Auf Forschungsreise zum Südpol – Airbnb vergibt „Antarctic Sabbatical“

| Tourismus Tourismus

Airbnb und die NGO Ocean Conservancy haben das „Antarctic Sabbatical“ angekündigt: Fünf Personen bekommen die Gelegenheit, zum entlegensten Kontinent der Erde zu reisen und die Antarktis-Wissenschaftlerin Kirstie Jones-Williams auf ihrer Forschungsmission zu begleiten. Interessierte können sich hier ab sofort bis zum 8. Oktober 2019 bewerben. Das „Antarctic Sabbatical“ findet im Dezember 2019 statt.

Die fünf freiwilligen Forscher werden Schnee- und Eisproben sammeln, um zu untersuchen, inwieweit Mikroplastik bereits das Innere der Antarktis erreicht hat. Das Ziel des „Antarctic Sabbatical“ ist es, ein stärkeres Bewusstsein für die Auswirkungen des Menschen auf das Klima in einem isoliertesten Ökosysteme der Welt zu schaffen. Die Forscher untersuchen, welche Auswirkungen die Plastikverschmutzung hat, die an anderen Orten auf der Welt entsteht. 

„Die meisten Menschen betrachten die Antarktis als einen unberührten und isolierten Kontinent. Doch die neuesten Erkenntnisse zeigen, dass selbst die entlegensten Orte von Verschmutzung durch Plastikabfälle betroffen sind. Diese Expedition soll uns dabei helfen, zu verstehen, wie Mikroplastikteilchen so entlegene Regionen wie die Antarktis erreichen. Zudem ist der Zeitpunkt entscheidend, um unsere Verantwortung für den Naturschutz zu unterstreichen“, so Jones-Williams. „Diese Expedition wird ein hartes Stück Arbeit. Sie erfordert wissenschaftliche Genauigkeit bei gnadenlosen winterlichen Bedingungen. Wir suchen engagierte Menschen, die sich als Weltbürger verstehen, Teil des Teams werden und nach ihrer Rückkehr die gewonnenen Erkenntnisse mit der Welt teilen möchten.“

Die einmonatige Expedition hält Folgendes für die freiwilligen Forscher bereit:

  • Bei einem Einführungstraining im chilenischen Punta Arenas erfahren sie nicht nur mehr über Glaziologie und Probenahme-Techniken, sondern werden auch in die Laborarbeit und den Umgang mit der erforderlichen Ausrüstung eingewiesen. 
  • Mit dem Flug in die Antarktis beginnt ihre wissenschaftliche Mission. Sie landen auf einer natürlich geformten Landebahn aus blauem Eis inmitten des Kontinents, auf dem die Forschungsarbeiten durchgeführt werden.
  • Sie werden Schnee- und Eisproben aus dem Inneren der Antarktis sammeln und diese auf Mikrofasern untersuchen, um herauszufinden, welche Wege Müll und andere Verschmutzungen weltweit zurücklegen.
  • Auch ein Besuch am Südpol ist Teil der Mission. Hier können die Teilnehmer den Globus mit wenigen Schritten umrunden.
  • Nach ihrer Rückkehr nach Chile werden die Forscher ihre Ergebnisse eingehend untersuchen und mit der Umweltschutzorganisation Ocean Conservancy zusammenarbeiten, um Botschafter für den Schutz der Ozeane zu werden. 

„Unsere Zusammenarbeit mit Airbnb beim „Antarctic Sabbatical“ gibt uns die einzigartige Gelegenheit, unser Engagement gegen Plastik in den Meeren fortzusetzen und ein größeres Bewusstsein für dieses Problem zu schaffen“, so Janis Searles Jones, CEO von Ocean Conservancy. „Wir veranstalten jedes Jahr eine internationale Aufräumaktion an den Küsten, bei der Freiwillige nicht nur den Müll von Stränden und Wasserwegen auf der ganzen Welt einsammeln, sondern auch jeden gefundenen Gegenstand in unsere weltweite Datenbank aufnehmen. Ocean Conservancy arbeitet schon lange mit engagierten Forschern aus der Bevölkerung zusammen, und wir freuen uns darauf, die Ergebnisse dieser Expedition für globale Lösungen einzusetzen.“

Das „Antarctic Sabbatical“ ist der Nachfolger des „Italian Sabbatical“, einem Projekt zur Revitalisierung des Dorflebens, das Airbnb gemeinsam mit Wonder Grottole durchgeführt hat. Im Rahmen dieses Programms konnten fünf Freiwillige drei Monate im Dorf Grottole in Süditalien verbringen und dazu beitragen, dieser alten Gemeinde, die vor dem Aussterben stand, neues Leben einzuhauchen (Tageskarte berichtete)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Manche sehen in der belgischen Stadt eine Stadt der Verlierer, doch Künstler machen aus der Not eine Tugend: Sie führen zu Lost Places und erschließen Kohlehalden als Wanderreviere.

In Österreich entfielen 2024 rund 36 Prozent aller Übernachtungen auf Gäste aus Deutschland – der höchste Anteil innerhalb der EU. Bei den absoluten Übernachtungszahlen deutscher Reisender lag dagegen Italien an der Spitze.

Während die Zahl der mehrtägigen Reisen 2025 insgesamt zurückging, legten die Geschäftsreisen um 10,5 Prozent auf 41 Millionen zu. Auch die Inlandsreisen erreichten mit 169 Millionen einen Rekordwert.

Nur fünf Prozent der Reisenden können echte Destinationsfotos sicher von KI-Bildern unterscheiden. Tennessee reagiert mit einem Echtheitssiegel. Auch für Hotels und Touristiker in Europa ist das Thema relevant: Seit August gelten neue Transparenzpflichten für bestimmte KI-Inhalte.

Früher war kostenloses Essen an Bord auch in der Economy ein Standard. Das gilt längst nicht mehr. Heute ist alles individueller, vieles kostet. Eine Sache aber könnte künftig häufiger gratis sein.

Eine Auswertung von Standortmetadaten weist St. Peter-Ording als meistfotografierten Strand Deutschlands aus. Die Ostsee stellt zwar die Mehrheit der Plätze in den Top 10, die Spitzenränge werden jedoch von Nordseestränden belegt.

Eine Studie der ITB Berlin analysiert Veränderungen bei der Reisesicherheit von LGBTQ-Reisenden. Während Länder wie Kanada und die Niederlande hohe Werte erzielen, verschlechtert sich die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Akzeptanz in den USA.

Großveranstaltungen spielen laut einer US-Umfrage von American Express eine große Rolle bei Geschäftsreisen. Gleichzeitig steigt unter den Befragten die angegebene Nutzung von KI-Werkzeugen; anhand eigener Transaktionsdaten nennt American Express zudem acht Reiseziele mit wachsendem Geschäftsreiseaufkommen.

Immer mehr Touristen aus Südeuropa verbringen ihren Sommerurlaub im Schwarzwald. Die Region punktet mit kühleren Temperaturen - und profitiert von einem Trend.

Eine Analyse untersucht das Suchinteresse an FKK-Themen in 78 deutschen Großstädten und zeigt deutliche Unterschiede zwischen Küstenregionen und Binnenland. Rostock belegt im Gesamtranking den ersten Platz.