Aida-Beschäftigte protestieren gegen Stellenabbau

| Tourismus Tourismus

Beschäftigte von Aida Cruises haben am Donnerstag in Hamburg gegen drohende Entlassungen im Entertainmentbereich des Kreuzfahrtriesen demonstriert. Die Gewerkschaft Verdi wirft Aida vor, das Unternehmen wolle 50 von 85 Stellen im Hamburg streichen.

«Wer seine Beschäftigten seit 15 Monaten in Kurzarbeit hält und sich vom Staat Sozialabgaben bezahlen lässt, und jetzt, beim Neustart der Tourismusbranche, im Regen stehen lässt, handelt unverantwortlich», sagte Verdi-Verkehrsexperte Natale Fontana.

Ein Aida-Sprecher sagte, im Juli seien die betroffenen Beschäftigten darüber informiert worden, «dass im Rahmen einer neuen strategischen Ausrichtung dieses Bereiches neue Inhalte und Prozesse für die zukünftigen Entertainment Inhalte notwendig sind». Derzeit liefen mit dem Betriebsrat «sachliche Gespräche zu einem Interessenausgleich und einem Sozialplan». Aida Cruises beschäftigt nach Angaben des Sprechers an Land rund 1000 Mitarbeiter.

Kiez-Ikone Corny Littmann sagte Verdi zufolge während der Protestaktion: «In Hamburg ist ein einmaliges Entertainmentzentrum mit Hilfe der Stadt entstanden. Durch die Entlassungspläne von Aida wird das jetzt zerstört.» Littmanns «Schmidt» hatte vor mehr als 20 Jahren als erstes Theater ein spezielles Kulturprogramm für Urlauber auf See konzipiert. Damals hatte Littmann die Künstler ausgewählt und die Produktionen mit dem bei Aida angestellten Ensemble erarbeitet. Mittlerweile gastiert Littmanns «Schmidt-Theater» auf «Mein Schiff»-Kreuzfahrten des Aida-Konkurrenten Tui Cruises. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Air New Zealand führt ab November 2026 Schlafkabinen mit Etagenbetten in Langstreckenflugzeugen ein. Economy-Passagiere können die Plätze gegen Aufpreis buchen.

Die Wandersaison hat begonnen. Frische Luft, Ruhe, Hobbits, Weitblicke, Lacher, Betätigung in der Natur, Donald Trump, Bier. Wie schön! Genau das bieten Deutschlands kurioseste Wanderwege.

Fast zwei Drittel der von deutschen Gästen über Airbnb gebuchten Übernachtungen im Inland wurden im Jahr 2025 außerhalb von Städten verbracht. Doch in welchen Regionen war es dabei am günstigsten?

Die Nachfrage nach Campingurlaub zu Pfingsten steigt laut aktuellen Daten von PiNCAMP deutlich an und übertrifft das Wachstum der Sommersaison. Während beliebte Regionen bereits hohe Auslastungen melden, bleiben in vielen europäischen Destinationen noch Restkapazitäten.

Berlin-Touristen können sich künftig kleine Vorteile erarbeiten, wenn sie zum Beispiel Müll einsammeln oder sich anderweitig nachhaltig bei ihrer Reise verhalten. Noch diesen Sommer soll das Programm «BerlinPay» starten.

Der Münchner Flughafen leidet seit der Eröffnung 1992 an einem Geburtsfehler: Er ist mit Fernzügen nicht erreichbar. Bundesverkehrsminister Schnieder deutet an, dass das Manko behoben werden könnte.

Der Arbeitskampf bei der Lufthansa geht weiter. Nun streiken die Piloten. Welche Rechte haben betroffene Reisende - und was unternimmt Deutschlands größte Airline? Ein Überblick.

Eine aktuelle Analyse von Accor identifiziert das Mittelrheintal als die Region mit der höchsten Burgendichte in Deutschland. Das Ranking vergleicht zudem die Erreichbarkeit und Besichtigungsmöglichkeiten der historischen Anlagen.

Die Auslastung der Beherbergungsbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern lag zu Ostern 2026 laut Umfrage unter den Erwartungen. Als Gründe werden unter anderem gestiegene Kraftstoffpreise und wetterabhängige Reiseentscheidungen genannt.

Griechenland bleibt trotz Krisen Magnet für Urlauber, während Zypern um Vertrauen wirbt. Was die geopolitische Lage für Ihre Sommerpläne bedeutet – und wo es Hoffnung auf Erholung gibt.