AG, hinterfragt die Aussagekraft einer Studie zur Sichtbarkeit von Hotelunternehmen in ChatGPT. In einem Beitrag in dem Netzwerk LinkedIn kritisiert er die Auswahl der untersuchten Websites und den Vergleich unterschiedlicher Kennzahlen. Zugleich stellt er Ergebnisse einer eigenen Untersuchung vor und kündigt monatliche Messungen für das Romantik-Netzwerk an.

Die von Edelkamp zitierte Überschrift „Hotelkonzerne erreichen in ChatGPT größere Anteile als bei Google“ entstammt einem Tageskarte-Artikel vom 21. Oktober 2026 über eine Auswertung der Berliner Agentur für Suchmaschinenoptimierung Digitaleffects. 

Edelkamp hinterfragt die Auswahl der Websites und die Vergleichsgrößen

Nach Edelkamps Darstellung umfasst die Untersuchung eine geschlossene Auswahl von 236 Websites, deren Zusammensetzung nicht offengelegt werde. Welche Websites berücksichtigt würden, bestimme das Ergebnis. Die Daten stammten von einem Tool-Anbieter; welche Fragen den KI-Systemen gestellt worden seien, bleibe offen.

Außerdem beanstandet Edelkamp den Vergleich von Nennungen in ChatGPT mit Klicks bei Google. Eine Nennung sei weder ein Klick noch eine Buchung. Er verweist zudem auf das Angebot der Agentur, die Strategie umzusetzen. Sein Urteil lautet: „Als Richtungssignal ist das brauchbar. Als Grundlage für Budgetentscheidungen nicht.“

Nach der im Tageskarte-Bericht wiedergegebenen Auswertung von Digitaleffects erreichen die 15 untersuchten globalen Hotelkonzerne zusammen 40,5 Prozent der erfassten Quellennennungen in ChatGPT, gegenüber 5,9 Prozent bei den untersuchten Besucherzugriffen über Google. Die als Marktanteile bezeichneten Werte beziehen sich nach Angaben der Agentur ausschließlich auf die untersuchten Websites, nicht auf den gesamten Suchmarkt.

Romantik stellt Ergebnisse eigener Abfragen bei ChatGPT und Perplexity vor

Romantik habe selbst 120 Fragen an ChatGPT und Perplexity gestellt, berichtet Edelkamp. Die Fragen hätten sich an möglichen Gästeanfragen orientiert, etwa nach einem romantischen Wochenende an der Ostsee, einem Landhotel mit guter Küche in der Pfalz oder einem Wellnessaufenthalt im Schwarzwald für zwei Personen. Die Kosten für den Durchlauf mit ChatGPT beziffert er auf weniger als 20 Dollar.
Bei Fragen ohne Markennamen sei ein Romantik-Hotel in jeder dritten bis vierten Antwort erschienen. Unter den Hotelmarken und Kooperationen habe Romantik damit in beiden Systemen den Spitzenplatz erreicht, erklärt Edelkamp. Welche anderen Marken und Kooperationen in diesen Vergleich einbezogen wurden, führt er im vorliegenden Beitrag nicht aus.

Romantik kündigt monatliche Messungen für das gesamte Netzwerk an

Hoteliers empfiehlt Edelkamp, ChatGPT und Perplexity zunächst zehn Fragen zu stellen, die auch ihre Gäste stellen könnten. Dabei sei zu prüfen, ob und wie das eigene Haus erscheine. Außerdem rät er zu aktuellen Websites sowie gepflegten Profilen bei Google, Tripadvisor und Booking. Die KI lese auch alte PDF-Dateien und übernehme überholte Angaben.

Einzelne Abfragen reichten nach seiner Einschätzung nicht aus. KI-Antworten schwankten; belastbare Ergebnisse erforderten viele Fragen und Wiederholungen über Monate. Für das gesamte Romantik-Netzwerk kündigt Edelkamp deshalb monatliche Messungen an. Seine Aufforderung an die Privathotellerie lautet: „Erst selbst nachsehen. Dann entscheiden.“

In den Kommentaren findet Edelkamps Beitrag Zustimmung. Mehrere Kommentatoren betonen, dass einzelne KI-Abfragen wenig aussagekräftig seien und Messungen über längere Zeiträume wiederholt werden müssten. Angeregt wird außerdem, neben der Häufigkeit der Nennungen auch zu untersuchen, wie die Hotels in den Antworten dargestellt werden und welche Bedürfnisse potenzielle Gäste bei ihrer Suche haben.


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