Backpacker fehlen wegen Corona: Australien lockt Neuseeländer als Erntehelfer

| Tourismus Tourismus

Junge Backpacker aus aller Welt bewerben sich jedes Jahr um ein so genanntes Working-Holiday-Visum für Australien - als Erntehelfer und Obstpflücker können sich so ihren Aufenthalt finanzieren. Gerade Europäer nutzten bisher das Angebot, ein Jahr in Down Under zu verbringen. Aber wegen der Corona-Pandemie sind die Grenzen des Landes geschlossen, die Landwirte leiden unter einem dramatischen Arbeitskräftemangel. Jetzt will die Regierung junge Neuseeländer anlocken, um beim «Fruit Picking» zu helfen.

Denn Menschen aus dem Nachbarland sind die einzigen, die seit Mitte Oktober wieder ins Land dürfen - und zwar quarantänefrei. Hintergrund: Neuseeland hat das Virus - ebenso wie Australien - dank strikter Maßnahmen unter Kontrolle und ist zu einer relativen Normalität zurückgekehrt.

Die Regierung in Canberra hat am Donnerstag eine Werbekampagne in sozialen Netzwerken gestartet. «Wir möchten, dass junge Neuseeländer herkommen, eine großartige Zeit haben und unser unglaubliches Land erkunden, dabei etwas Geld verdienen, dieses Geld ausgeben und gleichzeitig unsere Landwirte oder Tourismusunternehmen unterstützen», sagte Handelsminister Simon Birmingham.

Normalerweise würden derzeit etwa 135.000 Backpacker mit einem Work&Travel-Visum durch das Land reisen und auf Plantagen und Feldern helfen, so Birmingham. Landwirte haben Angst, dass ihnen das Obst verfault, wenn nicht bald Arbeiter aus dem Ausland kommen.

Vize-Ministerpräsident Michael McCormack stellte den jungen Neuseeländern neben der harten Arbeit auf Kirsch-, Blaubeer- und Mangofarmen auch privates Glück in Aussicht: «In der Landwirtschaft steht viel Arbeit an - aber wer weiß, vielleicht kommen sie ja auch her und finden die große Liebe.» (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Rund sechs Millionen Menschen besuchen jährlich die wohl berühmteste deutsche Kirche, den Kölner Dom. Bislang war das kostenlos. Für Besucher ändert sich das jetzt - doch es gibt Ausnahmen.

Eine aktuelle Studie von Booking.com verdeutlicht Diskrepanzen zwischen dem Wunsch nach nachhaltigem Reisen und dem tatsächlichen Handeln der verschiedenen Generationen.

Der Tourismus in Rheinland-Pfalz ist mit steigenden Gäste- und Übernachtungszahlen in das Jahr 2026 gestartet. Besonders die Regionen Rheinhessen, Mosel-Saar und Ahr legten im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr zu.

Der Deutsche Reiseverband hat die Bewerbungsphase für den Umweltpreis Ecotrophea 2026 eröffnet. Im Mittelpunkt der diesjährigen Auszeichnung steht die Zusammenarbeit zwischen Tourismusunternehmen und lokalen Gemeinden.

Eine neue Umfrage belegt, dass 34 Prozent der Deutschen ihren Sommerurlaub aufgrund begrenzter Budgets einschränken oder ganz darauf verzichten müssen. Dabei spielt die laufende Kostenkontrolle für die Mehrheit der Reisenden eine entscheidende Rolle.

Fertitta Entertainment hat eine Vereinbarung zur Übernahme von Caesars Entertainment geschlossen. Der Kaufpreis beläuft sich laut Unternehmensangaben auf 17,6 Milliarden US-Dollar einschließlich übernommener Schulden.

Tourismusunternehmen rund um den Bodensee ziehen überwiegend eine positive Zwischenbilanz zum Saisonstart 2026. Vor allem Schifffahrt, Freizeitziele und Bergbahnen melden stabile oder steigende Besucherzahlen.

Die Engpässe bei der Kerosinversorgung durch die Straße von Hormus sollen für Passagiere in Deutschland ohne Folgen bleiben. Der Flug in den Urlaub sei garantiert, versichern verschiedene Anbieter.

Trotz Rekord-Übernachtungszahlen 2025 steckt die Tourismuswirtschaft in Niedersachsen in einem Stimmungstief: Vor allem hohe Kosten für Energie und Lebensmittel sorgen viele Betriebe – doch es gibt Ausnahmen.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 83 Prozent der Briten Interesse an Reisen zu literarischen Schauplätzen oder Filmdrehorten haben. Dabei spielen besonders die Identifikation mit Charakteren und die visuelle Präsenz in Medien eine Rolle für die Reiseentscheidung.