Das Interesse der deutschen Urlauber an Aufenthalten im Freien verzeichnet für die kommende Frühlingssaison einen deutlichen Zuwachs. Wie Airbnb in einer aktuellen Auswertung mitteilt, sind die Suchanfragen aus Deutschland für Übernachtungen in naturnahen Zielgebieten über die Osterfeiertage im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 25 Prozent gestiegen. Dieser Trend korreliert mit den Ergebnissen einer repräsentativen Umfrage des Anbieters, wonach 77 Prozent der Deutschen angeben, dass ihnen der Aufenthalt in der Natur wichtig ist, wenn sie bewusst einen Ausgleich zum Alltag suchen. Dabei rücken in der aktuellen Saison vermehrt ländliche Regionen und bisher weniger beachtete Orte in den Fokus der Reisenden.
Regionale Schwerpunkte und unbekannte Ziele im Emsland und Niederbayern
Die Auswertung zeigt eine Verschiebung der Präferenzen hin zu Destinationen außerhalb der großen städtischen Zentren. An der Spitze der beliebtesten inländischen Ziele für das Osterfest 2026 steht die Gemeinde Geeste im niedersächsischen Emsland. Der Ort zeichnet sich laut Unternehmensangaben durch Moor- und Seenlandschaften sowie die Anbindung an Radfernwege aus. Ebenfalls eine hohe Nachfrage verzeichnet Obernzell in Niederbayern. Die Lage an der Donau und die umliegende Hügellandschaft machen die Gemeinde zu einem gefragten Ziel für den Frühling.
Auch an den Küsten zeigt sich ein deutliches Interesse an spezifischen Standorten. In Mecklenburg-Vorpommern wird Sassnitz auf der Insel Rügen häufig gesucht, was mit der Nähe zum Nationalpark Jasmund und den dortigen Kreidefelsen zusammenhängt. Weitere Orte, die in diesem Jahr verstärkt angewählt werden, sind Bornheim im Westerwald, Schopp im Pfälzerwald sowie Wenzenbach in der Oberpfalz. Auch die Wurster Nordseeküste, Braunlage im Harz und die Insel Fehmarn gehören zu den meistgefragten Zielen für die Osterzeit.
Beständige Nachfrage nach Berg- und Küstenregionen im gesamten Frühjahr
Betrachtet man den gesamten Zeitraum des Frühjahrs, kristallisieren sich laut Airbnb klassische Erholungsgebiete als Favoriten heraus. Während Garmisch-Partenkirchen in den bayerischen Alpen eine Spitzenposition einnimmt, dominieren ansonsten vor allem Standorte an der Nord- und Ostsee das Ranking. Neben Fehmarn und Sankt Peter-Ording sind der Landkreis Goslar sowie erneut Braunlage im Harz stark nachgefragt.
An der Küste konzentriert sich das Interesse zudem auf die Gemeinde Scharbeutz sowie auf niedersächsische Ziele wie Norden, Wangerland, Cuxhaven und die Insel Norderney. Die Reisenden nutzen diese Regionen laut der Analyse vorrangig für Wanderungen, Fahrradtouren und Strandspaziergänge. Statistisch betrachtet zeigt sich bei den regionalen Unterschieden ein deutliches Nord-Süd-Gefälle: Während im Oster-Ranking bayerische und niedersächsische Ziele dominieren, verlagert sich die Nachfrage im restlichen Frühjahr massiv in Richtung der schleswig-holsteinischen und niedersächsischen Küstenregionen.













