Augustinerkloster als neues Aushängeschild für Thüringer Tourismus

| Tourismus Tourismus

Foto: Lukas Götz - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2532529

Das Evangelische Augustinerkloster in Erfurt ist zum neuen Markenbotschafter für das Reiseland Thüringen ernannt worden. Wie die Thüringer Tourismus GmbH mitteilte, gehört das Kloster damit künftig zu rund 50 ausgewählten touristischen Aushängeschildern im In- und Ausland.

Das Augustinerkloster stehe in besonderer Weise für Geschichte, Kultur und Glauben im Freistaat, erklärte Geschäftsführer Christoph Gösel. Der Ort verbinde die lutherische Tradition mit einer modernen Nutzung als Tagungs- und Bildungsstätte.

Historisches Juwel in Erfurt

Das Kloster wurde ab 1276 errichtet und zählt zu den seltenen vollständig erhaltenen mittelalterlichen Ordensanlagen. Es ist eng mit Martin Luther verbunden, der dort Anfang des 16. Jahrhunderts lebte und wirkte.

Heute dient das Augustinerkloster als ökumenisches Veranstaltungs- und Tagungszentrum sowie Begegnungsstätte der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Es trägt unter anderem das Siegel «Europäisches Kulturerbe» und gilt als «Ort der Demokratiegeschichte».

Mit der Ernennung verfügt Erfurt nun über sechs Markenbotschafter des Reiselandes Thüringen. Das Augustinerkloster soll künftig das thüringenweite Motiv «Faszination» verkörpern. 2027 begeht das Kloster sein 750-jähriges Bestehen. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Venedigs neuer Bürgermeister Venturini bringt eine deutliche Erhöhung der Eintrittsgebühr für Tagesbesucher ins Spiel - auf bis zu 50 Euro. In der Lagunenstadt sorgt der Vorstoß für Wirbel.

Ob liegen gelassen oder geklaut: Wer im Urlaub plötzlich ohne Pass dasteht, sollte handeln. Denn spätestens bei der Rückreise kann es sonst bei Grenzkontrollen zu großen Problemen kommen. Was ist zu tun?

Vom Harz-Ausflug bis zum Bauhaus-Besuch: Gäste haben in Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr rund 3,6 Milliarden Euro ausgegeben. Vor allem Tagesreisende sorgen für Umsatz.

Eine bundesweite Auswertung zeigt, dass naturnahe und vereinsgetragene Freibäder in mittelgroßen Städten die höchste Zufriedenheit erzielen. Das Dresdner Zschonergrundbad verteidigt dabei zum dritten Mal in Folge den Spitzenplatz.

Ein Bericht des IT-Sicherheitsunternehmens Check Point zeigt einen Anstieg der Cyberangriffe in der Reisebranche um 24 Prozent im Mai 2026. Betrüger nutzen dabei zehntausende gefälschte Internetadressen, um gezielt Daten von Urlaubern abzugreifen.

Eine Studie von Helvetia Österreich belegt, dass 56 Prozent der Österreicher den Sommerurlaub mit dem eigenen Pkw planen. Während technische Checks vor allem von der älteren Generation durchgeführt werden, führen unbekannte Routen insbesondere bei jüngeren Fahrern zu Stress.

Four Seasons Yachts erweitert ihre Flotte und plant für das Jahr 2028 die Inbetriebnahme der neuen Yacht Four Seasons II. Das Schiff wird mit 79 Suiten ausgestattet sein, zu denen auch wohnraumähnliche Unterkünfte auf den oberen Decks gehören.

Airbnb und der Deutsche Tourismusverband fördern ländliche Tourismusprojekte in Deutschland mit insgesamt einer Million Euro. Bewerbungen für den Wettbewerb NaturMomente können bis zum 9. September 2026 eingereicht werden.

Eine Umfrage zeigt, dass deutsche Urlauber verstärkt geringere Nebenkostenbudgets für Verpflegung und Ausflüge an ihren Urlaubsorten einplanen. Während die Summen bis zu 500 Euro pro Person deutlich an Relevanz gewinnen, sinkt der Anteil höherer Budgets spürbar.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus sieht den internationalen Deutschlandtourismus trotz geopolitischer Unsicherheiten auf stabilem Kurs. Aktuelle Daten und Branchenumfragen deuten laut DZT auf eine anhaltende Nachfrage in wichtigen Auslandsmärkten hin.