Alles für den Neustart: Checkliste für Destinations-Manager

| Tourismus Tourismus

Der Tourismus läuft wieder an - zwar nach Sparten und Regionen zeitlich versetzt, aber wenigstens gibt es wieder einen Lichtblick für die Branche. Viele Umfragen prognostizieren dem nationalen und erdgebundenen Tourismus sowie Tagesausflügen einen besonderen Schub. Destination Management Organisationen (DMOs) sind nun gefordert, die optimalen Rahmenbedingungen für den Re-Start zu schaffen und diesen zu begleiten. Woran müssen DMOs in diesen Zeiten besonders denken? Die Destinations-Berater Gernot Memmer und Alexander Seiz von Kohl & Partner haben zur Unterstützung eine Checkliste erstellt. Hier gibt es die Checkliste als Pdf. 

Die Wiedereröffnung von Hotels, Gastronomiebetrieben und touristischen Attraktionen ist in vollem Gange. In den verschiedenen Urlaubs- und Bundesländern gelten für den Re-Start jedoch unterschiedliche Zeitpläne und Regelungen. Die Auflagen beinhalten vor allem Abstandsregelungen, Maskenpflicht, Hygienevorschriften und teilweise auch konkrete Obergrenzen für Belegungen. In Deutschland gelten zusätzlich konkrete regionale Vorgaben für die Anzahl an Corona-Neuinfektionen, die Bedingung für die Öffnungen und Lockerungen sind. Werden diese überschritten, kann es zum erneuten Lock-Down kommen.

Nationale und erdgebundene Reisen im Fokus

Viele DMOs starten derzeit ihre Werbekampagnen, um die touristische Nachfrage wieder anzukurbeln. Erste Medienberichte und Prognosen aus Umfragen zeigen, dass besonders nationale und erdgebundene Reisen bei den Urlaubern im Fokus stehen. Naturerlebnisse und Aktivitäten in der Natur sowie Urlaub am See - oder in Deutschland auch am Strand - spielen dabei die wichtigste Rolle. Gepaart mit zunehmenden Tages- und Ausflugstourismus wird es sich bei dem Neustart im Tourismus also nicht nur um die Frage drehen, wie Destinationen die Gäste wieder für sich begeistern, sondern auch um die Frage, wie eine sinnvolle Besucherlenkung sowohl bei den einzelnen Freizeit-Attraktionen wie auch bei innerörtlichen und Outdoor-Hotspots aussehen kann. Um den Überblick zu behalten hat Kohl & Partner eine Checkliste für den Re-Start entwickelt.

Für DMOs gilt es, eine ganze Reihe an unterschiedlichsten Punkten zu bedenken - für sich selbst und auch in ihrer Funktion als Coach für ihre Partner und Mitglieder. So muss im Innenverhältnis der Re-Start der DMO koordiniert und die Betriebe bei der Wiedereröffnung unterstützt werden, zum Beispiel durch die Organisation von themenspezifischen Webinaren und engem Kontakt der Vermieter-Coaches zu den Betrieben. Gleichzeitig fungiert die DMO als Informationsquelle und sollte laufend die aktuellen Änderungen und Neuerungen weitergeben. Die Einrichtung einer Online-Infothek ist hier ratsam, mit einer Sammlung an Links zu Informationen zu Ämtern und Behörden, Informationen zum regionalen Status der Corona-Maßnahmen, Best Practice Beispielen und Tipps zu Fördermöglichkeiten und Hilfsprogrammen.

Transparenz, Sicherheit und Zuverlässigkeit

Auch nach außen, also gegenüber den Gästen, ist es Aufgabe der DMO, weiterhin verstärkt zu kommunizieren. Bei Wiederaufnahme der Marketingaktivitäten ist es essenziell zu bedenken, dass Transparenz, Sicherheit und Zuverlässigkeit für die Gäste ein entscheidender Faktor bei ihrer Reiseentscheidung geworden sind. Über alle Kommunikationskanäle sollte daher der aktuelle Status des touristischen Angebotes übersichtlich dargestellt werden, also Öffnungen, Schließungen, Ge- und Verbote sowie die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen. Um den Gästen das notwendige Sicherheitsgefühl zu vermitteln, ist die DMO mitverantwortlich, auf die Einhaltung der Vorschriften zu achten. Hierzu zählt auch, Besucherströme - wo immer möglich - zu überwachen und zu steuern: Was könnten Hotspots im Ort oder in der Region sein? Wie werden die Besucherzahlen überwacht und welche Maßnahmen sind nötig, um gegebenenfalls die Zahl der Besucher zu beschränken und so die notwendigen Abstandsregelungen einzuhalten?

Und trotz aller aktuellen Herausforderungen darf auch der Blick in die Zukunft nicht fehlen. Denn nach den einschneidenden Veränderungen, die Corona der Branche beschert hat, müssen die vor der Krise festgelegten Strategien und bestehenden Strukturen kritisch geprüft und hinterfragt werden - gegebenenfalls wird hier die Entwicklung einer völlig neuen strategischen Ausrichtung notwendig.


 

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