Allgäu ist Deutschlands gefragteste Outdoor-Destination im Herbst und Winter

| Tourismus Tourismus

Die Nachfrage nach Outdoor-Aktivitäten in deutschen Urlaubsregionen ist auch in den Herbst- und Wintermonaten groß. Eine aktuelle Datenanalyse von Fit Reisen ermittelte die beliebtesten Reiseziele für Aktivurlauber in dieser Zeit. Die Untersuchung basierte auf den Google-Suchvolumina für rund 36.000 Keywords zu typischen Outdoor-Aktivitäten, die in nahezu 200 deutschen Regionen abgefragt wurden.

Die Analyse zeigt, dass Bewegung in der Natur in der kalten Jahreszeit als gesundheitsfördernd angesehen wird, was Kreislauf und Immunsystem stärkt. Viele Regionen sind im Winter weniger frequentiert, und kurze Anreisewege fördern die spontane Urlaubsplanung.

Ergebnisse der Suchvolumen-Analyse im Überblick

Das Allgäu führt das Ranking an. Die Region ist Deutschlands Outdoor-Destination Nummer 1 mit einem Gesamtsuchvolumen von 338.590. Sie gilt als Multitalent mit Spitzenwerten in den Kategorien Wandern, Bergsteigen, Schlitten- und Schneemobilfahren.

Der Schwarzwald sichert sich den zweiten Platz und zeichnet sich durch Top-Werte bei Wandern, Waldbaden und Pilze sammeln aus. Dies macht ihn zu einem relevanten Ziel für die entschleunigende Auszeit.

Der Harz belegt den dritten Platz, dominiert in der Kategorie Wintersport und weist die höchsten Suchvolumina für Skifahren, Snowboarden und Eislaufen auf.

Die Ergebnisse belegen zudem, dass Outdoor-Aktivitäten auch jenseits des klassischen Wintersports beliebt sind: Die Ostsee auf Platz 5, die Lüneburger Heide auf Platz 9 und die Nordsee auf Platz 10 zeigen, dass Urlaub in der Natur in Deutschland nicht zwingend Schneefall oder Höhenmeter erfordert.

Die Top Ten der beliebtesten Outdoor-Reiseziele

Das Allgäu belegt mit einem Gesamtsuchvolumen von 338.590 den ersten Platz und sticht besonders bei Wandern, Bergsteigen sowie Schlitten- und Schneemobilfahren hervor. Der Schwarzwald folgt auf Platz 2 mit 276.320 Suchanfragen und punktet mit Wandern, Waldbaden und Pilze sammeln. Knapp dahinter sichert sich der Harz den dritten Platz mit 267.390, wobei die Region eine Wintersporthochburg darstellt, die insbesondere durch die Keywords Skifahren, Snowboarden und Eislaufen hohe Werte erzielt.

Mit einem Gesamtsuchvolumen von 199.770 landet die Bodenseeregion auf dem vierten Platz. Sie gilt als beliebteste Region für Radfahren in Deutschland und ist auch das gefragteste Ziel fürs Camping. Die Ostsee belegt mit 132.990 den fünften Platz. Die Region erzielt den ersten Platz in der Kategorie Eisbaden, ist das zweitbeliebteste Reiseziel für Campingurlaub und glänzt zusätzlich mit hohen Werten beim Radfahren.

Der Tegernsee erreicht mit 111.360 den sechsten Platz, bedingt durch das bundesweit höchste Suchvolumen rund um das Thema Spazieren. Der Bayerische Wald folgt auf Platz 7 mit 110.370 und überzeugt mit soliden Werten in nahezu allen Kategorien, darunter Wandern, Skifahren, Schlittenfahren und Camping. Das Sauerland belegt den achten Platz mit 98.780 Suchanfragen und punktet vor allem beim Ski- und Schlittenfahren. Als „Land der tausend Berge“ und Austragungsort internationaler Wettbewerbe ist es eine feste Größe für Aktivurlauber.

Die Lüneburger Heide sichert sich mit einem Gesamtsuchvolumen von 90.250 den neunten Platz. Die niedersächsische Region erzielt einen Spitzenwert in der Kategorie Reiten. In einem knappen Rennen mit der Eifel erreicht die Nordsee mit einem Gesamtsuchvolumen von 83.920 den zehnten Platz. Ausschlaggebend hierfür ist das hohe Suchinteresse am Camping sowie an Wattwanderungen und Radtouren entlang der Deiche.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Erneut sind Mallorquiner gegen den Massentourismus auf die Straße gegangen. Nur zwei Wochen nach der großen Kundgebung in Palma gegen den aus Sicht vieler Insulaner überbordenden Tourismus, fand die neue Demo nun in der Stadt Sóller statt.

Die Robinson Club GmbH registriert eine Veränderung beim Luxusverständnis deutscher Reisender. Demnach definieren viele Befragte Luxus im Urlaub primär über Zeit, Erholung sowie die Entlastung von alltäglichen Pflichten.

Die weltweiten Ausgaben für Geschäftsreisen steigen im Jahr 2026 voraussichtlich auf den Rekordwert von 1,56 Billionen Euro, während die Zahl der Reisen nur leicht zunimmt.

Ob Spirituosen, Korallenschmuck oder Designer-Kopien: Wer Souvenirs aus dem Urlaub mitbringen möchte, sollte wissen, was er tut. Sonst kann es bei der Einreise Probleme geben.

Der Deutsche Alpenverein meldet auf zahlreichen Berghütten in den Alpen akute Wasserknappheit. Auf einzelnen Hütten muss Trinkwasser bereits per Hubschrauber geliefert werden, während der Verband zu umfassenden Sparmaßnahmen aufruft.

Lufthansa kämpft mit teurem Kerosin und Streiks. Chef Spohr hält nun sogar einen Gewinnrückgang im Gesamtjahr für möglich und kündigt weiterhin hohe Ticketpreise an.

Bahnreisen blieben für Fahrgäste im Juli eine Geduldsprobe: Mit 52,6 Prozent war lediglich etwas mehr als die Hälfte der Fernzüge ohne größere Verzögerungen unterwegs. Im Vergleich zum Vormonat blieb die Quote damit unverändert.

Am Mittelmeer werden für Schirme und Liegen teils horrende Preise verlangt. An einigen Stränden Italiens gehen die Behörden neuerdings dagegen vor, auch wegen der EU. Aber die alten Kräfte wehren sich.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus lädt Ende September zu einem hochrangigen Fachtreffen mit US-Entscheidern an den Bodensee ein, um Trends im amerikanischen Reisemarkt zu analysieren.

Der Sächsische Weinwanderweg verbindet die Betriebe der zweitkleinsten deutschen Weinregion, die nach schwierigen Jahren zu DDR-Zeiten eine Renaissance feiert. Vor allem der Schaumwein startet durch.