Bayern bekommt erste Heil- und Kurwälder - 13 Gemeinden ausgewählt

| Tourismus Tourismus

Deutlich später als viele andere Bundesländer bekommt auch Bayern nun seine ersten zertifizierten Kur- und Heilwälder. Bad Füssing, Bad Kötzting und Bad Wörishofen erhalten als erste Gemeinden das neu entwickelte «Qualitätssiegel Waldgesundheit» für Heil- und Kurwald. Die Gemeinden Bad Alexandersbad, Bad Bayersoien, Bad Berneck, Bad Birnbach, Bad Neualbenreuth, Bad Reichenhall, Bischofsgrün, Pfronten, Treuchtlingen und Weißenstadt erhalten das Zertifikat für Kurwald. In anderen Bundesländern werben Regionen bereits seit Jahren mit entsprechenden Angeboten.

«Wir alle wissen: Im Wald zu sein, tut den Menschen gut. Wälder spielen eine sehr bedeutende Rolle für Gesundheit und Wohlbefinden», sagte Bayerns Wirtschafts- und Tourismusminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Montag in Bad Wörishofen (Landkreis Unterallgäu). Im asiatischen Raum habe die Waldtherapie bereits eine lange Tradition. «Dieses Potenzial wollen wir auch in Bayern nutzen und mit der Ausweisung der Kur- und Heilwälder die positiven Wirkungen von Wäldern auch in schulmedizinische Behandlungen integrieren.

 

In den vergangenen drei Jahren waren vom Bayerischen Heilbäder-Verband und dem Lehrstuhl für Public Health und Versorgungsforschung der Uni München geeignete Waldareale für Kur- und Heilwälder in Bayern identifiziert worden.

Dabei dienen Kurwälder Gästen zur Prävention, also für die Vorbeugung vor Krankheiten. Heilwälder sind für kranke Patienten und müssen unter anderem über Ruhe- und Aktivitätszonen mit Therapieplätzen verfügen, hohe Anforderungen an Ruhe und Luftreinheit erfüllen sowie teilweise barrierefrei sein.

Aiwanger betonte, er hoffe, dass sich künftig noch mehr Orte auf den Weg einer Zertifizierung machten. «Die Waldgesundheit wird ein wichtiger Baustein im therapeutischen Spektrum gerade auch der Kurorte und Heilbäder sein. Der Gesundheitstourismus in Bayern ist um ein hochwertiges Angebot reicher.»

Die Voraussetzungen für Waldgesundheit seien im Freistaat optimal: Zum einen seien 36 Prozent der Landesfläche mit Wald bedeckt. Zum anderen verfüge Bayern mit 47 Heilbädern und Kurorten über die notwendige medizinisch-therapeutische Kompetenz für die praktische Umsetzung. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Rheinkirmes in Düsseldorf feiert mit Start in die Kirmessaison 125 Jahre Jubiläum auf der Rheinwiese. Das Volksfest bietet immer noch Neuheiten: Der Veranstalter verspricht in diesem Jahr rund 30 neue Angebote.

Vom Meeresrauschen in den Schlaf gewiegt werden und morgens den Sonnenaufgang über der See beobachten: Schlafstrandkörbe sind beliebt. Über eine Erfolgsgeschichte aus dem Norden.

Eine aktuelle Analyse untersucht die Beliebtheit von 30 Alpendestinationen anhand von Instagram-Followerzahlen und Gastronomiebewertungen. Die Ergebnisse zeigen regionale Unterschiede in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz.

Eine Umfrage unter Ferienhausvermietern zeigt, dass neben klassischen Verboten auch kurios anmutende Regeln existieren. Diese spezifischen Vorgaben sollen meist die Unterkunft vor Schäden bewahren und den Aufenthalt für alle Gäste sichern.

Strand, Altstadt oder Sehenswürdigkeit: Im Urlaub ist das Smartphone schnell gezückt. Doch wer die Fotos anschließend in sozialen Medien oder in größeren Chatgruppen teilt, sollte vorher genau hinschauen.

Der Wildes-Wasser-Weg in Bodenmais ist zum schönsten Wanderweg Deutschlands 2026 in der Kategorie Tagestouren gewählt worden. Insgesamt beteiligten sich über 52.000 Personen an der Abstimmung des Wandermagazins.

Das Statistische Bundesamt registriert für das erste Halbjahr 2026 gestiegene Preise für Flugtickets und Pauschalreisen. Dabei zeigen sich je nach Destination teils deutliche regionale Unterschiede bei den Kosten.

Die anhaltende Trockenheit im Hochsommer lässt die Pegelstände des Rheins in Hessen und Rheinland-Pfalz fallen und fallen - für Kabinenschiffe könnte es demnächst eng werden.

Ein aktueller Bericht offenbart wachsende Unterschiede im Reiseverhalten europäischer Nationen. Während Reisende in Deutschland ihre Ausgaben pro Trip erhöhen, setzen britische Urlauber auf eine höhere Frequenz.

Der Deutsche Tourismusverband hat seinen Praxisleitfaden für nachhaltigen Tourismus aktualisiert. Eine Studie zeigt gleichzeitig, dass zwar ein hohes Bewusstsein herrscht, aber oft personelle und finanzielle Kapazitäten fehlen.