Ausländische Gäste kommen häufiger nach Sachsen

| Tourismus Tourismus

Der Tourismus in Sachsen hat einen Bruttoumsatz von 9,8 Milliarden Euro und eine Wertschöpfung von rund 4,6 Milliarden Euro erreicht. Das geht aus neu berechneten Daten zum Wirtschaftsfaktor Tourismus hervor, die am 1. September 2026 im Rahmen des Sparkassen-Tourismusbarometers Sachsen vorgestellt wurden. Insgesamt seien im Freistaat rund 211,4 Millionen touristische Aufenthaltstage gezählt worden. Zudem verweist die Veröffentlichung auf erhebliche Steuereinnahmen durch den Tourismus, nennt dafür jedoch keine konkrete Summe.

Die Untersuchung „Wirtschaftsfaktor Tourismus für den Freistaat Sachsen“ wurde von der dwif-Consulting GmbH im Auftrag des Ostdeutschen Sparkassenverbands erstellt. Untersucht werden unter anderem touristische Umsätze, Wertschöpfungseffekte und Beschäftigungswirkungen. Nach den vorgestellten Ergebnissen hätten sich Nachfrage, Bruttoumsatz und Einkommenswirkungen im Vergleich zum Jahr 2023 leicht erhöht.

Gästeankünfte und Übernachtungen legen im ersten Halbjahr zu

Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Sachsen 2,6 Prozent mehr Gästeankünfte und 0,6 Prozent mehr Übernachtungen registriert als im Vorjahreszeitraum. Bei der Nachfrage aus dem Ausland fiel der Zuwachs höher aus. Die Zahl der internationalen Gästeankünfte stieg um 5,5 Prozent, die Zahl der Übernachtungen um 1,3 Prozent.

Zuwächse verzeichneten nach den vorgelegten Angaben insbesondere die Märkte Großbritannien, Italien, Tschechien, Japan und China.

Veronika Hiebl, Geschäftsführerin der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen, bezeichnete die Entwicklung der internationalen Nachfrage als „wichtiges Signal für den Tourismusstandort Sachsen“. Der Kurs bestehe darin, die touristische Entwicklung mit starken Erlebnissen, neuen Anlässen für eine Reise und einer konsequenten Präsenz in den wichtigsten Märkten bis zum Jahresende weiter zu unterstützen.

Drei Beherbergungsbetriebe erhalten die Auszeichnung als Gästelieblinge 2026

Im Rahmen der Veranstaltung wurden außerdem die Landessieger des Wettbewerbs „Gästeliebling 2026“ geehrt. In der Kategorie Hotel ging die Auszeichnung an das Hotel und Restaurant Köhlerhütte-Fürstenbrunn im Erzgebirge. In der Kategorie Pension/Gasthof wurde die Mittelndorfer Mühle in der Sächsischen Schweiz ausgezeichnet. In der Kategorie Ferienwohnung erhielt der Gutshof Doberschau in der Oberlausitz die Auszeichnung.

Grundlage des Wettbewerbs sind Onlinebewertungen von Beherbergungsbetrieben in Sachsen. Dafür werde das Monitoringsystem TrustYou genutzt, das mehr als 250 Onlineportale weltweit sichte. Automatisch am Wettbewerb teilnehmen können Pensionen, Gasthöfe und Hotels mit mindestens 70 Onlinebewertungen sowie Ferienwohnungen mit mindestens 50 Onlinebewertungen. Bis Ende 2025 hätten mehr als 800 Betriebe diese Voraussetzung erfüllt.

Zusätzlich müsse eine Antwortquote von mindestens 20 Prozent auf eingegangene Bewertungen vorliegen. Ausschlaggebend seien die von Gästen online dokumentierte Qualität sowie der Umgang mit dem Gästefeedback. Bei der Auswahl der Landessieger spielten zudem die Themen Online-Sichtbarkeit und Nachhaltigkeitsmanagement eine Rolle. Der Landestourismusverband Sachsen würdigt mit dem Wettbewerb seit einem Jahrzehnt Beherbergungsbetriebe auf Grundlage der Gästebewertungen.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Weniger USA-Reisen: In Deutschland und der Schweiz gehen die Buchungen deutlich zurück. An welcher Stelle die USA bei den beliebtesten Fernreisezielen in diesem Jahr voraussichtlich stehen werden.

Zum Oktoberfest erwartet die Bahn pro Tag etwa 100.000 Fahrgäste zusätzlich in München. Doch am Hauptbahnhof herrscht wegen Bauarbeiten ohnehin Platzmangel. Wie dieses Problem gelöst werden soll.

Der deutsche Sommer fand bei Airbnb vor allem in der Natur statt: Mehr als zwei Drittel (67,9 Prozent) der Buchungen in Deutschland entfielen im Sommer 2026 auf ländliche Regionen.

München führt ein Ranking von Fit Reisen zu 177 deutschen Reisezielen an. Auffällig schneiden mehrere kleinere Orte ab: Rottach-Egern und Ofterschwang erreichen die Plätze drei und vier, Bergisch Gladbach und Deidesheim folgen auf den Rängen fünf und sechs.

Die Züge der Deutschen Bahn waren im August zwar etwas pünktlicher unterwegs als zuletzt. Doch wetterbedingte Störungen bei Anlagen führten erneut zu erheblichen Verzögerungen für Fahrgäste.

Im Strandkorb über Sorgen sprechen, beim Spaziergang neue Gedanken fassen: Wie die Tourismusseelsorge Urlauber dabei unterstützen will, die Maske des Alltags abzulegen. Eine Sommerbilanz.

Uber will weltweit rund 3.300 Arbeitsplätze streichen. Besonders Führungskräfte sollen von dem Konzernumbau betroffen sein, während Mittel unter anderem in Fahrdienste, Essenslieferungen und Robotaxis fließen sollen.

Zwei Küsten, viele Seen, sattes Grün und sanfte Hügel. Nicht zu heiß und nur manchmal nass. Schleswig-Holstein gefällt Urlaubern. Doch ein Selbstgänger ist das nicht, wie die Halbjahresbilanz zeigt.

Unter dem Motto „Heritage meets innovation in the Green Heart of Germany“ lädt die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) vom 20. bis 23. September 2026 gemeinsam mit der Thüringer Tourismus GmbH zum Thuringia Travel Summit nach Erfurt.

Eine aktuelle Datenanalyse beleuchtet die wirtschaftliche Bedeutung deutscher Touristen für die Gastronomie und Hotellerie in europäischen Reisezielen im Sommer 2026.