Bau der Frankenwaldbrücke genehmigt

| Tourismus Tourismus

Die Planungen für die umstrittene Frankenwaldbrücke durch das Höllental im Landkreis Hof können weiter gehen. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber erteilte am Dienstag bei einem Besuch in Lichtenberg eine Ausnahmegenehmigung. «Die Frankenwaldbrücke soll ein Vorzeigeprojekt für Oberfranken werden. Sie soll einen unverstellten Blick auf einen grünen Ozean aus Bäumen bieten», kündigte der Politiker der Freien Wähler an.

Experten des Naturschutzbeirats der Regierung von Oberfranken hatten sich zuletzt gegen den Bau ausgesprochen. Die Brücke mit einer Länge von mehr als 1000 Metern soll mitten durch ein Naturschutzgebiet führen. Trotz der Bedenken hält die Bezirksregierung an den Plänen fest und schaltete das Umweltministerium ein, das nun grünes Licht gab.

«Das Projekt bringt Umweltschutz und Tourismus in verantwortbarer Weise in Einklang», bekräftigte Wirtschafts- und Tourismusminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler). «Damit ist vor Ort ein Mehr an Wertschöpfung und Arbeitsplätzen möglich. Wir brauchen hier dringend neue Perspektiven für ein Gebiet, das mit vielen Strukturproblemen zu kämpfen hat.»

Umweltverbände reagierten mit Entsetzen auf die Entscheidung. Sie befürchten schwerwiegende Eingriffe in das Ökosystem. Gerade wandernde Arten wie Uhu und Wanderfalke würden erheblich beeinträchtigt, warnte der Landesbund für Vogelschutz (LBV). «So wird wunderbare Natur degradiert zu einer billigen Kulisse für Gaudi-Tourismus», kritisierte LBV-Vorsitzender Norbert Schäffer.

Die Genehmigung der Höllentalbrücke sei ein falsches Signal, meinte Richard Mergner, Landesvorsitzender beim Bund Naturschutz. «Wir halten das Projekt weiter für falsch und naturschutzfachlich nicht genehmigungsfähig.» Auch die Grünen kritisieren das Projekt. Mit der Entscheidung pfeife der Umweltminister auf die Umwelt, so der Abgeordnete Tim Pargent.

Durch das benachbarte Lohbachtal soll ebenfalls eine Brücke mit einer Länge von 387 Metern führen. Beide Brücken werden als Frankenwaldbrücken bezeichnet. Insgesamt soll das Projekt rund 22 Millionen Euro kosten. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wer an Nord- oder Ostsee einen Strandkorb mieten will, muss je nach Ort und Saison unterschiedlich tief in die Tasche greifen. Wo sich Preise kaum ändern – und wo es teurer wird.

Der Deutsche Tourismusverband sucht ab sofort Projekte für den Deutschen Tourismuspreis 2026. Bewerbungen können bis Anfang Juni eingereicht werden, bevor die Preisverleihung im November in Leipzig erfolgt.

Weniger Übernachtungen, weniger Gäste: Der Berliner Tourismus blieb auch 2025 hinter früheren Werten zurück. Auch Stadtführer merken das. Welche Touren dennoch besonders gefragt sind.

Der US-Fahrdienstvermittler Uber hat die Übernahme des Berliner Unternehmens Blacklane angekündigt. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und soll voraussichtlich bis Ende 2026 abgeschlossen werden.

Eine Studie von BCD Travel zeigt, dass Transportunfälle und Krankheiten die größten Sorgen auf Geschäftsreisen sind. Trotz des Vertrauens in gebuchte Hotels wissen viele Mitarbeiter nicht, wie sie im Notfall Hilfe erhalten.

Eine aktuelle Analyse vergleicht europäische Städte für die Osterfeiertage 2026 hinsichtlich der Kosten für Ferienhäuser und des zu erwartenden Wetters. Ziele in Spanien und Italien überzeugen durch ein vorteilhaftes Preis-Wetter-Verhältnis.

Obwohl sie pünktlich zwei Stunden vor Abflugzeit am Flughafen waren, verpassten zwei Reisende ihren Flug - weil die Schlangen am Check-in zu lang waren. Nicht ihre Schuld, sagt ein Gericht.

Die Zahl der Camping-Übernachtungen in Deutschland ist 2025 laut Destatis auf 44,7 Millionen gestiegen. Besonders gefragt bleiben Ostsee und Schwarzwald, während auch die Preise deutlich zugelegt haben.

Lonely Planet hat eine neue App und buchbare Reiseangebote vorgestellt. Das Unternehmen baut damit laut eigenen Angaben seine Ausrichtung auf eine digitale Reiseplattform weiter aus.

Seit Beginn des Iran-Kriegs zieht es mehr Urlauber nach Westeuropa. Eurowings stockt das Angebot kräftig auf – ein Klassiker ist besonders gefragt. Aus Spanien kommen aber schlechte News.